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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32
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Page - 202 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32

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Schulz Alois 202 Schulz Benedict - „Nechselräder-Indicator" (Bd. XVII, S. t05)- — „Ueber Erhaltung von Locomo- tivtires" (Bd. XXVII, S. 19t).'- Wappen. Ein in die Länge silbern und roth getheilter Schild, welcher mit zwei rothen Querbalken von abwechselnder Farbe belegt ist. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgekehrter goldgrkrönter Turnierhelm, aus dessen Krone drei Straußenfedern, eine silberne zwischen rothen, emporwallen. DieHelmdecken sind roth. mit Silber unterlegt. Noch sind bemerkenswert!): 1. Alois G.Schulz, ein Prospect« und Landschaftsmaler der Ge< genwart, der in Oel und Aquarellen arbeitet und über den alle Künstler-3eriken schweigen. Im Jahre 1844 trat er in der Iahres-Aus' stellung bei St. Anna zum ersten Male mit einem Oelbilde auf. das die „Innere Ansicht einer zerstörten Kathedrale in Schottland" darstellte. Demselben folgten im Jahre 1845.- „Abtei Melrose": —„Inneres einer Kirche in Northumberland", und in der April-Ausstel' lung 1835 des österreichischen Kunstoereins vier Aquarellen, darstellend.- „Aeußere Ansich« ten des alten Schlosses Rosenberg in Böh- men. Eigenthum des Grafen Bucquoy". Näheres über diesen Künstler ist mir nicht bekannt. ^Kataloge der Iahres-Ausstellun' gen in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien (8".) 1844. S. 11, Nr. 72; Z845. S. 1l, Nr. 91 u, 93. — Mo. natS-Verzeichnisse des österreichischen Kunstvereins. 1853. April. Nr. 69/72.) — 2. Andreas Schulz (geb. um das Jahr 1786. gest. im Jahre 1861). Bildete sich auf der Guitarre zu einem Virtuosen auS und machte mit seinen Söhnen, deren Einer, Eduard, das Piano, der Andere, Leon» hard, das Instrument des Vaters, die Gui. tarre, meisterhaft spielte, große Kunstreisen. Als er sich in Wien im Jahre 1324 mit sei. nen beiden Wunderkindern öffentlich in einem Concerte, jedoch ohne sonderlichen Erfolg, hören ließ. zählten die Knaben, der ältere eilf, der jüngere neun Jahre. Nach einem längeren Aufenthalte in England kehrte er nach Wien zurück, wo er nun seinen ständi. gen Aufenthalt nahm. Die in der berühmten Wasserheilanstalt Kreuzen an der Donau, welche schon seit 1846 besteht, befindliche „Schulzen-Quelle" Hai ihren Namen nach ihm erhalten, der einer der ersten Curgäste daselbst war, und mit seinem vollendeten Guitarrespiel wesentlich zu den Genüssen des damals noch wenig gekannten Curortes bei, trug. Gewiß ist es, daß er auch Mehreres für sein Instrument componirt und im Drucke hat erscheinen lassen. sThe ater-Zeitung. Herausg. von Adolph Bäuerle (Wien. gr. 4°.) 1824. Nr. 26, S. 103. — Herrn I . Wimmer'L handschriftliche Notizen. — Hanslick (Eduard), Geschichte der Concert« Wesens in Wien (Wien 1869. Braumüller, gr. 8°.) S.-237.) — 3. Anna Schulz (gest. zu Wien 28. März 1862). Die Gattin eines Handelmannes in der Wiener Iosephstadt, die sich durch ihr humanistisches langjähriges Wirken ein gesegnetes Andenken erworben hat. In der Vorstadt Iosephstadt gründete sie den Marien-Verein zur Heranbildung guter Haus. mägd?, ferner die erste unentgeltliche Arbeits» schule für arme Mädchen. Im Marien-Verein fanden dienstlose Mägde und unerfahrene Mädchen, die eben erst vom Lande in die Residenz kamen, um daselbst einen Dienst zu suchen, ein freundliches Asyl und die nöthige Ausbildung. Mit großen Opfern an Zeit und Geld hatte S. die Anstalt gegründet, viele Jahre hindurch persönlich geleitet und mehr als 9000 arme dienstlose Mägde wurden in dieser Zeit in dieselbe unentgeltlich auf- genommen, darin verpflegt, für ihren Beruf ausgebildet und in passende Dienstplätze unter» gebracht. In mehr als 20 Städten des In . und Auslandes wurde diese Anstalt und mit lohnendem Erfolge nachgeahmt. l^Christ, licher Hausschuh (Gmunden, 80.) 1862, Nr. 14.) — 4. Nenedict Schulz (geb. zu Weitra, einem Städtchen im Viertel ober dem Manhartsberge. im Jahre 1735. gest. zu Gratz 12. August 1797). Sein Vater, Stadtrichter in Weitra, sorgte für eine gute Erziehung seines Sohnes. In Wien beendete er die Humanitätsclassen und die philosophischen Studien. Für das Klosterleben sich entschei» dend. trat er in das Cistercienserstift Neuburg in Obersteiermark als Noviz ein. In dem» selben beendete er die theologischen Studien, wurde Priester und dann Curat zu Spital am Semmering. Von dort kam er in gleicher Eigenschaft nach St. Stephan im Iudenbur< ger Kreise, dann als Pfarrer nach Kapellen im Mürzthale. Von dort in sein Stift zurück« berufen, war er daselbst als Professor der Theologie und als Stiftssecretär so lange thätig, bis ihn seine Ordensbrüder zu ihrem Abte wählten. Durch 17 Jahre versah er diese Kirchenwürde, in welchen er die zerrütteten finanziellen Verhältnisse des Stiftes vollends ordnete und auch sonst noch Vieles zum Besten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Volume 32
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schrötter-Schwicker
Volume
32
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
406
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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