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Schwartner 286 Schwar^Eduard
höchst schätzbare, mit großer Gewissen,
haftigkeit ausgeführte Arbeit, welche, als
sie — unter den damaligen Censurver«
hältniffen — das Imprimatur erhielt,
durch den vielleicht in der Periode der
Censur nur dieses eine Mal vorkommen«
der Beisatz: „oum LinAulari c0rQpi2.06Q-
tia i-VFia" ausgezeichnet wurde. Zu
Frankfurt a. M. erschien in den Jahren
4813—5816 eine französische Ueber-
setzung, sie ist nach der zweiten Auflage
von N. Wacken ausgeführt. Schwart-
ner's letzte durch den Druck veröffent«
lichte Arbeit ist betitelt: „ I s FsnNs^s
F6)-HtnFa?-2'am 9«onHam oövlVs" (Pesth
1813). Diese nicht eben große Zahl von
S.'s Schriften wird durch die Gediegen-
heit derselben, durch die schöne Schreib«
art und die charaktervolle Gesinnung,
die daraus spricht, aufgewogen. I n Wür»
digung seiner Verdienste wurde er von
Kaiser Franz im Jahre 1808 in den
ungarischen Adelstand-erhoben und später
durch das Ehrengeschenk einer goldenen
Dose von Seite des Kaisers ausgezeich«
net. Da S. unverheirathet geblieben,
verfügte er sein nicht unbedeutendes Ver»
mögen zu wissenschaftlichen und huma>
:?en Zwecken. Leine 12.000 Bände zäh-
lende Bibliothek nebst einem Capital von
13.000 fl. erhielt das Lyceum von Kas>
mark und sollen die Interessen dieses
Capitals zur Anschaffung neuer Werke
verwendet werden. Einen zweiten Betrag
von 13.000 fi. verschrieb er der Stadt
Käsmark und sollten die jährlichen In«
teressen alle Jahre einem armen unbe»
scholtenen Madchen aus dem Bürger-
stände am Hochzeitstage desselben zur
Aussteuer eingehändigt werden. Nach
seiner Anordnung sind zwei Jahre hinter»
einander protestantische, im dritten ein
katholisches Madchen mit diesem Betrage
zu betheilen. — S.'s Neffe Emerich (geb. 28. October 1799. gest. 26. November
1843) war evangelischer Prediger zu
Oedenburg. Seine verdienstliche Wirk«
samkeit als solcher nach allen Richtun«
gen ist ausführlich im „Neuen Nekrolog
der Deutschen" (Weimar, Voigt, 8<>.)
XXII I . Jahrg. (1843), zweiter Theil.
S. 901, Nr. 261. geschildert.
F'el/sT»^ eo^l'UH^, Historik ^ea.ä6iniael soisn-
1'1loi'62ia,2lc6 rtzFias litsraria, (Luäas 4835, '
4".) x>. 187. — Melzer (Jacob), Biogra»
phien berühmter Zipser (Kaschau 1832. 8«.)
S. 286. — (Hormayr's) Archiv für Ge.
schichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien.
40.) Jahrg. 1810. S. 42j. — Annalen
der Literatur und Kunst in dem österrreichi»
schen Kaiserthume (Wien, Doll, 4«.) 1809,
Intelligenzblatt Juli, Sp. 32; — dieselben
(ebd., 8°.) 1811. Bd. I , S. 521 im Tert«
u. S. 243. — Porträte. 1) Unterschrift.-
Mg.rt. von 8ok.^artllSl ! ?i>olS85oi' -u?6Lt.
<3odorsQ -u ! Xssraark in ÜQFai-u 6.1. 2lrt.
1759. Kupferst. ohne Ang. d. Zeichn, u. St.
(oval, 80.)^ — 2) Unterschrift: Ukrtiu. von
sok'^Z.rwoi' 1 ?i>ok628or äsr DiViomatik
unä, I 6l5tsr Ni
äi-2 1759.
0..
oval).Stradec
xinx. l80I Rah l ee.
Schwarz, Adolph Nltter von. siehe
S. 3l3, in den Quellen Nr. 1.
Schwarz, Andreas, siehe S. 316,
in den Quellen Nr. 2.
Schwarz, August, siehe ebenda Nr. 3.
Schwarz, Cornel (Vater und Sohn),
siehe S. 317, in den Quellen Nr. 4 u. 3.
Schwarz, Eduard (Arzt und Na-
turforsch er, geb. zu Miskolcz in
Ungarn 13. September 1831, gest. zu
Wien 22. September 1862). Sohn
armer israelitischer Eltern, kam er mit
denselben, als diese nach Pesth überfie-
delten, einjährig dahin. Auch da, wo sie
ihr Schicksal zu verbessern meinten, blie»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon