Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32
Page - 267 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 267 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32

Image of the Page - 267 -

Image of the Page - 267 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32

Text of the Page - 267 -

Schrvade 267 Schwabe während der reichsräthlichen VerHand lungen darüber in den Jahren 1861 und 1862 geschrieben. Im Jahre 1867. zur Zeit der Verhandlungen über den finan> ziellen Ausgleich mit Ungarn, war S. an denselben wesentlich betheiligt, vornehm lich dadurch, daß er, damals mit dem Referate über das Creditwesen betraut, das ganze große Ziffernmateriale beav beitete, auf dessen Grundlage das Ab> kommen mit Ungarn bezüglich der Bei- tragszahlungen zur Staatsschuld abge> schlössen worden ist. S. wurde damals in Würdigung seiner angestrengten Dienste und Verdienste um das Zustandekommen des finanziellen Ausgleichs mit ah. Ent< schließung Ääo. Ofen 3. April 1868 mit dem Orden der eisernen Krone 3. Classe ausgezeichnet, welchem noch im nämlichen -Jahre statutengemäß die Erhebung in den erbländischen Ritterstand folgte. Auch erhielt er bald darauf Titel und Charakter eines Sectionsrathes. I m April 1870 gelangte er eben auf den Posten, wozu ihn jahrelange Studien ganz besonders befähigten, er kam näm lich zur Direc^ion der österreichischen Staatsschuld. Im Jahre 1873 nahm er als landesfürstlicher Commissär der öster» reichischen Bankgesellschaft und durch seine Beziehungen zur Bodencreditanstalt bis zur Ernennung M oser's zum Gouver» neur dieses Instituts keinen geringen Einfluß auf die Creditverhälrnifse Oester» reichs. Er bekleidete diese Stelle auch dann, als er im December 1873 in die Central'Leitung der Vorschußcafsen be» rufen wurde. Nach seiner bald darauf erfolgten Ernennung zum Ministerialrathe im Finanzministerium wurde er mit dem Referate über die Staatsschuld und die Grundentlastungsfonds betraut und be> kleidete auch die Function eines landes» fürstlichen Commissars bei der Bank. S. war einer der tüchtigsten Beamten, und wer mit ihm verkehrte, rühmte seine ebenso unparteiische und selbstlose, als wohlwollende und einsichtige Auffassung der Verhältnisse. Immer von schwach» licher Gesundheit, rieb er sich in seinem ungemeffenen Diensteifer körperlich früh« zeitig auf, und auch er starb im Dienste des Staates, in welchem er verlernt hatte, für seine geschwächte Gesundheit Rücksicht zu haben. S. wurde in Pen> zing begraben. Ueber seinen Familien» stand vergleiche die Quellen. Rit ters tands-Dip lom ääo. 10. Juni 1868. — Pester L loyd (polit. Blatt. Fol.) 1860, Nr. 105, in der Rubrik: „Literarisches". — Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt) Nr. 3986 vom 29. September 1873.- „Hofrath Schwabe". — Zarncke (Friedrich), Iitera» risches Centralblatt für Deutschland (Leipzig, Avenarius, 4°.) Jahrg. 1366. Sp. 649. 1. Des (1573 verstorbenen) Ministerial- rathes Kar l Ritter Schwabe uon Wai» sen freund Großvater Johann Baptist Schwabe (geb. 1749, gest. zu Wien am 1. März 1829) war Hof» und Gerichts-, dann Hofkriegs-Advocat in Wien und als Fach« schriftsteller thätig. Als die Gerichtsordnung vom 1. Mai 1781 erschien, schrieb er zur Erleichterung der Einführung derselben bei den Justizbehörden, wie zur Beförderung der richtigen Anwendung dieses Gesetzes, sowohl von Seite des Gerichts-Personals als der Advocaten. das Werk: „Gerichtlich-praktische Rechtsgelehrsamkeit nebst einer Rede über die Gebrechen des Studiums beim Provinzial» rechte in Deutschland". 2 Bde. (Wien 1786 u. 1787, Ign. Grund. 8«); früher aber noch hatte er einen „Versuch über die ersten Grund» linien des österreichischen Landadelrechts u. s. w." (ebd. 1782, M. A. Schmidt, 8«,) her- ausgegeben. Neberdieß hatte er über die Ge- richtsordnung mehrere Jahre hindurch unent, geltlich öffentliche Vorträge gehalten. Er starb im hohen Alter von 80 Jahren. — 2. Sein Sohn Vincenz (geb. 2. Mai 1783. gest. 1. December 1847) diente zur Zeit, als Wien in den Jahren 1797 und 1800 feindlicher Seits bedroht war. im akademischen Corps und erhielt dafür die silberne Aufgedots-Me- daille; dann trat er im Jahre 1803 in den
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Volume 32
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schrötter-Schwicker
Volume
32
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
406
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich