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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32
Page - 245 -
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Page - 245 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32

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Schufter) Ignaz 248 Schufte^ Ignaz jener deS Musicus, w's Augo zu fassen, worauf er sich selbst nicht wenig zugute that. So legte er selbst auf seine Eigen« schaft als k. k. Hofcavellensänger, welche Stelle er seit 1806 versah, nicht geringes Gewicht und stellte sie jener des Schau« spielers immer voran; auch wirkte er seit 1807 als Bassist an der Metropoli« tankirche zu St. Stephan, dann war er seit 1824 Mitglied der musikalischen Witwen- und Waisen-Gesellschaft, Aka« demie.Inspector. Assessor und Rechnungs« revisor derselben. Als Hofcapellensänger hatte er auch nächsten Anspruch auf eine Hofbedienstung, um die er sich Jahre lange vergeblich bewarb, er suchte nam» lich die Stelle eines Hof-Thürhüters zu erhalten; aber der Kaiser Franz, so wohl er. dem Künstler wollte, mochte ihn nicht auf der Bühne entbehren, be« schied wiederholte Bitten immer abschla- gig, und erst unter seinem Nachfolger, dem Kaiser Ferdinand, sollte er die Gewährung seiner Bitte erleben, freilich auch nur erleben, denn, als er das Anstellungsdecret erhielt, befand sich eben der Priester bei dem Sterbenden, der ihm die letzte Oelung gereicht hatte. DaS Schreiben deS Obersthofmeister- amtes an sein Herz pressend, war er verschieden. Als Musicus entwickelte S. eine immerhin beachtenswerthe Thä« tigkeit. Daß er gründlichen musikali« schen Unterricht unter Leitung eines Eybler genoffen, wurde in der Lebens« skizze schon erwähnt. Ziemlich frühzeitig versuchte sich S. in der Komposition und sein erster Versuch in dieser Richtung datirt aus dem Jahre 1804, in welchem er die Musik zu dem Stücke: „Baron Barfuß" schrieb. Nun folgten die Com« Positionen zu nachstehenden Stücken, 1805: „Der Alte am Kahlenberge"; — 1806: „ES ist Friede, oder die Zurück« kunft deS Fürsten": — „Othello, der Mohr in Wien"; — „Werther's 3ei- den"; — 4807: „Der traveflirte Harn« let"; — 1808: „Romeo und Julie". Parodie; — 1810: „Der Palast der Wahrheit"; — 1811: „Der Zauber« spiegel"; — „Der Winkelschreiber"; — 1812: „Cora, die Sonnenjungfrau"; — „Der travestirte Baum der Diana"; — 1813: „Johannes im Parisergafferl"; — „Der travestirte Fridolin"; — 1814: ,Die verkehrte Welt"; — 1817: „Die Schwabenwanderung"; — 1818: „Die falsche Primadonna"; — 1821: „Die drei Abenteurer"; — 1823: „Die Stim- men dem Natur"; — 1823: „Jupiter in Wien" , dessen Libretto auch von Schuster bearbeitet und welches bei Diabe l l i in Wien im Stiche erschienen ist; — „Die Affenkomödie"; — „Der Mädchenraub. Quodlibet"; — „Nina, Nanni, Nannerl und Nanette"; — „Der blonde Ritter"; — „Die natürliche Zau> berei", die letzten fünf sämmtlich bei Hasl inger in Wien im Stiche erschie« nen. Beliebte Nummern, besonders aus den letzten Kompositionen, findet man in der bei Steiner u. Comp. erschiene« nen Sammlung komischer Gesänge. Noch sind im Drucke erschienen: „Nrei Neber tiir eine Singgtimmr". In seinem Nachlasse fand man mehrere drei« und Vierstim« mige Gesänge, komische Canons u. dgl. m.; " von kirchlichen Kompositionen eine 1817 componirte große Meffe, welche noch im nämlichen Jahre am Pfmgstfejrc in der Schottönkirche, im Jahre 1818 bei dem St. Johann von Nepomukfeste an der Donau beim Schanzt in Wien, und dann noch zweimal in Prag mit besonde» rem Aufwande aufgeführt wurde. S ch u« ster's äußere Erscheinung war nichts weniger als vortheilhaft — für Lieb« haberrollen wäre er nicht am Platze ge
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Volume 32
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schrötter-Schwicker
Volume
32
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
406
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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