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Sennyey, Pankraz 129 ^ Stephan:
nehmen wollt, dann nehmt den Pater La,
d is laus, einen an Weisheit und Frömmig»
keit WĂĽrdigeren findet ihr im ganzen 3ande
nicht". Der Rath des Sterbenden wurde
aber nicht befolgt. Lad is laus S, war
zuletzt Rector der Akademie zu Tyrnau.
Mehrere theologische und historische Schriften
S.'s werden im Archive der Pestber Ilniver»
sität aufbewahrt. Im Dr„ck erschien nur
eine Schrift: „Rxkmsn Huaärlon.i'titu.in Or-
äinanäorum x^o prima tousurk et minoridns
s)räinidu5" (Vi-aeoii l686) und oft nachge«
druckt in Tyrnau. Köln, Venedig und in
anderen Städten. Er starb siebenzi>ijähria
im Jahre <702 und N'cht im Jahre l«3l).
wie es auf der ersten Swmmtafel in Ivan
Nagy'S Werke: „Kla^ai-oi-Z^ls o2alääHi
6s nsiusskrenöi
d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln. Bd. X, S. 143. verzeichnet
steht. ^H^cknz" <^^n.>>, Nlsuiosia Hun-
33,roruin st ?rovlnoia1iu,in 8oriptiü oäitiä
uotorum (VisnntlS t?76, .4. I^os^s, 5^.)
I'oin. I I I , p. 238. — ^ e > 56«o?-F'.^,
NjstoriH^.oHäsminO seisutiarum ^a.2rn2ni»s
rsFiae itsrarias (Luäas 183.1, 1>xis lisg.
soitz t^ia,v. ^luivsräit. Hungkrieaft, 4".)x. 27.
— Zcrixtarss kaaultatiä tksolo^iaas gui acl
o. l. LoieMiaruni univsrsitHtym. I*63tin,on-
sem ad s^ us oriAine a l635 aä »nuum
1838"^ o^er2.d3.utur (?v2tini t839, ^05.
O^-ui-ian, so.) ^. 2U. — 2) 5pankraz, erster
Freiherr von Sennyey, lebte in einer poli«
tisch stark bewegten Zeit. SiebenbĂĽrgen stand
unter der Herrschaft des wankelmĂĽthigen.
unselbstsiändigen Sig is lnund Bäthory,
unter welchem die ersten Schritte geschahen,
sich statt an die Türken an Oesterreich anzu«
schlieĂźen. Vom Landtage erst seiner WĂĽrde
entsetzt, dann wieder eingesetzt, schloĂź er im
I^hre 1595 mit Kaiser Rudolph I I . den
Vertrag. S ig ismund entsagte nun ganz
zu Gunsten Oesterreichs, kam aber wieder
in'sLand zurĂĽck und trat es seinem Vettcr,
dem Caidinal Andreas Bäthory ab. der
aber auf der Flucht von einem Empörer,
Namens Michael, umkam. Nun wurde
Sig ismund uom Landtage 160l wiedrr
zurĂĽckberufen, jedoch schon im folgenden
Jahre entsagte er gegen ein Iahrgehalt
uon 30.000 Ducaten. welches ihm Kaiser
Nudolph I I . zusagte, zu Gunsten Ru»
dolphs. Indessen hatte sich Stephan
Bocskai — denn Moses Szskely, auf den
v. Wurzbach, biogr. Lenkon. XXXIV. sich nun die Hoffnungen der Bewobner gerich<
tet. war besiegt und getödtet worden — durch
den Beistand der TĂĽrken und den Anhang
der Protestanten unterstĂĽtzt, zum Herrn des
Landes gemacht imd erhielt ?s auä, <605 im
sogenannten Wiener Frieden vvn Rudolph
zugestanden. Aber Stephan war kränklich,
starb bereits l606 und nun wurde 2igmund R ii-
koczy gewählt, d?r ciber schon tN«8 entsagte
und mit Zustimmung der Stände die Herrschaft
an Gabriel Bäthor i üoeiließ. Als Bätdor i
gl'gen den von den TĂĽrken unterstĂĽtzten
Gabriel Bethlen (Bethlrn G/lbor) ausilo.i
und !6l3 umgebracht wurde, siel die Wahl
zum GrohfĂĽlsten auf Gabriel Bethlen. den
besten Regenten, den SiedenbĂĽrgen gehabt.
In diese denkwürdige, mächtig bewegte Zeit
fällt Pankraz's siebenbürgische Kanzler-
schaft. Im Jahre jĂź0tt verlieh ihm Kaiser
Rudolph I I . die Fr eiherrnwĂĽrde.
Freiherr Pankraz war mit Anna Ooöszazj,
einer Tochter des Johann Dobszay uno
der Anna Zpaezai vrrmält und stammen aus
dieser Ebe Stephan, nachmaliger Bischof
von Raab ^ ) . Anna, vermalte öigmund Frei»
Herrn von Neglemch. Johann, jung gestor»
ben. und Alexander, kais. Rath, Cubicu<
larius. der im schönsten Mannesalter von
il) Jahren gestorben aus seiner Ehe mit
Judith Pacsoth mehrere Kinder hinterlieĂź,
von denen Franz und Albert den Stamm
fortsetzten. Die Lmi? Al b ert's erlosch schon
in feinen Kindein, wädrend die uon Franz
gestiftete sich forifttzte und bis zur Stunde
in zwei Zweigen blüht ssiehe die Stamm«
tafel). — 8) Hstaul Freiherr von S. lsiehe
den besonderen Artikel S. l23). — 4) Ste-
phan Freiherr von Sennyey (gestorben
22. October ll»33). ein Sohn pankraz's
ersten Freiherm uon Sennye y und Kanzlers
von SiebenbĂĽrgen, aus dessen Ehe mit Anna
Dobszay. Stephan wählte die geistliche
Laufbahn, wurde im Jahre 16l8 Domherr
von Gran und Erzdecan uon Göniör, am
N. October 162l Bischof von Bosnien.
<623 von Waizcn. 1628 von WeSzprim und
zuletzt l630 Bischof von Rciab' und GroĂź.
kanzler. als welcher er am 22. October 4635
starb. ^ lemor ia ĂĽasilioas strizouisuLis
anno t536, äis 3i. ^uZu5ti aonZSeratas
(pestini <85li, Koz-ma und Beinul, schm. 4«.)
p. t3l.^z — 3. Stephan (II ) Freiherr von
(gest lL86). ein Sohn des Freiherrn Ale«
rander, aus dessen Ehe mit Judith Pa.
cSoth, und ein Neffe des Raaoer Bischofs
^edr 9 Mai l877 1 9
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon