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Schwär). Wilhelm 313 Schwarz Adolph
in den „Humoristischen Blättern" von K.
Kl iö 1873, Nr. 11 (Fol.) »as ähnlichste
Bildniß^; — 3) nach einer Photographie von
A. N(eumann) im tresslichen Holzschnitt
und sehr ähnlich, in der Leipziger Illustrirten
Zeitung. XXXIX. Bd. (1862). S. 330; —
4) gez. von C. v. S.tur, in der „Bombe"
vom 9. Februar 1873. Nr. 7; — 3) nach
einer Photographie gez. von C. Kolb, in
der „Allgemeinen Familien-Zeitung" 1873,
S. 403; — 6) Holzschnitt von R. Hempel,
in den Wiener „Illustrirten Plaudereien"
1872. S. 88; — 7) Holzschnitt ohne Angabe
des Zeichners und Xylographen, im „Wiener
Salonblatt" 1873, Nr. 18; — 8) gezeichnet
von Schubert, in Holz geschnitten von
Stah l , in der „Illustrirten Welt" 1873
(21. Jahrgang), S. 223. — Außerdem eine
Unzahl von Holzschnitt-Bildnissen, mehr oder
weniger ähnlich, in den meisten illustrirten
Unterhaltungeblättern der Gegenwart. Wie
es sich leicht begreift, war Baron Schwarz
den Chargenzcichnern und Caricaturisten in
der Zeit seines Glanzes und in jener seines
Falles ein unerschöpfliches Thema. Heraus»
geber dieses besitzt wohl selbst an die 30 Blät»
ter mit Spottbildern auf den General-Direk-
tor der 1873er Weltausstellung, aus welchen
besonders erwähnenSwerth sind: im Kike-
r ik i 1872, Nr. 23: „Schrecklicher Traum
des großen Hausiererfeindes Baron Schwarz";
— derselbe 1873, Nr. 26: „Ob Baron Schwarz
wohl im Stande sein wird, mit der „Neuen
Presse" alle seine Vlößen zu bedecken?" —
Kliö's Humoristische Blät ter 1873.
Nr. 12: „Das welterschüttemdste Weltereig-
niß der Welt (nach einem spanischen Wand«
gemälde von Kaulbach, verbessert von K.
Klio)".; — Floh 1873, Nr. 43: ,Me Ba-
ron Schwarz verschmerzt, oder wie dem Di»
rector der Weltausstellung durch Aufsetzung
eines administrationsräthlichen Löschhüichens
die Omnipotenz ausgeblasen wird" (von
Demare); — derselbe 1873. Nr 44.- „Meta-
morphosen „weitgehender Vollmachten" 1873.
I m Lenz (Zeitungsnachricht): Se. Excel«
lenz Baron Schwarz hat die weitest gehenden
Vollmachten erhalten. I m Sommer (Zei-
tungsnachricht): Dem Baron Schwarz wurde
ein Administrationsrath beigegeben, welcher
die weitest gehenden Vollmachten erhielt. I m
Herbst: Alsdann, «Herr Schwarz, haben Sie
jetzt die Vollmacht erhalten, weiter zu gehen";
— Neuer freier Kiker ik i (Wien, Fol.)
1873, Nr. 18: „Kaiser Nero (Baron Schwarz). Nach Wilhelm .Kaulbach's berühmtem Ge<
mälde" (gr. Fol.). Von Bichler. — Map-
pen. Quadrirter Schild mit schwarzer Ein«
fassung, die mit acht silbernen Sternen und
ebenso vielen auffliegenden Bienen abgewech»
selt derart belegt ist, daß im Hauptrande von
den ersteren drei, von den letzteren zwei vor»
kommen. <: in von Roth und Gold längS»'
getheiltem Felde ein schwarzer Adler mit aus»
geschlagener rother Zunge; 2: in Blau eine
auf einem Erdglobus sitzende natürliche Eule.
welche von einer aus dem rechten Oberwinkel
hervorbrechenden goldenen Strahlensonne be»
schienen ist; 3: in Blau ein Zinnenthurm aus
Silberquadern, besteckt mit einem goldenen
Kreuz, mit zwei über einer schwarzen Thor»
öffnung neben einander befindlichen Schieß»
scharten. Der Thurm steht auf grünem Rasen,
welcher einen aus dem Fußrande schroff auf«
steigenden braunen Felsenberg überdeckt, oef>
sen Fuße eine silberne Quelle einwärts ent<
strömt; 4: in Gold ein goldener rothbezung«
ter Löwe, der in der rechten Vorderpranke, ein
vierfaches grünes Kleeblatt vor sich hält. Auf
dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, welche
drei gekrönte Turnierhelme trägt. Auf der
Krone des mittleren, in's Visir gestellten
Helms erhebt sich ein schwarzer rothbezungter
Adler. Aus der Krone des rechten HelmS
wächst ein goldener rothbezungter Löwe, mit
dem vorbeschriebenen Kleeblatte in der linken
Vorderpranke, einwärts gekehrt, hervor. Die
Kröne des linken Helms trägt einen Globus,
auf welchem die natürliche Eule von 2 sitzt.
Die Helmdecken de.s mittleren Helms sind
rechts roth, links schwarz, beiderseits mit Gold
unterlegt; jene deS rechten Helms roth mit
Gold, jene des linken blau mit Silber unter,
legt. Schi ldhal ter: zwei gegengekeh'rte
goldene rothbezungte Greife, auf golden«
Arabeske stehend, welche ein rothes Band
trägt, worauf die Devise in goldener Lapi.
darschrift: „soisntia, «t ladoi-o".
Noch sind anzuführen: 1. Adolph Ritter von
Schwarz (geb. zu Wien 17. Februar 1807,
gest. ebenda im December 1872). Sein Vater
war Bürgermeister zu Deutsch-Brod in Böh.
men; der Sohn besuchte das dortige Gym»
nasium, verlor, erst 14 Jahre alt, seinen
Vater, worauf die Mutter nach Klagenfurt
übersiedelte, wo der Sohn seine Studien fort-
setzte. Schon im Alter von 16 Jahren mußte
er durch Privatunterricht in den Gymnasial,
fächern und in der Musik sich selbst den Le. ,
bensunterhalt erwerben. In Wien beendete
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon