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rechnung" und „Das Wichtigste über die
arithmetischen Reihen höherer Ordnung".
Ueber die „Theorie der Töne", womit er
sich seit seiner Verbindung mit Professor
Petzval l unaufhörlich beschäftigt, schrieb
er eine Abhandlung für die 6echische
Museal-Zeitschrift (öasopiz «SLksko
^Iu56uni). Ein Lehrbuch: „Znkncigz-
gründe der Zlgrlira" liegt druckfertig vor.
I n öechischer Sprache schrieb er zahlreiche
Artikel unter den Chiffren „I—olc^" s^6-
äovniolc^, auf seinen Geburtsort anspie-
lend), ^71—mil" ^psvoinil, d. i< Der
Freund des Gesanges), oder „X. ^. 2.«
für pädagogische sechische Blätter. Auch
sonst ist ^. in seinem lehramtlichen Berufe
thätig. I n der höheren Bildungsanftalt
für Madchen trägt er Arithmetik, Algebra,
Geometrie und geometrisches Zeichnen
vor. Dabei aber sucht H. für die «echi-
schen Interessen auch in der deutschen
Reichshauptstadt in feiner Weise zu wir-
ken. So legte er, als im Jahre 1838,
in welchem er als Professor ander Gum«
pendorfer Realschule angestellt war, die
erste Gewerbeschule für deutsche Schüler
an derselben errichtet wurde, im Jahre
1860 der Wiener Handelskammer eine
Denkschrift vor, worin er im Hinblick auf
die öechische, in Wien vorhandeneSchüler»
an;ahl die Errichtung einer dechischen
Vorbereitungsschule an der genannten
Anstalt beantragt. Die Wiener Presse
erwiederte dem Antragsteller iu entspre-
chender Weise. 8. aber faßte daS Ergeb-
niß seiner Bestrebungen in einem Artikel
zusammen, welchen er im „?06cl 2 ?ra.k)s"
(d.i. Der Bote aus Prag) unter dem
Titel: „Sollen wir aus Böhmen Schüler
nach Wien senden und sollen wir Geld
sammeln und verwenden für irgend welche
Schule in Wien" veröffentlichte.
slavni 'k nauan^. Rsökktor Or. ^rant.
1^ ,2,6. Rio 86i', d. i. Conversations-Lerikon. Redig, von Dr. Franz Ladisl. Rieger (Prag
183l>. Kobrr. ^r..8<».) Bd. IX, T. 2l2. —
Noch ist eines Otakar Joseph 8ev<-ik
(geb. zu Horaödouic 23. März !«32) a.'s
eilv.s Neckischen Vil)Iiü «Virtuosen zu gedl'n.
ken, der den ersten Ilttterrickt uon seinem
Vciter, Schullehrer in Hora^dovil'. erhielt
und, nachdem er das Untrrgvninasiui'.l in der
Präger Altstadt besucht, im Jahre !5<;c; in
das Präger Conseroatormüi eintrat und sich
du«h uier Jahre für das VioÜnfpiel aus-
bildete. Darauf erhielt er als Concertmeister
eine Anstellung am Moznrteum in Salzburg.
Ab und zu so im März l«73 gab er Cow
certe in Vw«. und Wien. Im April <8?3
folgte er einem Rufe alS Orchesterdirector
am «"echischen Theater in Prag.
, Johann (s ch ri ftst elle r,
geb. zu Un ter -S chegowa (Als6>
Sztcegov) im Neograder Comitate Un-
garns imIahre 1716. gest. zu S ch e m»
nitz 12. Juli 1789). Seinen Vater
Johann verlor er frühzeitig durch den
Tod. Unter der Obhut der Mutter
Dorothea geborenen 3 anyi widmete
sich der Sohn den Studien zuerst in sei»
nem Geburtsorte, dann zu Harsas«
Ter6nr). wo aber die NnterricktSanstalten
so schlecht waren, daß die Mutter ihrem
Sohne Hauslehrer halten mußte. Dann
setzte er die Studien zu Neusohl. Gran,
Preßburg fort. an welch' letzterem Orte na»
mentlich der tüchtige Thomka Szaszky
Einfluß auf den strebsamen Sev er in i
übte. Schon in ziemlick vorgerücktem
Alter, mit 32 Jahren, bezog er 1745 die
Tübinger Hochschule, an welcher er drei
Jahre den Studien oblag und nachdem
er dieselbe 17»l verließ, noch einige Zeit
an der Ienenser. Hochschule die Studien
fortsetzte. Nach seiner Rückkehr in die
Heimat zunächst an verschiedenen Kir<
chen in der Seelsorge thatig, wurde er
im Jahre 1733 Nector der Schule zn
Schemnitz, in welcher Eigenschaft er bis
kurz vor seinem Ableben d'^ rch 34 Jahre
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon