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Serwac^y^ski Serwatouisl^ i
Guadagni / Oberstlieutenant bei Kai-
ser-Huszaren, der ein ausgezeichneter
Violinspieler war. Er machte nun Kunst«
reisen, auf welchen er zunächst mehrere
Städte Polens, dann aber Brunn, Wien,
Gratz. Laibach, Klagenfurt und zuletzt,
1832. Venedig besuchte, wo man ihn so-
gar mit Paganini verglich. In Wien
war er einige Zoit als erster Violinist
und Solospieler im Theater an der Wien
angestellt. Im Jahre 1837 wurde er
Orchesterdirector deS Theaters in Pesth,
und war ĂĽberdieĂź auf das angelegent-
lichste bemĂĽht, in genannter Stadt ein
Musik-Institut zu begrĂĽnden. Im Jahre
1840 folgte er aber einem Rufe nach
Lemberg, wo er die Direction deS Or-
chesters in dem uon Grafen Skarbek
neu gebauten Theater, zugleich mit dieser
Stelle die des Chocdirectors in der Do»
minikanerkirche ĂĽbernahm. Dort blieb S.
bis an sein im Jahre 1839 erfolgtes
Lebensende thätig. Als Violinspieler war
S. ein Virtuose ungewöhnlicher Art, sein
Spiel war gefĂĽhlvoll, einschmeichelnd, ja
ganz dem Charakter, des polnischen Vol.
keS entsprechend, nahezu melancholisch,
die polnischen Melodien gewannen durch
die weiche Art seines Vortrages etwas
wehmüthig Ergreifendes. Auch als Com«
positeur war S. eigenartig. Seine Polo»
naisen fĂĽr das Pianoforte, seine Varia,
tioneii für die Violine mit Orchesterbe»
gleitung. seiner Zeit ebenso beliebt als
gesucht, find in Leipzig. Warschau und in
Wien im Stich erschienen. Die Zahl der»
selben ist nichts weniger als groĂź, und
unter ihnen besonders hervorzuheben:
I 6t va.rig,tion3 br511a.nt65 t6tt6", OxuL 9. Unter den von ihm aus-
gebildeten SchĂĽlern sind zu nennen:
Iachimowski . KozlowSki und
Heinrich Wieniawski .
O esterr eichische Nat i onal.Gncytlopä«
die uon Gräffer und Czikann (Wien
l837, 8".) Bd. V, S. 24 — HauMski s^öe?^,
1^68 MU8ici6U3 POlOllaiS St 5i3.VS8 g,N«iv!U2
st moäorusi; (?2i>i3 »837, ^üi-isn I.b Olsrs
H Qo., zr. so.) x. 492.
Opus 8) und ^Introäuotion 6t varig.»
tions siir tli6in6 konAroiii ^our violon
solo KV6tt ao00MPHKN6N16Nt ä'un Valerian ftheologi«
scher Schriftsteller, geb. in Gali>
zien im ersten Iahczehend des laufenden
Jahrhunderts). Die Vorbereitungstudien
beendete er in seiner Heimat. Die Theo-
logie hörte er an der Wiener Hochschule.
Der wissenschaftlichen Richtung des
PriesterthumS sich zuwendend, wurde
er, nachdem er die Theologie beendet,
Professor der h. Schrift am Seminar
zu Tarnow, später Professor an der
Iagellonischen Universität in Krakau,
dann Pönitentiarius an der Marien»
kirche daselbst, in welcher Eigenschaft er
sich noch dort befindet. Als theologischer
Schriftsteller ziemlich fruchtbar, hat er
bisher herausgegeben: „Ueittlldm zur Ne-
lrhrnng der zur kathalischen Kirche zurĂĽcktreten-
den Nichtnnirten" Mien 1837, 8«.); —
d. i. Erklärung deS Evangeliums deS
h. Matthäus (ebenda 1844, 8«.); —
) d. !. Erklärung der
gelien des h. Markus und h. LucaS
(ebenda 1844. mit einer Karte Palä-
stina's); — „lsTMa^ 6loa?^siii s-^ c>
^a)m", d. i. Erklärung des Eoange.
liums des h. Johannes (ebenda 1843,
/o/i", d. i. Erklärung der Apostel-
geschichte (ebenda 1843.); — „7NM?6
!^ s-^o ^aeo^a cio ^Z-^/mia?^") d. i.
Erklärung deS Briefes des h. Paulus
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon