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Schwarzhuber 340
Iahrzehend des neunzehnten Jahrhunderts
gestorben sind (Mm 1816. Stettini. gr. 8")
Bd. I I , Sp. 9l6. — Braun. Geschichte der
Bischöfe von Augsburg (!815). Bd. IV,
S. 649. -^7 Oberdeutsche Literatur-
Zeitung. Jahrg. 1798. Heft I, S. 164. —
Hübn er's Beschreibung von Salzburg (1794),
S. 410. — Zur salzburgischen Bio-
graphie. Separatabdruck aus der Salz-
burger Zeitung (Salzburg 1872. 12«.) S. 87.
XII, x. 47—36.
Schwarzhuber, Pseudonym für Anton
Ferdinand (Kdlen.von Geihau, siehe die-'
sen: Nd.V, S. 127.
Schwarzhueber, siehe:
Schwarzhuber,
Simpert sden vorigen Artikel S. 333^.
Schwarzinger, Johann Franz Ritter
von (k. k. Genera l -Major und Rit-
ter deS Maria Therefien-Ordens, geb. zu
Wien im Jahre 4737, gest. ebenda
11. März 1808). Trat vor Beginn des
siebenjährigen Krieges in die' kaiserliche
Armee, und zwar bei der Artillerie ein,
welcher Waffe er zeitlebens angehörte.
Im siebenjährigen Kriege (1736—1763)
focht er in den verschiedenen Unteroffi.
ciers-Graden; in der darauf folgenden
Friedensperiode rückte er zum Officier
vor und im bayerischen Erfolgekriege
(1779) commandirte er bereits als Ma-
jor, und zu Beginn der französischen
Revolutionskriege (1793) als Oberstlieu«
tenant im 3. Artillerie-Regimente. I n
diesen letzteren bewährte er sich als tapfe»
rer Soldat und Herr seiner Waffe. Im
Armeecorps des Feldzeugmeisters Baron
Alvinczy eingetheilt, that er sich zu»
nächst in der Erpedition nach Flandern
bei der Vorrückung gegen die Festung
Dünkirchen hervor. Am 24. August
1793 hatte S. mit wohlangebrachtem
Feuer und der vortrefflichen Aufstellung
feiner Batterien den Feind aus dem be-
deckten Wege vertrieben und es dem Belagerungsheere ermöglicht, bis auf
400 Klafter vor die Festung zu rücken.
In den Tatzen des 6., 7. und 8. Sep-
tember behauptete S. gegen den angrei«
senden und stark überlegenen Feind stand»
haft seinen Platz'in den Dünen und als
am 9. der Rückzug angetreten werden
mußte, war es. so beschwerlich dieser war,
doch zunächst S chwarz in ger's Umsicht
zu danken, daß auch nicht ein Geschütz
in die Hände des gewaltig an- und nach«
drangenden Feindes gerieth. — Als am
28. October genannten Jahres Feld'
marschall-Lieutenant Baron Wer neck
den Angriff auf Lannoy mit Erfolg
ausführte, hatte S., der diesen Angriff
aus freien Stücken mitgemacht, wesent«
lichen Antheil an dem günstigen Aus-
gange. Seine glänzendste Waffenthat
aber vollführte S. bei Courtray am
10. und 11. März 1794. Der linke Flü-
gel des von dem Feldzeugmeister Grafen
Clerfayt befehligten Corps wa r^ am
letztgedachten Tage von 3 Uhr Morgens
bis 9 Uhr Abends ununterbrochen im
hartnäckigsten Kampfe engagirt und
konnte seine Stellung nur dadurch be«
haupien, daß Schwarzinger mit nur
fechs Kanonen den ihm gegenüberstehen»
den 40 Geschützen des Feindes so erfolg,
reichen Widerstand leistete, bis am 12.
der angeordnete Rückzug stattfand. Eine
französische Quelle berichtet aus diesem
Anlasse: „I^s Cordts äs Ola i r^H^t
ä^vait 6N. xaitis 2. 1a bravouro et 2.
1s. kadilitö än liSutsnant - 00I0Q6I.
16 salut ää son.
S. erhielt bei dieser
Gelegenheit eine schwere Verwundung.
I n der 42. Promotion des Maria The-
refien.Ordens'Capitels, welchem am
11. Mai 1796 'Feldmarschall Graf
Lascy prasidirte, wurde S. mit dem
Ritterkreuze ausgezeichnet. Am 2. Jan»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Volume 32
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schrötter-Schwicker
- Volume
- 32
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon