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Schuler 182 Schuler
— mden Blät tern für Geist. Gemüth
und Vaterlandskunde, 4838, Nr. 1 u. 2:
„Volkszustände und Dorfeinrichtungen
im deutschen Siebenbürgen"; — in der
Historisch-politischen Bibliothek
oder Sammlung von Hauptwerken auS
dem Gebiete der Geschichte und Politik
alter und neuer Zeit (Berlin 1873. L.
Heimann, 8".): „Altgermattische Bilder
und die Zeft Karl'S des Großen", drei
Vortrage; — im Hermannstädter
Volkskalender für 1872: „DasBur«
zenfand", u. s. w. Es tritt uns in S.
eine, reiche und vielseitige Thätigkeit ent».
gege.n; die Kritik des In- und Auslandes
hatz^ seinen Arbeiten Tüchtigkeit, gründ,
liche Vertrautheit mit dem Stoffe und
klare, bündige Vortragsweise zuerkannt.
Wählend seines Aufenthaltes in Sieben«
bürgen wirkte S. auch als Ausfchußmit«
glied des Vereins für fiebenbürgische
Lan«
deskunde und in gleicher Eigenschaft bei
jenem für Naturwissenschaften; auch ver»
waltete er seit 4836 die fiebenbürgische
Central.Agentur des germanischen Mu
seums in Nürnberg. daS ihn überdieß
zum Mitgliede seines Gelehrtenausschus'
ses gewählt hat. Schuler ist seit 1839
mit Regina Dürr- Imrich vermalt
und stammt aus dieser Ehe eine Tochter:
Helene (geb. 29. Mai 436t).
Trausch (Joseph). Schriftsteller.Lexikon oder
biographisch-literarische Denk-Blätter der Sie.
benbürger Deutschen (Kronstadt j87i, Ioh.
Gott. gr. s?.) Bd. IH , S. 229 u. f. — Neue
freie Presse (Wiener polit. Blatt) t87ä,
42. September, Nr. 3969.
Die Schul er von Libloy sind ein sie.
benbürgisches Adelsgeschlecht, in welchem
tkbyn Schulet alias Libloy mit Diplom
des Königs Mathias I I . vom 42. October
4616 geadelt wurde. Im Jahre 1647 wurde
er als Edelmann in den- Sqroser Comitats«
verband aufgenommen. Urb.an's Urenkel
Johann Ludwig ließ sich
4759 in Hermann.
stadt nieder; er war Kaufmann und Vor«
steher der Handels<Societ5t. Sein Sohn, zu. letzt Fabriksdirector in Steiermark (geb. 4802^ -
gest. 4854) ist der Vater des obigen Fried-
rich Schuler von Libloy.
Wappen. I n der Mitte eines länglichen
Schildes ein dreiflammig brennendes Herz.
Auf dem Schilde erhebt sich ein Turnierhelm
mit gewöhnlichen Helmdecken. ^Diese unge»
nügende Wappenbeschreibung — es fehlt
nämlich die Farbe des Schildes wie jene der
Helmdecten — bringt das „Genealogische
Taschenbuch der Ritter, und Adelsgeschlechter"
(Brü,nn. Bufchak u. Irrgang. 42v.) I. Jahrg.
(4870), S. 293.)
Schuler, Johannes (Schriftstel-
ler und Abgeordneter des Frank«
furtei Parlaments, geb. zu Matrei in
Tirol 11. December 1800, gest. zu
Innsbruck 12. October 1889). Sein
Vater, ursprünglicher Marktrichter in
Matrei, wurde spater als Professor des
römischen und Kirchenrechts nach Inns.
brück berufen. Als er dort 1803 seine
Gattin durch den Tod verlor, verfiel er
in tiefe Schwermuth und der Sohn
mußte zu seinem Großvater mütterlicher«
seits. Johann Probst, gebracht wer-
den, wo er einige Zeit blieb. Als im
Jahre 1810 die Iansbrucker Hochschule
aufgehoben ward, nahm der genesene
Vater, der sich um diese Zeit zum zweiten
Male verheirathet hatte, seinen Sohn
nach Salzburg mit und dort begann
dieser seine Studien. Sechs Jahre ver.
lebte der junge Johannes in Salz»
bürg, dann kehrte er in seine Vaterstadt
Innsbruck zurück und bezog 1320 die
Universität in Wien, dort, um wohl
mehr dem Wunsche des Vaters als eige>
ner Neigung zu folgen, die Nechte studi»
rend. Daselbst wurde er krank, kam in
krankem Zustande nach Salzburg und im
September 1322 nach Innsbruck, von
wo er, um sich ganz zu e> holen, nach
Gnadenwalde nächst Hall übersiedelte
und dort mit dem Gedanken umging,
Bemdictinermönch zu werden. Seine
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon