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Schuppawigh 217 SchuppaMgh
nicht weniger als fünfundzwanzig Stücke
vonBeeth oven inSchuppanzigh's
Productionen gespielt. I n den zwei
Cyklen S.'S vom Jahrel824 stellt sich
das Verhältniß der Componisten so her«
aus, daß Mozart mit acht, Haydn
mit zehn und Beethoven gleichfalls
mit zehn Quartetten vertreten ist, eine
Proportion, über welche man. wieHans»
lick schreibt, mit Berücksichtigung der
damaligen Zeit nur staunen kann. Diese
Quartett-Soireen setzte S. bis an seinen
Tod fort. Im schon genannten Jahre
4824 erhielt S. das Anstellungsdecret in
der k. k. Hofcapelle und vier Jahre spä-
ter, wahrend Graf Gal lenberg die
Direction der Hofoper leitete, übernahm
S. die Stelle des Mufikdirectors ' im
Hof'Operntheater, als welcher er. leider
zu kurze Zeit, eine solche Thätigkeit ent.
wickelte, daß die Tüchtigkeit dieses über«
Haupt gut geschulten Orchesters doch erst
unter seiner Oberleitung zur verdienten
Geltung gelangte. Aber bald ward sei«
nem Leben die Grenze gesetzt. An einer
Samstagtafel des bekannten Kunstfreun«
des Dr. v. Vivenot. mitten unter den
Genüssen eines heiteren, von Kunstgesprä«
chen gewürzten Mahles, traf ihn, als er
eben eine Tasse Kaffee an den Mund
setzte, der Schleimschlag, dem er am
Morgen des dritten Tages unter schwe»
rem Todeskampfe erlag. S. war erst
34 Jahre alt geworden. Wie wir aus
Gerber erfahren, war S. auch Compo»
nist. jedoch von seinen Compositionen ist
nur eine: ^ ^ ^ ^aT-l'aiz'ons ^on?' Z ^«'o-
(Wien 1799, Artaria) im
Stiche erschienen. Was sein Violinspiel
anbelangt, so war nicht das Solospiel
seine Starke; im Vortrage von Bravour»
stücken machte ihm seine Korpulenz leichte
Behändigkeit etwas mühsam und seine kurzen dicken Finger befanden sich sehr
unbequem in der Applicatur, doch liebte
er es in jüngeren Jahren gern. als Solist
aufzutreten, ohne jedoch besondere Erfolge
zu erringen; als Orchesterdirector — an-
fänglich in den Augarten-Concerten, spä>
ter im Hof.Opemtheater — entwickelte
er Feuer und Energie, und hatte
sich
das
Orchester dieses Theaters, das immer zu
den bedeutendsten der Residenz zahlte,
unter ihm
sichtlich gehoben. Wo er aber
eigentlich Großes leistete, war das Quar.
tettspiel, da war er Meister, dem Nie«
mand die Palme streitig machen konnte.
Wenn er sein intimes Verhältniß zu
Beethoven, den er wohl wie kaum
ein Anderer seiner Zeit verstand und inne
hatte, gern in den Vordergrund stellte
und damit zu renommiren liebte, so muß
dergleichen der Künstlereitelkeit zu Gute
gehalten werden, was um so leichter ge<
schehen kann. wenn dazu in der Tüchtig'
keit des Betreffenden einige Berechtigung
liegt. Schupvanzigh war mit der
Schwester der nachmals als Bravour«
Sängerin berühmt gewordenen Kil»
litschky, später Schulz.Killitschky
ss. d. S. 131) verheirathet.
Meyer (I.), Das große Conoersations'Lerikon
für die gebildeten Stände (Hildburghausen,
Bibliogr. Institut, gr. 8".) Zweite Abtheilg.
Bd. VI I I , S. 9v. — Gerber (Ernst Iudw.).
Neues historisch'biographisches Lerikon der
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Bd. IV , Sp. 560. — Oesterreichische
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S. 607. — NeueS Univ ecsal'Lexi kon
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schichte des Concertwesens (Wien 1869. Brau.
müller. gr. 8°.) S. 70 u. f., S. 229 u. f. —
Porträt. Mir ist nur eine in Farben ausge»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon