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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32
Page - 362 -
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Page - 362 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Volume 32

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Kchweitzer 362 Schweitzer einigen Jahren sich selbstständig etablirte, lächelte ihm aber in seinen Geschäften so wenig das Glück, daß er den Handel aufgab und sich nach einer Bedienstung umsah, welche er auch bei der RiunionQ Xäriatiog. äi äicnrtä. in Trieft fand. Die häufigen Reisen im Interesse dieser Gesellschaft gaben ihm Gelegenheit, seine literarischen Kenntnisse nach verschiedenen Richtungen zu erweitern und versetzten ihn in die Möglichkeit, sich ganz in jenen Wissenszweig zu vertiefen, in welchem er nachgerade so Tüchtiges leistete, nämlich in die Numismatik. Doch war es wieder der Zufall, der S. auf dieses Gebiet lenkte, für welches er vordem eben keine ausgesprochene Neigung an den Tag gelegt. Auf einer seiner vorerwähnten Reisen befand er fick nämlich eines Tages im Städtchen Krainburg, und auf einem Spaziergange, den er in der schönen Umgebung des reizend am Savestrome gelegenen Städtchens machte, kam er eben dazu, wie ein Landmann, während er auf dem Felde arbeitete, ein Thongefäß auffand, welches mit lauter Silbermün zen angefüllt war. Es geschah ohne viele Umstände. daß S. den kleinen Schatz käuflich erwarb. Weniger im Me. tallwerthe, als in der Gattung der Münzen, welche da beisammen waren, stellte der Fund als werthvoll sich dar, denn, als S. heimgekommen, den Fund näher untersuchte, entdeckte er auS dem Gepräge der Münzen Köpfe von Dogen, Fürsten, Patriarchen. Bischöfen und Erz. bischöfen u. dgl. m. Aber die Inschriften und das Gepräge der Münzen waren stark angegriffen, von Rost zerfressen und deßhalb um so schwieriger zu entziffern. Jedoch gerade dieser Umstand reizte den Besitzer um so mehr, sich genaue Kennt, niß der historischen Bedeutung des Fun. des zu verschaffen. Als er dann nach Trieft zurückgekehrt war, begann für S. ein neues Leben. ES galt nun, sich mit einer ihm bisher fremd gebliebenen Wis- senschaft genau bekannt zu machen. Er suchte nun Manner auf, die ihm die erforderlichen Fingerzeige gaben, ihm die Werke, welche er zu feinem Studium brauchte, bezeichneten, und so eignete sich dmn S. allmälig die Kenntniß der He« raldik, Diplomatik und Sphragiftik und verwandten Wissenszweige an, legte nach und nach eine dahin einschlägige Bücher- sammlung, zugleich aber auch eine Samm« lung von Münzen an. in welcher er sich aber vorab auf die Münzen der Patriar« chen von Aquileja, der Grafen von Görz. der Herzoge von Krain. der Bischöfe von Trieft, der Dogen von Venedig beschrankte, denn diese waren ja meist in dem oder» wähnten angekauften Funde vertreten und ihre Erwerbung in seinem Wohnorte Trieft mit geringeren Schwierigkeiten' verbunden. Um die aufgefundenen Lücken in den geordneten Reihen zu ergänzen, knüpfte er nach allen Seiten Verbindun» gen an, tauschte ein, erwarb durch diese Dubletten neue Zuwächse, und wurde allmälig Münzantiquar, der mit jenen Münzen, die ihm in seiner Sammlung überflüssig waren, da er sie bereits besaß, handelte. Zu diesem Zwecke unternahm er nun auch Reisen durch Deutschland und Italien, trat mit Männern seines Faches in wissenschaftlichen Verkehr, der auch diesen um so willkommener war, als sie in S. bald den Mann erkannten, der in seinem Fache nicht gewöhnliche Kenntnisse besaß. Allmälig dehnte S. bei dem wachsenden Umsätze sein Ge« schäft immer mehr aus und die glückliche geographische Lage seines Wohnortes ermöglichte ihm Verbindungen nach allen Richtungen und Erwerbungen der schätz» barsten und werthvollsten Funde in Grie>
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Volume 32
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schrötter-Schwicker
Volume
32
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
406
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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