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Schukcr, Friedrich- 288 Schufte^ Joseph
1838 und 1859" (Nien 1860, Manz. 8".). —
S. Friedrich Schuster (geb. zu Rothber,
in Siebenbürgen 4. Mai 1817). ein Sohl
des Pfarrers zu Nothberg Johann Pete
Sch. (geb, zu Hermannstadt 27. April 1?75
grst. 21. Februar 1829), der in den Jahren
1798 u. f. seine Studien an der Ienense^
Hochschule beendet, nach seiner Rückkehr in's
Vaterland mehrere Jahre das Conrector«
dann das Predigeramt in Hermannstadt be>
kleidet hat und 1310 Pfarrer in Rothberg
geworden ist, wo er durch 19 Jahre bis an
seinen Tod gewirkt. Außer einer Leichenrede
auf Justine Charlotte von Hut tern (1808)
veröffentlichte er die Schrift.- „Ds ooNiLic
bU2 oNolorum sxpioäsuäiä" (Oibiuii, 1803).
— Sein Sohn. gleichfalls Friedrich, begab
sich nach zu Hermannstadi beendeten Vorbe«
reitungsstudien 1836 nach Berlin, wo er die
Hochschule bis 1838 besuchte. In's Vaterland
zurückgekehrt, wurde er Lehrer an den unterm
Classen des Hermannstädier evangel. Gymna
siums, dünn an der Realschule daselbst und
Ende November 1834 Pfarrer zu Holzmengen.
Schon unter seinem Vorgänger, dem Pfarrer
Karl Herbert, waren Spaltungen in der
Gemeinde ausgebrochen, welche auszugleichen
wedcr seinen Bemühungen, noch jenen des
Superintendenten und Oberconsistoriunis ge»
lingen wollte. So geschah es denn, daß im
August 1856 an dreizehn. Gemeindefcnnilien
zur katholischen Religion übertraten und von
Bischof Haynald in Holzmengen feierlich
in die katholische Kirchengemeinde aufgenom-
men wurden, worauf im folgenden Jahre die
convrrtirte Gemeinde von Kaiser Feroi»
nand il)U0 si. und von der verwitweten Kai.
serin Karo l ina Augusta mit 2000 si. be«
schenkt wuroe. Friedrich S 6) uste r wurde
im Jahre 1863 Pfarrer in Burgberg. Im
Drucke ist von ihm erschienen: „Das Wech-
selrecht, die Handelswissenschaft und die Theo-
rie der Buchhaltung" (Hermannstadt 1334.
Drotleff, 8«.). l^ T rausch (Joseph), Schrift.
steller»3rrikon. oder biographisch-liternrische
Denk-Blätter der Siebenbürger Deutschen
(Kronstadt 187l, Job. Gott, 8".) Vd. I I I ,
S. 268 u. 272.) — 6. Friedrich Traugott
Schuster (geb. zu Nordisch in Siebenbür«
gen 10. August 1824), ein Sohn des Capi»
tel-Dechants von Schelk, Traugot t Sch.;
er besuchte, nachdem er die Vorbereitungs»
studien in seiner Heimat beendet, in den Jah-
ren 1842—1843 die Hochschulen zu Leipzig,
Berlin (i842) und Tübingen (1843) und trat nach seiner Rückkehr in's Vaterland das Lehr«
amt der lateinischen, griechischen und deut-
schen Sprache cim Gymnasium zu Mediasch
an. Im Jahre 1859 zum Stadtprediger da»
selbst berufen, wirkte er als solcher bis zu
seiner im November 1869 erfolgten Wahl zum
Conrector in Mediasch, welche Stelle er noch
gegenwärtig bekleidet. Im Jahre 1863 gab er
über Auftrag des Haupworstandes der Gustav
Adolph-Stiftung bei S. Fi l tsch in Her-
mannstadt den „Vierten Jahresbericht des
evangel. Hauptvereins der Gustav Adolpb-
Stiftung für Siebenbürgen vom I . 1864/65"
heraus; auch verdankt man ihm rine interes»
sante und umfassende Abhandlung „über das
deutsche Kirchenlied in Siebenbürgen", welche
in den Programmen des Mediascher evangel.
Gymnasiums der Jahre 1856/5? und i §37/58
abgedruckt ist. — 7. Gustav Adolph Schu«
ster, ein Zeichner, der in den Jahren 1838
bis 1837, zuerst in den Iahres-Ausstellungen
bei St. Anna. dann aber, 1836 und 1357,
in denMonats« Ausstellungen des österrei«
chischen Kunstvereins verschiedene Federzeich,
nungen. als z. B. Landschaften, Genrebilder.
Thierstücke u. s. w. ausgestellt hat; so in den
ersteren bei St. Anna im Jahre 1838.- „Ein
Löwenkopf"; — 1839: „Der blinde Bettler";
— „Der todte Hirsch"; — „.Hunde, aus dem
Wasser gehend"; — 1840: „Ein Kettenhund";
— „Boulogne 1303"; — 1841.- „Schisszua-
pferd"; — 1842: „Ein von Wölfen angefal»
lener Hirsch"; — in den MunatS-Ausstellun«
gen des österreichischen Kunstvcreins, 1856,
im April: „Landschaft" (120 st.); — im Juni:
„Verendeter Hirsch" (120 fl.); — im Juli:
„Baumstudie" (80 fl ); — 1857, im Februar:
„Parkparihie" (100 st,). Es waren durchaus
Federzeichnungen, aber künstlerisch durchg?»
führt und von vollendeter Technik. sKata-
loge der Iahres.Ausstellungen in der k. k.
Akademie der bildenden Künste bei 2t. Anna
in Wien, 1838, 1839, 1840, 1841, 1842. —
Monats - Verzeich nisse des österreichi-
schen Kunstuereinö (Wien, 8».) 1836. April.
Juni, Juli; 185?. Februar.) — 8. Johann
Peter, siehe obcn: Friedrich Schuster
s^ Nr. 5. im Texte). — 9. Joseph Schuster,
ein mathematischer Schriftsteller, der in den
ersten zwei Iahrzehnden des laufenden Iahr°
Hunderts mehrere in sein Fach einschlagende
Werke in Salzburg bei Duyle hat erschei»
nen lassen. Einige seiner Schriften erschienen
auch in München. Die Titel seiner Werke
sind: „Das Marianische Problem, erweitert
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon