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Schwab 263 Schwab
bildete er sich unter des berühmten
Wi l le Leitung und französirte seinen
bisherigen Namen Johann Caspar
in Jean Gaspard. und da er sich
öfter nur der Anfangbuchstaben bediente,
so geschah es, daß das I . G. und spätere
I . C. Veranlassung wurde zur Annahme
zweier verschiedenen Personen. Seit 1763
lebte S. in Paris und vollendete mehrere
schöne Blätter, in welchen er sich als
tüchtiger Schüler seines berühmten Mei-
sters kundgibt. Sein Todesjahr ist nicht
bekannt; wie Nagler auSspricht, war er
im Jahre 4810 noch am Leben. Von
feinen Blättern sind bekannt: „UniZrr
Joseph l l . " , nach I . H. (Fol.); —
gFranz Nu d a 5 t> y", nach E. Hochhau»
fer, Hüftbild (Fol.); — „Narriss, sich in
tzrr «Qinlle besehmb nn5 ulln Mädchen de-
tauscht", nach Johann Spilenber»
ger (Wien, Artaria. Fol.), davon auch
Abdrücke vorder Adresse; — ,,^s mo«>
^ ci'al'^a^s", nach Eleazar S ch en a u
^Fol.), davon Eremplare mit lateinischem,
andere mit französischem Titel; — „ ^
l's", nach Eleazar Sch enau
Gruppe von drei Figuren, dabei ein
Bauer, welcher die Laute spielt, nach
David Teniers (Fol.), für das Liech.
tenstein'sche Galleriewerk gestochen; —
„Nrei trinkende nnd rauchende Nanern bei einem
FllZze, neben ihnen ein Meib mit einem Urnge",
nach Innocenzo Monti da Imola,
in van Haeften's Manier für das
3iechtenstein'sche Galleriewerk gesto«
chen, Seitenstück zu dem vorigen; —
5^'aFL«5 i?-omF6?i?-«, nach F. E isen
(Fol.); — „sullq, der die GeZchichte Min-
rich'Z IV. schreibt", nach PH. Caresme
(Fol.); — „Nie ländliche Gisch'geIellschllkt",
nach Franz Krause (Fol.); — „Wilhelm
Gell, ullm Rupie Stines SlltzneZ den H M ab-
Schienend", nach Zucchi (gr. Qu.-Fol.). Mehrere der vorgenannten Blätter hat
S. in Wien gestochen.
Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Kunst.
ler<Lerikon (München 1839, Fleischmann. 8c>.)
Bd. XVI, S. 92.
Noch find bemerkenswerth: 1. Ehristian
Joachim M. Schwab (geb. zu Leutschau
in der Zips 8. December 1672, gest. ebenda
2. December 1722). Der Sohn eines ange«
sehenen und wohlhabenden Kaufmanns, der
dem Wunsche des Vntcrs. welcher ihn für
den Soldatenstano bestimmt, zuwider die
wissenschaftliche Laufbahn einschlug, die Arz>
neiwissenschaft studirte und zu Lryden das
Doctor-Diplom erlangte. Im Jahre 1700
kehrte er in seine Vaterstadt Zeutschau eben
zu der Zeit Zurück, als daselbst die Pest wü«
thete; er wurde nun Stadiphysicus und dann
Phyficus des Zipser Comitates. S. zählte
zu den ausgezeichnetesten Aerzten seiner Zeit,
der, wie unsere Quelle meldet, „großen Ruf
vorzüglich als Gelehrter im Auslande sich
erworben, wie der Inhalt der vielartigen
Schriften, die ihn zum Verfasser haben, beur-
kundet". Ich habe nach diesen Schriften ver-
gebens gesucht. l^Melzer (Jacob), Biogra»
phien berühmter Zipser (Kaschau und Leip»
zig 1833. 8v.) S. 118.) — 2. Löw Schwab
(gest. zu Pesth am 3. April 1837). Es war
in den Dreißiger-Jahren, in der ersten Fort.
schriitspenode des österreichischen Iudenthums,
als Lüw Schwab, ein Mann mit einem
für alles Schöne und Gute glühenden Her-
zen. alS Rabbiner zu Proßnitz in Mähren
funssirte. Proßnitz. uon den Israeliten das
„mährische Athen" genannt, hörte zuerst
aus Schw ab's Munde daS Bibelwort im
regelrechten deutschen Vortrage, und
so war er der Erste, dem das Vetdienst zu-
erkannt werden muß, dem d e.u t sch e n W orte
den Weg zur Kanzel in den jüdischen Ge<
meinden gebahnt zu haben. Sein Vortrag
im Tempel wird von Allen, die ihn gehört,
als meisterhaft gerühmt und Schwab zu
den bedeutendsten Homileten seiner Zeit ge»
zählt. Bald drang sein Rednerruf hinaus über
die Grenzen des mährischen Städtchens,
wohin mancher Israelir pilgerte, um den be»
rühmten Rabbiner predigen zu hören. Schon
nach wenigen Jahren hatte S. den Ruf als
Rabbiner nach Pesth erhalten, welchem er
auch folgte. Dort war es, wo er, wie sein
Nekrolog meldet, „mit der Macht seines Wis.
sens, vereint mit der Kraft seines rastlosen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon