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Schwartet 323 Schwarzenbrutmer
-folgenden Jahre stand er mit seiner Bri<
gade bei der Ob servations«Armee in den
Donausürstenthümern; im italienischen
Feldzuge des Jahres 1839 als Feldmar-
schall-Lieutenant mit seiner Division im
41. Armeecorps. Mit derselben kämpfte
er am 24. Juni auf dem linken Flügel
der Armee bei Giudizzolo mit und unter
nahm hierauf persönlich mit einem Ba>
taillon des 37. Infanterie-Regiments
einen Sturmangriff auf Robecco zur
Unterstützung des hartbedrängten Gene
ral'Majors Anton Freiherrn Dobrzen
sky >Bd. XXIV, S. 391^. Für sein an
diesem Tage bewiesenes tapferes Verhak»
ten wurde S. mit Armeebefehl vom
13. August 1839 mit dem Ritterkreuze
des Leopold-Ordens ausgezeichnet und
den Ordensstatuten gemäß am 12. No«
vember 1862 in den erbländischen Ritter«
stand erhoben. Kurz vor seiner Erkran«
kung — es hatte sich anfangs Jänner
1864 bei S. eine Geistesstörung bemerk,
bar gemacht — fungirte er als aä 1a5u,5
des commandirenden Generals in Sie«
benbürgen. Er wurde nun in Ruhestand
versetzt, aber schon anderthalb Jahre
später raffte ihn der Tod im Alter von
64 Jahren dahin.
OesterreichischerMilitär'Kalender, her»
ausg. von Hirten feld (Wien, 8«.) 17. Jahr.
gang (1866). S. 208.
Schwarze!, siehe: Schwarz!, Karl
Schwarzenberg, die Fürsten. Die
Schwierigkeiten bei Bearbeitung dieses Ar»
tikels — in Folge deS so reichen Materials,
das gelesen und durchgearbeitet sein will—
haben sich dermaßen gehäuft, daß es mir
(nämlich dem Verfasser dieses Lexikons),
soll nicht der Fortgang des Werkes für
längere Zeit unterbrochen werden, un«
möglich ist, schon an dieser Stelle den»
selben zu liefern. Ich lasse demnach die kleineren Biographien, die mich weniger
Anstrengung kosten und ich neben der
Bearbeitung des Artikels Schwarzen«
berg nebenbei vollenden kann. hier fol«
gen, und der nächste Band soll mit dem
Artikel des Fürstenhauses Schwarzen-
berg, da er bis dahin vollendet sein
wird, eröffnet werden.
Echwarzenbrunner, Bonifaz (gelehr,
ter Benedi ct iner, Astronom der
Sternwarte zu Kremsmünster, geb. zu
Garsten bei Stadt Steyr in Oberöster-
reich 23. Jänner 1790. gest. zu Krems»
münster in der Nacht vom 28 .M April
1830). Der schwächliche Knabe, der in
der Taufe den Namen Jacob erhalten
hatte, kam im Alter von drei Jahren
nach Kremsmünster und wuchs bei seinen
Zieheltern, Namens Pierer, auf. Er
war ein uneheliches Kind und hieß
Ar ig ler , später vermalte sich seine
Mutter an einen Schwa rzenbrun«
ner, stellte aber zur Bedingung, daß der
Sohn den Namen ihres Mannes führe.
Der Knabe besuchte die Schule zu Kirch-
berg bei Kremsmünster und bezog 1809
daS Stistsgymnasium, wo er zu deffen
besten Schülern zählte. 1807. damals
17 Jahre alt, trat er in den Orden,
wurde am 23. October g. I . eingekleidet
und erhielt den Namen BonifaciuS.
Frühzeitig zog es ihn zur Astronomie
hin. Im September 1812 wurde S.
Professor der Mathematik und griechi«
schen Sprache am Stiftsgymnasium. Nm
diese Zeit erschien von der Studien'Hof»
commission ein Decret, daß die Arithmetik
und geometrischen Elemente Euclid'S
an den Humanitätsclassen in lateinischer
Sprache vorzutragen seien. Da unter«
nahm es S.. die bisherigen deutschen
Lehrbücher in's Lateinische zu übertragen.
Als er im September 1813 die Ueber-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon