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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32
Page - 189 -
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Page - 189 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32

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Schulz Leopold Karl 189 Schulz Leopold Karl Schreibkasten des Großvaters, und wett» eiferte mit ihm an ausdauerndem Fleiße. Die ehemalige Stellung des Großvaters, dem er mit ganzer Seele anhing, al.S Professor, dann der fast tägliche Besuch von Professoren, namentlich des damaligen Professors der Geschichte an der hiesigen Hochschule, Wikosch, der sehr liebreich mit der Jugend umging, mögen wohl die ersten Anregungen gewesen sein, welche in dem Knaben den Wunsch erweckten, den Lehrstand als seinen künftigen Beruf zu erwählen. Im Jahre 18l4 starb der Großvater. Das Gymnasium beendete S. mit dem besten Erfolge. Zu seinen Hauslehrern wahrend dieser Zeit zählten der nachmalige Professor Dr. Ignaz Graßl und Joseph Bergmann. Mit allem Eifer lag Schulz schon damals den mathematischen Studien und deren Literatur ob, und schon damals stand sein Entschluß fest, sich zum Lehramte der Mathematik zu wenden. In der philo« sophischen Facultät hörte er die Vortrage über Mathematik und Astronomie von. den Professoren Ienko, v. 'Ett ings- hausen und I . I . v. L i t t row, ferner über Philosophie unter Professor Rem- bold. Er besuchte wahrend des damals dreijährigen philosophischen Cursus fast alle Vorlesungen an dieser Facultät. so- wie auch jene über Vernunftrecht und Statistik an der juridischen; außerdem praktische Geometrie, Mechanik und Baukunst am polytechnischen Institute. Dr. Exner ^Bd.iV, S.113) und I . G. Seid l zählten zu seinen Cöllegen und Freunden an der Hochschule. Mit allem Eifer widmete er sich fortan seinen mathe» malischen Studien, verwendete seine Er» sparnisse zur Anschaffung von darauf ein» schlägigen Büchern und correpetirte mit seinen Cöllegen in dieser Disciplin. Pro» feffor Ienko veranstaltete am 22. Juli 1823 eine feierliche Disputation, in wel- cher Schulz mehrere mathematische Thesen aufstellte und sie mit Meisterschaft vertheidigte. Neben diesen Studien trieb er mit Vorliebe jenes der Philosophie und Geschichte. Im Jänner 1823 erhielt S. ein mathematisches Stipendium und bei Gelegenheit der in Erledigung ge» kommenen Adjunctenstelle für Mathema- tik und Physik an der Hochschule wurde ihm — er zahlte erst 21 Jahre — die« selbe verliehen. Ferner, da seit dem Studienjahre 1823/24 die Studirenden der Philosophie wegen ihrer Ueberzahl in zwei Abtheilungen getheilt werden mußten, wurde Schulz im November 1824 gleichzeitig zum Supplenten für Mathematik und Physik in der zweiten Abtheilung ernannt. Er mußte sonach die genannten Fächer in der ihm zugewie« senen Abtheilung ganz selbstständig vor» tragen. Um sich die Mittel zum Ankaufe der kostspieligen, zu seinen Fachstudien erforderlichen mathematifch-physikalischen Werke zu verschaffen, ertheilte er über« dieß noch Privatunterricht. Erschöpft von der Tagesarbeit kam er Abends nach Hause und brachte einen Theil der Nächte mit Studien zu. Die unausbleibliche Folge solcher außerordentlichen Anstren» gung blieb nickt ohne Einfluß auf seinen nicht zu starken Körper. Im Jahre 1827 erledigten sich gleichzeitig die Lehrkanzeln der Mathematik an den Lyceen zu Salz« bürg und Laibach. Mit kais. Entschlie« ßung vom 13. Juni 1827 wurde das Lehramt der Mathematik zu Salzburg dem damaligen Assistenten am Wiener polytechnischen Institute, Adam Burg, jenes zu Zaibach Leopold von Schulz verliehen. Im Jahre 1828 kam er um die Bewilligung ein, neben seinen ordent» lichen Vorlesungen einen zweijährigen IehrcurS für höhere Mathematik und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Volume 32
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schrötter-Schwicker
Volume
32
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
406
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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