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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Volume 34
Page - 145 -
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Page - 145 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Volume 34

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i) Gabriel Johann Karl 23. Juni 1703 hatte der Prinz 'unweit Bres» cia die Ebene erreicht und machte Anstalt. den Ogli2 zu überschreiten, der durch starke und anhaltende Regengüsse so mächtig ange- schwollen war, daß selbst an den sonst seich« ten Stellen die Pferde zu schwimmen genö- thigt waren. Graf S.. welcher mit dem Prinzen von Anhalt, einer der Ersten, den Fluß übersetzen wollte, sprang an einer reißenderen Stelle, ohne der Gefahr zu ach« tcn in den Fluß. wurde aber von der Ge- walt des Wasserss fortgerissen und ertrank zugleich mit sechs Dragonern, welche, ihn zu retten, ihm nachgesprungen waren. Prinz Eugen, welcher über den Erfolg seines Unternehmens an den Kaiser berichtete, nennt den Grafen „einen gar gescheioten und wakheren General". Aus seiner Ehe mit Mar ia Magdalena Gräfin T ln, a, n. A. Thun, wird keine Nachkommenschaft nachgewiesen. ^Arneth (Alfred u.) Prinz Eugen von Sauoyen. Nach den Handschrift' lichen Quellen der kais. Archive. 1663 bis 1730 (Wien 1838. typ.<lith.<artist. Anstalt, gr. 8".), Bd. I, S 3la. 473. — Ma j la th (Joseph Graf). Geschichte des österreichischen Kaiserstaates (Hamburg 1850. Friedr. Per» thes, 8«.) Bd IV, S. 344.! - 6) Gabriel (geb. im Jahre 1598. gest. im Jahre 1664), der erste Graf Serenyi . ein Sohn des Franz Freiherrn S. und der Dorothea Iakusii.' uon Orbowa, ist der Begründer des Glanzes des S e r<5n y i'schen Hauses. In den Jahren l«2!> und lü.to hatte ihn der mährische Landtag aus dem Herrenstande des Hradischer Kreises in die Commission zur besseren Einrichtung des (5.ontribution6wcsens gewählt. I n de.l Jahren i«4l. l<>44 und auch noch 1648 wirkte er als Kreishauptmann des Hradischer Kreises- Am H. April 1614 ernannte ihn der Kaiser zum iDbl-rstland« richier, am !<>. December 1648 zum Oberst« landkämmrrer Mährens, in welcher Eigen« schaft er, nachdeln Graf Notta l 1655 sein Amt niedergelegt, die Landeshauptmannschaft, Mährens zuerst provisorisch übernahm, bis ihn noch im nämlichen Jahre der Kaiser zum wirklichen Landeshauptmann ernannte. Viele Jahre verwaltete der Graf das Directoiium der Landschasts-Commisslon. dieses Vorläufers des erst 1686 entstandenen ständischen Lande6< Ausschusses, welch' letzteres Amt er abrr wegen Ucuerbürduna mit Geschäften 1638 niederlegte. Für seine mannigfachen Ver» dienste wurde Franz S. von Kaiser Fer« v. W ur zbach . biogr. ^erikon. XXXIV. lG din and I I I . a,n 7. April 1636 in d«n Grafenstand erhoben, Graf Gabriel 's Thätigkeit fällt in die denkwürdige Zeit des dreißigjährigen Krieges (!6l8 —l64«) und kurz vor scinem Tode, l66ll, fand noch der Ginfall der Türken und Tartaren in Mahren Statt, welche einen Theil des Hradischei', Brünner und selbst des Olmützer Kreises uerwüst'.'ten. Oben wuroe gesagt: GrafGa« briel sei der Begründer deö Glanzes seines Hauses. Bisher wurde <Vine5 öffentlichen Wirkens gedacht, das seine erwähnten Wür. den und Aemter zur Folge hatilN, aber auch sonst war sein Wirken für die Größe seines Hauses nicht erfolglos geblieben.- im Jahre 1648 kaufte er die damals stark verödete Herrschaft Millotitz im Hraolfcher Kreise, im Jahre l<>5<! die Herrschaft Kumwald in, Vreraurr Kreise., dann die Herrschaft Zlin iln Hradischer Kreise und l6.1.1 vie Herrschaft ^omnitz im Vrünner Kreise, von welchen ansebnlicken Besitzungen die Herrschaft Lom» nitz sich noch heute, also bereits über 200 Ia^r? im Besitze der Familie befindet auch harte er im Jahre l<»29 das im Hra» discher Kreise gelegene Gut ^uhatschowitz angekauft, welches, obgleich durch kein Fidei» (,-ommiß an den Besitz der Familie gebun» den, noch heute, also durch drittdalbhundert Jahre zum Grundbesitze der Familie Sers. nyi gehört. Der Graf war mit Clisabellj öllyr^erliu Freiin von ^nylnoeii vermalt, welche ihm sechs Töchter und zwei Söhne gebar. Die Heirathen der Töchter find aus der Stammtafel ersichtlich. Die beiden Söhne Franz Gabriel und Johann Karl . pflanzt-.n den Stamm fort. Die Nachkam« menschaft des Letzteren ist im Mannesstamme um die Micte. des 18. Jahrhunderts erlo» schen. Die Nachkommen Fra u z Gab riel's blühen noch zur Stunde soergl. die Stamm« tafelj. — 7) Gabriel Graf S. lsiche den besonderen Artikel 2. 140^ j — t!) Johann Kar l (gest. im Jahre I69l), ein Sohn des Gabriel Graf S. und der Elisabeth Zahraoecky Freiin von Zat, radet. Er hatte das Waffenhandwerk ergriffen und die Geschichte Wien'S nennt den Grafen unter den Helden, welche sich bei der Belagerung der Stadt durch die Türken 1683 hMvorae» than. Der Graf war damals Feldmarschall» Lieutenant und bewies seinen Heldenmuth bei mehreren Ausfallen, dann 1686 bei der Erstürmung Ofens und bei mehreren anderen Gelegenheiten. Kr wurde nun fai>. geheimer
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Volume 34
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Seidl-Sina
Volume
34
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1879
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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