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Schröder, Horatius 342 Schröder, Jörgen
l?64 wurde ei Oberstlieutenant. l7ü8 Oberst,
»772 GencralMajor und Präses beim Artil.
lenechauptzeugamte in Wien, wo er 1773
starb. Er war ein Landsmann und Freund
von SonnenfelZi ein ausgezeichneter Ma>
thematiker und erfreute sich als solcher der
besonderen Zuneigung des damaligen Artille»
rie^Directors Joseph Wenzel Fürsten Liech-
tenstein. lGräffer, Geschichte der k. Re.
gimenter, Lorps, Bataillons (Wien i8«l,
C°!herina Grösser. 8».) Theil I I , S. 263,
264, 267, 274, 889, 284.) — 2. Horatius
Freiherr uo» Schröder (geb, um das Jahr
l?l», Todesjahr unbekannt). Trat in jungen
Jahren, <73l, bei Graf Neipperg-Infanterie
in die kaiserliche Armee, wurde dann bei
TrauivInfanterie Fähnrich und Lieutenant,
bei A!t-Wolfenbültel Nr, 2l> Huuptmann,
Major, Oberstlieutenant und Oberst und focht
in allen Campagnen jener Periode in Italien,
Ungarn, Vayern, Böhmen, Sachsen uno
Schlesien als »apierer Soldat, Insbesondere
zeichnete ei sich bei Leichen unweit Vrcslau
am 3. November i757 aus. Der Oberst Varon
Müf f l i ng war auf der Wahlstatt geblieben
und das führerlos gewordene, über den Fall
seines Obersten bestürzte Regiment in uöllige
Unordnung gerathen. T>a übernahm Schrö»
der sofort das (Zommando, stellte während
des Kampfes mit aller Energie, keine Gefahr
scheuend, die Ordnung wieder her und führte
das Regiment uon Neue»! in den Kampf,
den Gegner auf beträchtliche Entfernung zu<
rückwerfend. Später, N!!8, wurde S. in
Anerkennung seiner durch so viele Jahre im
Felde geleisteten Dienste in den Frcihcrrnstaud
erhoben. Im Jahre 4763 befand er sich noch
als aggregirter oder zweiter Oberst bei seinem,
seit 176U dem Feldmarschall Loudon uerlie,
henen Negimente. Nach dem Wappenschild«
zu schließen, gehört Varon Schröder zur
Familie des Jacob uon Schröder s.s. d.
Folg,) s.Frei Herrn stand«. D ip lom da«,
l. März l759. — Wappen. In Gold drei
aufwärts kriechende, in'ö Dreieck gestellte
Schröter uon natürlicher Farbe, Auf dem
oberen Schildrande ruhen drei gekrönte Tur<
nierhelme Auf der Krone des mittleren Helms
erhebt sich ein zum Fluge gerichteter nalür«
licher Schröler; aus jener des rechten Helms
gehe» zwei mit ihren Sachsen einwärts ge>
lehrte, der «ordere schwarz über Gold, der
hintere mit gewechselten Tincturen quergclheilte
Adlerflügel herooc; desgleichen trägt der linke
Helm zwei solche, der reckte Silber über Roth, der linke mit gewechselte» Tincturen
quergethrille Ndlerflügel, Die Helm decken
sind durchgängig schwarz, mit Gold unter-,
lc^t.) — 3, Jacob uon Schröder, lebte
im !8. Jahrhunderte und stand von i708 bis
<732 i» kaiserlichen Diensten, in welchen er
sich in namhafter Weise uerdient gemacht.
So-ließ er sich bereits !7l0, zur Zeit der
ungarischen Rebellion, sowohl m Ungarn als
Siebenbürgen auf das Ersprießlichste uerwen.
den, brachte in den Jahren <7l4 und l?3u
zwei ansehnliche Geldgeschäfte, deren Aus>
führuna zur Verpflegung der kaiserlichen
Armee unerläßlich war, glücklich zu Stande,
Im Jahre i?26 wurde er kaiserl. Universal.
Bancal-Militär-Vuchhcilter und im Jahre !74N
General-Kriegs-Zahlmeister, in welchen Eigen«
schaften er mit seinem guten Credit in drin»
genden Fällen dem Staate uo» großem Nutzen
war. Von seinen Sühnen, welche sämmtlich
in kaiserlichen Civil- oder Militärdiensten
standen, hatten sich besonders Joseph und
Domin ik , Ersterer kais, Kriegscasse-Ver>
Walter, Letzterer Officier im Negimente Ha,
genbach, bei dem Rückzüge aus Genua durch
Rettung der ihnen anvertrauten Kriegscasse
besonders hervorgethan; während auch die
übrigen, Johann, Oberslwachlmeister bei
Alt,Wolfcnbüttc! Infanterie, Kar l , längere
Zeit in Holland bei der Fcldtriegscasse ange.
stellt, Jacob, Commerz-Becretär in Trieft,
und Christoph, gleichfalls kais, Officiec im
Regimente Daun und zwei Jahre in der Pro»
uence kricgsgefangen, sich durch ihre Treue
und Tüchtigkeit im Dienste bewährt hatten.
In Folge seiner und seiner Söhne Verdienste
wurde Jacob Schröder, im Jahre <722 in
den erbländischen Adelstand erhoben. ^Adel>
stand«. D ip lom ääa. 8, Julius l7!»2. —
Wappen. In Gold drei in's Dreieck gestellte
Schröter uon natürlicher Farbe. Auf dem
Schilde ruht ein gologckrönter Turnierhelm,
auf dessen Krone zwischen zwei mit ihnn
Sachsen einwärts gekehrten quergetheilten —
der rechte schwarz über Gold, der linke mit
gewechselten Farben — Adlerflügcln die uor>
erwähnten drei Schröter sichtbar sind. Die
Helmdecken sind auf beiden Seiten schwarz,
mit Golo unterlegt.) — 4. Jürgen Chri<
stian Schröder. Unter diesem Namen stellte
in der Kunsthnlle der Wiener Weltausstellung
in der österreichischen Abtheilung ein
Maler ein Äild aus, bezeichnet: „Der Letzte
am Bord", dem der namhafte Preis von
4Wll fi, beigefüg! war. Cs war ein gewalt!»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon