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Schwabe 268 Schwabenau
Sta-nsnensi, und zwar als Praktikant bei
dem hofkriegsräthl'chen Auditoriate. Zur Zeit
drr nach dem Proßburger Frieden, 26. Te«
ccmder 1803, vorgenommenen Neduction der
Armee trat er zur Hofkammer über und rückte
in seinen Rangstufen bis 6. März 1841 zum
wirklichen Hofrathe vor. Während seiner
Tienstzcit bearbeitete er ein Pcnsionsnormale
für die Civil-Siaaiödiener, irreligiösen, das
Militär und die Marine in den mit 5814 uon
Oesterreich nru^ und wiedererworbrnen italie»
nischen Provinzen, welche nie zum Drucke
gelangte Arbeit in dcr Registratur des auf»
gehobenen Ctaat5ratbes aufbewahrt wurde;
dieser Arbeit folgte eine zweite, im Drucke
erschienene, betitelt: „Das allgemeine öster-
reichische Civil'Pensions- und Provistons-
Svstem" (Wicn li>44, StaatLdruckcrci. 8".),
wovcn Dr. G. Bolza eine italienische Ueber«
srtzung unter d. Tit.: „Xoi-niaU ÄULtriHslio
3uU« ^en^iaui c z>i'ov^3io:n com^Ltenti agU
iluxiegÄti, n.IIs loi-a veäavs ecl ai 63U
Lui.ei-Liil^' (2Iilauo i84ö, 5^».) veröffentlicht
hat; ferner war S. einer der Haupturheber
und Gründer des im Jahre 1323 m's Leben
gerufenen und noch Zur Stunde blühenden
Wiener Witwen- und Waisen.Institutes. Für
diese seine Verdienste wurde er mit Diplom
ääo. 24. Juli 1846 in den erbländischen Adel
mit dem Prädicate Waisenfreund und
dem Ehrenworte Edler uon erhoben. Hof-
rath Vincenz war zweimal vermalt, in
erster Ehe mit Karo l ine von Schloiß.
niga (geb. 28. Februar 18U2. gest. 8. März
1833), in zweiter Ehe mit V et ti Bernard
aus Bayern. Aus dieser Ehe stammt Kar l
Ritter Schwabe von Wai sen freund.
dessen Lebensskizze S. 266 mitgetheilt wurde.
Minisierialrath Karl Ritter Schwabe von
Waisenfreund war (seit 25. Nov. 1850)
vermalt mit Mar ie Neumann (geb. am
12. November 1826), aus welcher Ehe vier
Kinder stammen: Rudolph (geb. 9. Octo<
ber 1831), Karol ine (geb. 7. September
1833). Elisabeth und Marie (beide geb.
2. August 1829).
Wappen. Ein in die Länge und halb quer
getheilter Schild. Im rechten blauen Felde
nächst dem Hauptrande ein goldstrahlendes
Auge Gottes und darunter drei knieende
nackte, um die Lenden mit einem weißen
Schurze versehene Kinder, eins über zweien,
das obere vorwärts gekehrt und in einem mit
beiden Händen vor sich gehaltenen offenen
Buche lesend, die unteren gegengekehrt und mit Zum Beten gefalteten Händen. aufwärts
blickend. Links im oberen silbernen Felde drei
auffliegende (2 über 1) natürliche Bienen;
und im unteren rothen Felde eine natürliche
Eule. stehend auf einem querliegenden Buche
mit schwarzem Einband und goldenem
Schnitte. Auf dem Schilde ruhen zwei zu
einander gekehrte gekrönte Turnierhelme. Die
Krone eines jeden trägt einen offenen Adler»
fiug, jener zur Rechten ist von Gold über
Blciu. links abgewechselt quergetheilt und
durch zwei in einander gelegte rechte Hände
verbunden; jener zur Linken ist rechts von
Silber über Roth, linkS abgewechselt quer-
getheilt und schließt einen pfahlweise einge.
stellten zweiarmigen silbernen Anker mit
Querholz und Ring ein. Die Helmdecken
des rechten Helms sind blau mit Gold, links
roth mit Silber unterlegt.
SchlvllbenllU, Julius Urban Ritter
von (Geschichtsforscher, geb. zu
Brunn am 46. Februar 1808, gest. am
20. März 1334). Aus einer mährischen
Adelsfamilie. Schon sein Bruder Jo-
hann Fr i edr ich Anton hatte.fich der
historischen Forschung zugewendet und
durch seine imHes Perus 1819, Heft 1
bis 12, abgedruckte Abhandlung: „Die.
ältesten bekannten Slaven und ihre
Wohnsitze", ziemliche Vertrautheit mit
den alten Geschichtsquellen bewährt.
Auch Ju l ius Nrban gewann große
Vorliebe für historische Forschung, in
welcher ihn der edle, um Mährens Topo»
gcaphie, Kirchen» und Culturgeschichte so
hochverdiente WolnF- nach Kräften för-
derte und leitete und Dobrotvsky's
ermunterndes Wort nur noch mehr an-
eiferte. Obgleich von Jugend an leidend,
blieb doch seine geistige Kraft ungebro«
chen und erhielt neue Spannkraft, als er
zum erzbischöflichen Archivar in Kremfier
ernannt worden war, aus welcher Wirk-
samkeit, in der er bei längerem Leiden
Ersprießliches hätte leisten können, ihn
ein rascher Tod im Alter von erst 26 Iah«
ren hinraffte. I n der „Zeitschrift deS böh.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon