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Seulen 163 8evöik
13. September 1733). I n der unten
bezeichneten Quelle erscheint der Vater,
gleichfalls Lucas, als Seulen, der
Sohn hingegen als Seuler. Der
Vater (geb. zu Kronstadt 19. März
1661, gest. 30. August 1733). war Arzt
und PhysikuS seiner Vaterstadt, in
welcher er seit 1713 auch die Communal»
ämter eines Senators, und seit 1733 des
Stadtrichters bekleidet hatte. Eine ^e's-
vioi) 1689, 4".). und zwei
Foliodogen mit 1l>6 Gesundheilsregeln,
betitelt: „ ^
a, 1696), sind die schriftstellerischen
Früchte seiner fachmannischen Thätigkeit.
— Sein Sohn Lucas bezog im Jahre
1712. damals 20 Jahre alt. die Hoch-
schule in Jena, an welcher er bis 1713
den Studien oblag, worauf er eine Reise
durch Holland, Frankreich und Tngland
unternahm, und alsdann in seine Heimat
zurückkehrte. Dort trat er zunächst als
Secrelär beim Magistrat in die Dienste
seiner Vaterstadt, wurde am 8. Mai
' 1729 Vorsteher oder Orator der stadti-
schen Hundertmannschaft, in welcher
Stelle ihn nach nur flmfthalbjahriger
Thätigkeit im Alter von erst 40 Jahren,
zwei Jahre vor seinem eigenen Vater,
der Tod dahinraffte. Luccis hat sich in
seinen MuĂźestunden viel mit der Ge-
schichte seines Vaterlandes beschäftigt,
wie dieß die in der Kronstadter Gymna»
sialbibliothek hinterlassene Handschriften
bezeugen. Diese find:
734 Folioseiten, mit einer mit der Feder
gezeichneten Karte des alten Dacien; es
sind Auszüge aus Bonf in ius. Ist»
vänfy, Fuchs' Chronikon. Wolfgang
Beth len. Or te l ius . Mi les und David Hermann; Seuler'S eigene
Aufzeichnungen beginnen mit dem Jahre
17l4 und reichen bis 1726'. — „Nil
FĂĽrsten nun SiebenbĂĽrgen". 122 Folioseiten
in lateinischer Sprache, die Biographien
der SiebenbĂĽrger FĂĽrsten, von Johann
Zäpolya's Geburt bis zu Michael
Apaffy's I. Tode umfassend'. —
5 AS5 oT'/M'o ?>a n ss/// i'«?iia 6 ") 1712)
in deutscher Sprache', — ^.^6<?i?/l^,i
, dieses llnd
das Vorige in Citaten, au) Urkunden
genommen; — „<//^?tt<7
— Von Lucas Seulen's
Sohne. Joseph Gott l ieb, berichtet
T r a u sch im in den Quellen bezeichneten
Werke Bd. I I I , S. 299, in der zweiten
Anmerkung. BemerkenSlverth ist noch,
daß, obwohlLucasS.von 1712 — 1715
in Jena studirte. er doch in A. Lud.
Haan's: ^^eng. llun^arioa^ (Gyula,
1838) nicht aufgefĂĽhrt erscheint.
Trau sch (Joseph). Schnf'.steller'Lerikon oder
bioglaphisch-literarische Denkdlätter der Sie«
b^nbĂĽrger Deutschen (Kronstadt 1871, Ioh,
Gott, gr, «".) Bd. III, S. ^98.
8evöik (sprich: Lchewtschikj), Franz
Ftiedrich (Mathematiker, geb. zu
Iedvonice in Mahren 13. October
1824). Nachdem er in seinem Geburts.
orte den Unterricht in den Elementar»
gegenständen. dann im Violin» und
Pianospicle, später auch in den Anfangs»
gründen der lateinischen Sprache erha-l»
ten haite, kam er im Alter von 12 Jah-
ren nach Brunn, wo er die deutsche
Hauptschule besuchte. Dann bezog ec
daselbst die Realschule, machte den päda-
goZischen Lehrcurs durch und konnte sich
nun um eine Lehrerstelle bewerben. Aber
das war denn doch nicht ganz nach seinem
Sinne. Nach Höherem strebend, ging
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon