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Schuster, Ignaz 246 Schuster, Ignaz
wesen — aber übertrieben ist eS, wie er
von Einzelnen geschildert wird, die ihn
zum zweiten Aesop machen. Was ihm
aber in der körperlichen Form versagt
war. ward im Ausdrucke der Miene reich«
lick ersetzt. Die durchwegs edlen Gesichts'
züge. das sprechende, feurige Auge. die
gan;e Bildung des Kopfes. Alles zusam«
men fesselte und in der weiblichen Ver>
kleidung als falsche Caia lan i vergaß
man die Incorrectheit, welche ihm die
Natur äußerlich anoctroyirt hatte. Sein
Tod wurde allgemein betrauert. Er war
als Witwer gestorben, denn seine Frau
Rosine geborne Weiß, vormals Mit-
glied deS Theaters an der Wien, war
ihm schon viele Jahre früher (2?. Juli
H817) im Tode vorausgegangen. Seiner
Bestattung wohnten Tausende und Tau- ^
sende bei. Die Inschrift auf seinem Grab« i
steine lautet einfach, aber treffend: „Hier
liegt Ignaz Schuster, der Komiker,
der Tausende von Menschen durch mehr
als dreißig Jahre erheiterte und nur ein»
mal sie betrübt hat, als er starb, am
6. November 1833". Wenn Herausgeber
nicht irrt. ist diese Inschrift von Adolph
Bäuerle verfaßt.
Allgemein e Famil ieN'Zeitung. Chronik
der Gegenwart (Stuttgart, Herm. Zchönlein,
Fol) IV. Jahrg. (<872). Nr 18, S. 352:
„Die Wiener Volksbühne", von Friedrich
Arm ann sdas hier, S. 354. in drr sonst
tresslichen Skizze über Schuster Gesagte ist
im Vergleiche zu den Schilderungen der ande»
ren Bühnenkünstler doch etwas zu dürftig).
— Allgemeine Theater.Zeitung. Her»
ausgegeben von Ad. Bäuerle (Wien, 4°.)
Jahrg. 1823, Nr. 13ft. S. 548: „Schuster's
Charakteristik", von M. G. Saphir ; —
dieselbe 1829, Nr. 73: „Ueber die Figur des
Staberl"; — dieselbe 1835. Nr. 201. S. 804;
Nr. 207, S. 826.- „Schuster's Abschied von
der Bühne",- — Nr. 223. S. 889: „Ignaz
Schuster ist nicht mehr". — Al l gern ei«
nes Theater. Ier ikon u. s. w. Herausg.
von R. Blum, K. Herloßsohn, H. Narg«
graff u. A. (Altenburg und Leipzig o. I,, kl. 8<>.) Neue Ausg.. Bd. VI, S. 309. Nr. 2
l^ nack diesem geboren 1770^.— Coulissen-
Geschichten aus der Künstlerwelt. Vom
Verfasser der „Dunklen Geschichten aus Oester.
reich" und der „Hof« und Adelsgeschichten"
(Wien l869. Waldheim, gr. 8«.) S. 8 l :
„Der Paravluemacher Stabei'l"; S. 168.»
„Ignaz Schuster und seine „schlimmen Bu-
den" in Larenburg" ^in Plagiat aus
Bäuerle's „Memoiren", vorher unwesentlich
verändert abgedruckt in der Bä u e rle'schen
„Theater-Zeitung" 1857, Probeblatt. S. 3.-
«Ignaz Schuster, ein Lieblingsschauspieler des
Kaisers Franz", und im Omnibus, Bei,
läge zu den Bcünner „Neuigkeiten" 1857,
Nr. 2 u. 3). — Feierstunden. 'Herausg.
,uon Ebers berg (Wien, 8",) i834. Nr. l39:
„Der Volkskomiker Ignaz Schuster in Wien",
von A. Si los. — Gaßner (F. S. Di-.),
Universal-Lerikon der Tonkunst. Neue Hand-
ausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849,
Frz. Köhler. Ler. 8") S. 766 ^nach diesem
geb. am 2l>. Juli 1770^. — (Hormayr's)
Archiv für Geschichte,. Statistik. Literatur
und Kunst (Wien. 4<>.) 1821. Nr. 111. —
Meyer (I.). Das große Conversations<3eri.
kon für die gebildeten Stände (Hildburghausen,
Bibliogr. Institut, gr. 8«.) Zweite Aotheilg.
Bd. VII I , S. 109, Nr. 6 ^auch nach diesem
geb. 1770). — Monatschrift für Theater
und Musik. Herausgeber: Joseph Klemm
(rsete Fürst Czartoryski) (Wien, 40.)
I I I . Jahrg. (1857), S. 403 snach dieser geb.
am 20. Juli !7?9). — Neue freie Presse
(Wiener politische Blatt) 1867. Nr. 4022.
im Feuilleton: „Briefe eines alten Wieners
an eine Freundin", von E. Bauernfeld.
— Neues Universal-Lerikon der Ton-
kunst. Angefangen von Dr. Iul. Schlade»
bach, fortgesetzt von Ed. Bernsdorf (Dresden
1857, Rob, Schäfer, gr. 8°.) Bd. I I I , S. 538
^auch nach dieseni geb. im Jahre 1770^. —
Oesterreichische National» Encyklo»
pädie von Gräffer und Czikann (Wien
1837, 8«.) Bd. IV, S. 6tts ^nach dieser auch
geb. 20. Juli 1770). — O esterr ei
ch i sch er
Bürgerkalender (Wien, so.) Jahrg. 1846,
S.2l6. — OesterreichischerZuschauer,
herausg. von I . S. Ebers berg (Wien,
gr. 80.) 1835, Bd. I, S. 1t7: „Ignaz Schu.
ster zum letzten Male auf der Leopoldstädter
Bühne"; — derselbe 1837, Bd. I I I , 19. Juli
sonach diesem geboren am 2t). Juli 177tH. —
Realis, Curiositäten. und Memorabilien»
Lexikon von Wien. Herausg. von Ant. Köh<
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon