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Schuller 166 Schuller
Di'.), 3i:crmisäie5 Ccntralblatt für Demscd«
land (Leipzig, AuenaliuS. 4".) Iahrg, 1s6i>,
Sp. 622 snach oiesein qest. l^'. Mai l86^.
Noch sind folgende P^sonen des Nainens
Schuller anzuführen: 1- Anton Schul«
ler (Oebun-'ort und I^br unbekannt», ein
Necktsgelcdrter, dei' in der ersten Hälfte des
laufenden Iahrdun^ertS durch nielnere theils
selbstständig erschienene Werke, tdeilö in Facb«
blättern abgedruckte rechtswisstnschafiliche Ab«
Handlungen sich bekannt gemacht. An ver
Wiener Hochschule hatte er die juridischen
Studien beendigt und daselbst auch aus dem
selben den Doctorgrad erlangt. Die Titel
seiner selbstständig erschienenen Wer^ sind:
„Die Annahme an Kindesstalt nach
den Grundsätzen des österreichischen allgeni.
bürgerlichen Gesetzbuches .und mit Rücksicht
auf die Vorschriften des k. preuß. allgemei-
nen Landrechtes" (Wien l837, Sollinger,
50); — „Hcndbuck der Gesetz.' über aus-
schließende V r iu i ! e g i ^ n auf tü'Ue E r fin-
d u n g e ü . üntorckungen und Verbefftrul'gen
iül Gebiete d<r Industlie; entdaltend den
^rigin^lil'rt der in den bedeutlndercn Staa^
ten dirßs'allZ geltenden Gesetze, Patente, Ver-
ordnungen u. o»il, mit nebenstehender deut»
scher Ueberselzung fener. die in fremden Spra>
chen erl^.ff.li wurden, und erläuternden An-
melkungen" (Nien 1843, 8«,); — in der
Wagnet'schen, nachiuals Kudler^Stu«
benrauck 'schen „Zeitschrift für österreichische
Rechtsgelt'brsanikeit" veröffentlichte er folgende
Abhandlungen: „Ueber das Finden eines
Schatzes" (l836, I I , S. 269 u. f.)' — „Ueber
die Pflichr zur ssüdrung von Gewerböbü«
chern; die Beweiskraft derselben und Folgen
— „Daistellung der durch die wichtigsten
Patentgesehe des Auslandes vorgeschriebenen
Privilegientaren" (ls4l), I I I , 3. 4A5); —
„Betrachtungen über das österreichische Prioi.
legid'N'Patent vom 2l. März 1832 und über
Privilegien-Gesetzgebung überhaupt. Ein Bei«
trag zur Philosophie des positiven Rechts"
(l841. I, S 37 u f,; l843. I, S. 176); —
„Ueber die gänzliche Nachsicht des Aufgebots
bei solchen Brautleuten, welche verschiedenen
politischen Behörden unterstehen, nnt Berück»
sichtigung einiger Fälle der Praris" (1843,
1, S. 4<) und ein paar Civilgerichtsfälle
(it>38. I I , S. 82. u. 1840, I I , S. 26). —
2. Johann Georg Schuller (geb. zu
Heltau im Jahre 18t)l), ein jüngerer Bruder
des Johann Karl Sch. ^s, d. S. 16<1). Das Gnmnüsimu besuchte er in Hermann-
stadt, und 182l, ini Alter von 2t) Jahren,
bezog er die protestantisch-theologische Facul»
tät in Wien. Zunächst dem Lehramte sich
zuwendend, wurde er Gymnasiallehrer, dann
Prediger in Hermannstadt, im September
1836 Pfarrer zu Gierelsau und am 26. April
18<U zu Großscheuern. Am 31. Mai 1869
wurde er zum Dechanten des Hermannsiadter
Capitels gewählt. Die oon ihm im Drucke
erschienenen Säniften sind: „Hiät.oi-i»,6 UNe-
lkriao NoniHnoluin tadulao L^DtUsUcas.
I?a,äoillulu6 I. 56riom?osta.ru,in Ii,om. cou-
tinsnL" (Nidwil 1834, 4".); — „Das Nefor-
matioüsfest der euangel, Landeskirche A. B.,
zum Gebrauche in den Christenlehren dear-
beiret" (Kronstadt l8ö8, I . Gott, 8".); —
„Das Pater Unser. Zum Gebrauche in den
Christenlehren bearbeitet" (Hermannstadt !8ül).
Steinhaussen. 8«.). Seine „Elegie auf den
Tod Weiland Sr. Majestät Franz' I." ist
der Trauerrede auf den Tod des Kaisers, von
Johann Georg Buchina, er (Hermannstadt
<83^, 4".) angehängt. I^Trausch (Joseph),
Schriftsteller-Lerikon u. s. w. , wie oben,
Bd. H l , S. 246 u. 24?.^ — 3. Johann
Georg Schull er, siehe: Schul ler, Io»
hann Karl ^S. l6o. im Tert?^. — 4. I . G.
Schul ler, war die Firnia eines berühm»
ten, seiner Zeit in Wien seiner Solidität
wessen hochgeachteten Bankhauses, dessen Chef
Johann Bapt. Freiherr von Puthon war,
das im Sommer 1865 seine Zahlungen ein-
stellte. Glücklicher Weise war das Unglück
des Bankhauses Schuller beinahe ohne alle
weitere Folgen für den österreichischen Han-
delssiand abgelaufen, auch weder die Bank
noch ein anderes Credit Institut in's Mitleid
gezogen worden, weil die Nationalbank, ge«
witzigt durch das Geymüller-Fallissement im
Jahre 1841 . seither nur solche Bankiers in
die Direction wählt, von denen es notorisch
bekannt ist. daß sie den Bankcredit nicht stark
in Anspruch nehmen wnden. — ä. Ma r t i n
Schul lec, lebte in der zweiten Hälfte des
18. Jahrhunderts und ist ein geborner Her»
mannstädter. Im Jahre 1760 bezog er die
Hochschule zu Tübingen, wo er die Magister,
würde der Philosophie erlangte. Im Drucke
gab er heraus: „DiZyuiZliio kekäollnca,: »n
^ÄasmouiLrauä cuN ücls st pistats Okri-
sträng, ooneillaii xogsit?" (ludiuFko 1763,
4<>.); — „ve Mraoulorum tüliriäti st ^xo-
5to!o -^um eviüsQtig." (iviü. 1764, 4<>.).
Neber seine sonstigen AebenSschictsale ist ni.chtS
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon