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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Volume 34
Page - 142 -
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Page - 142 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Volume 34

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Serönyi, Andreas 142 i) Embrich wie damals das heutige Zara hieß, gefochten. Bei dieser in den „Deutschen Grafenhäusern" enthaltenen Meldung scheint eine Verwechs- lung mit einem Anderen, mit dem bei Zara im Jahre 1345 gefallenen Andrea 6 Sers« nyi obzuwalten, dem König Ludwig daselbst ein Grabmal hatte setzen lassen, mit folgender Inschrift: „I>. ' I . 0. NI. ! Hoo Hkcet in tuinulo clara.d6 gttrpe stzrsnv'l > 6reas dslliäux nou sino lauäs pvrvu i^üi patriuv act, ^aäram ceeiäit 2ut>I«.tu5 amoi-s I lisx I^uäovious «uni. 6I3110 tuNuiHvtt ».mors l »,Quo ^(.'OQXLV". Den Adel hätte die Familie zu Anbeginn des 14. Jahrhunderts in Emerich Ser6nyi, dem Lebensreter und Befreier eines mit der Krone gefangenen Königs, der sich im Kampfe zu weit vorgewagt, erhalten. Der König, welcher Otto genannt wird, verlieh seinem Lebensretter Enterich großen Grundbesitz und das Wappen, die linke Schildeshälfte des heutigen Wappens, Flügelroß und vier> zehn Rauten. Indem wir von Ladislaus Serenus, dem Stifter der Familie, sieb, zehn Generationen überspringen, beginnen wir mit dem urkundlich festgestellten An« dreas, der 1367 lebte und stellen ihn auf der angeschlossenen Stammtafel als Ahnherrn des Geschlechts auf, da von ihm an mit ziem« licher Genauigkeit die Aufeinanderfolge der einzelnen Generationen angegeben werden kann, bis sich wieder um die Mitte des 18. Jahrhunderts in den einzelnen Neben» zweigen der Familie eine Verwicklung zeigt, welche ohne Tauf» und Trauscheine nicht zu lösen und auf der Stammtafel mit punktii' ten Linien angedeutet ist. Von Graf Io» hann Nepomuk ab (geb. 1?76, gest. 1334) ist hingegen die Filiation festgestellt, wie auch die Filiation des 169l gestorbenen Grafen Johann Kar l im Ganzen richtig sein dürfte. Was die von der Familie bekleideten Aemter und Würden betrifft, so haben sich die meisten derselben als Kriegshelden erprobt, in den Kämpfen gegen die Türken gefochten, und sind auch viele für das Vaterland auf dem Felde der Ehre geblieben. In den Tagen der Reformation bekannten sich auch die Seruny i zur neuen Lehre, wurden aber durch die Überredungskünste der Jesuiten zur Rückkehr zum alten Glauben bewogen, und von dieser Zeit. besonders mit Gabriel S. sN. 6) beginnt der Glanz des Hauses, der bis zur Stunde sich ungetrübt erhalten hat. Wie oben bemerkt worden, Wappen und Adel stamm'.'« bereits aus dem Jahre 1308. wo Emerich S. für seine Königs, rettung solche erwarb; wie wir dann aus Feßler's „Geschichte der Ungarn lBd. VI I I , S. 599) erfahren, wurde Franz Sersny i oder wie dort geschrieben steht. Szörsny i , von König Ferdinand im Jahre 1330 in den Magnatenstand oder zum Reichsbaron erhoben, und Gabriel Sersny i , der Be- gründer der Hausmacht dieser Familie, erhielt mit Diplom vom 7. April 1636 von Kaiser Ferdinand I I I . den Grafenstand. — Ein Fideicommiß mit Majorat stiftete mit Ge> nehmigung des Kaisers Leopold I. vom 10. Juni 1690 Graf Johann Kar l auf den Herrschaften Swietlau und Millotitz, das jedoch im Jahre 1744 in Betreff Swietlau'S aufgelöst und aufMillotitz, Svatoboritz und den Wlkoscher Freihof übertragen wurde. Der mächtige Grundbesitz der Familie uer« theilt sich zur Stunde auf Mähren und Un> gärn, in welch' letzterem Lande sie die Herr> schaften Putnok, Dedss, Sajo«3zöged und Zablath, .in ersterem neben genanntem Fidei- commiß noch Lomnitz, Luchatsowih, Tulla« schitz und Nüschitz besitzt. — Eine Fami« l iengruft stifteten am 26. Juni l6«6 die beiden Vrüoer Graf Franz Gabr ie l und Graf Iohann Kar l in der von dem Oberst» landrichter Leo Wilhelm Grafen Kaunitz neu erbauten Dominikanerkirche zu Brunn, mit dein Beisätze, daß noch von jedem Kör- per, der da beigesetzt würde, 130 ft. den Dominikanern zu zahlen seien. ^Wolny, Kirchliche Topographie von Mähren (Brünn - 186ß. Georg Gast!, gr. 80.) Brünner Diöcese, Bd. I, S. 49.) — Was die Heirathen der Familie Sersny i anbelangt, so ist sie selbst« verständlich mit den ersten Familien Ungarns, wie mit den Czobor, Nyäry , Thurzo, Eßtcrhäzy. Or lay, Nsvay de Rsva, Eötvös u. A. verschwägert, aber wir be« gegnen in den Familienoerbindungen beider Geschlechter auch den glänzendsten Namen Böhmens und Mährens, so z. B. den Z a- hradecky von Zahraoek. Borz i ta , Z ierot in , Bubna. Sedlnitzky. Lob- kowitz, während mir auch den hohen deut« schen und fremdländischen Adel nicht vermis' sen. wie die S chaffg 0 tsch, Sa lm, Wald» stein, Thun, Windischgrätz, Hohen« feld, Gondola, Sa in t -Ju l ian . Choi» seul d'Ail lecourt u. A. Wie sich all« mälig der Stamm in mehrere Aeste und Zweige gespalten, wie auch der heutige Stand
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Volume 34
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Seidl-Sina
Volume
34
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1879
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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