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Seyfried) Ignaz 183 ) Ignaz
18l8. „Die Makabäer" (Salomena
und ihre Söhne). Biblisches Drama in
4 Aufz., wurde sie'bzehnmal hinter einander
gegeben. OuvertĂĽre und mehrere Gesangs-
stĂĽcke erschienen im Clavierauszuge im
Stiche; — „Zemire und Azor". Ro-
mantische Oper in 4 AufzĂĽgen von Gretry.
umgearbeitet; — der dritte Act deS Ballettes
„Der blöde Ritter"-, — Chöre und
Ouvertüre zu den Schauspielen: „Odin's
Schwert" — „Die Thronfolge".
t8IN. „Noah". Biblisches Drama in
3 AufzĂĽgen, zwanzigmal hinter einander bei
vollen Häusern gegeben. Die Ouvertüre
erschien bei Breitkopf und Härtel im Stich;
— Chöre und Märsche zu den Schauspielen.-
„ErasmuS Lueger"; — „Die Minne«
sänger auf der Wartburg".
1820. „Oberon, König der Elfen".
Ballet. Die Musik erschien im Stich bei
Mechetti in Wien; — Chöre und Gesänge
zu dem Schauspiele „Bett ina".
1821. „Die Waise aus Genf"- —
„Ugolino". Drama in 4 Aufzügen.
1822. „Magandola". Indisches Mär
chen in 4 AufzĂĽgen. Geschrieben zu seiner
Benefice, und hat wegen mangelhafter Be
setzung nicht gefallen; — „Timur, der
Tartarchan . Melodrama in 3 AufzĂĽgen,
worin die Reitergesellschaft Tourniare mit'
wirkte, erhielt sich ĂĽber einen Monat auf dem
Repertoire.
1823. „Ahasver". Dramatische Legende
in 4 Auszügen. Durchgehenos aus Mozart»
schen KammermusikstĂĽcken zusammengestellt;
der eigenthĂĽmliche Versuch fand eine unge-
mein günstige Aufnahme; — „Die Och«
sen menu ette". Singspiel. Bearbeitung
des Vaudeuilles „I.a. insnuetto äs dosul^,
von Hofmann, und Haydn'sche Motive dazu
benĂĽtzt. Erschien bei Trautwein und (Homp.
in Berlin im Stich; — „Der unsicht<
bare Prinz". Zauderspiel in 4 AuszĂĽgen;
— „S in t ram" . Melodrama mit Chören.
1824. Der dritte Act d'es Feenmärchens
„Der kurze Mante l " ; — einzelne Musik-
stücke zu dem Schauspiele „Meister Martin
der Küssn er", von Holdein; — Einlagen
zu dem Quodlibet „Rochus Pumpernikel"
und zu dem Zauberspiele „DasNost>nhütchen".
1825. OuvertĂĽre und Zwischenacte zl>
Gr i l lparzer's „Ottokar'S Glück und Ende",
im Auftrage des Grafen Moriz Dietrich-
stein, damals obelstenHofmusikgrafen. — In
diesem Jahre endigte seine Stellung als Kapellmeister im Theater an der Wien, das
inDirectorC ar l's Hände übergegangen war.
1826. „Vozena". Drama von Nei l .
und „Die Blume von Mul l " . Schau»
spiel mit Chören, von Lembert. beide
für das Iosephstädtertheater; — mehrere
Musikstücke zu „Alexander und Darius".
Schauspiel von Uechtritz.
1829. „Der hölzerne Säbel". Ope<
rette in l Aufzun von Kotzebue. nach
Mozait'schrn Melodien. Mit diesem «Werke
schlieĂźt Seyfried's dramatische stompo-
sition ab.
I I . Tantatcn, Oratorien und Chöre in chrano-
logischer Folge.
1797. Drei Gelegenheits-Cantaten;
— Marschlied zur Feier des Wiener
Aufgebotes l^ im Stich erschienen).
l7W. Can tatine zu einer Familienfeier;
— Chor zum Iahresfeste des Aufgebotes.
1802. SchĂĽtze n<Cantate.
1804. Mehrere Cantaten.
1805. Cantate, im Auftrage der Kai»
serin Thercse zum Namenstage des Kai'
sers Franz I. comvonirt, und im Lust'
schlösse zu Hetzendorf aufgeführt. Von den
Hauptstimmen sang den Sopranpart die
Kaiserin selbst. Seyfr ied erhielt aus
diesem Anlasse eine goldene Tabatiöre.
1806. Die RĂĽckkehr des Vaters.
Text von Seyfried's Bruder Joseph. Diese
Kantate wurde anläßlich der Rückkehr des
Kaisers, den politische Verhältnisse längere
Zeit uon Wien fern hielten, geschrieben, und
in der jährlich am Christabende zum Besten
des VĂĽrgerspitalfondes stattfindenden musika
lischen Akademie aufgefĂĽhrt.
1812. Zwei achtstimmige Nocturnen
— .Cantäte zur Jubelfeier drs Professors
Gölsch,- im Nniversitätssaale aufgeführt.
181k. Oesterreich'S Jubel tag. Alle
gorischer Weihegesang zur glorreichen Ver-
mälungSfeier des Kaisers Franz I. mit
Karol ine Auguste, Kronprinzessin von
Bayern.
1817. Die Israel i ten in der WĂĽste.
Oratorium von Bach. In der Bürger«
Akademie am Weihnachtstage aufgefĂĽhrt.
Seyfr ied vermehrte die Instrumental«
Begleitung, kĂĽrzte Mehreres. fĂĽgte die Fuge
ĂĽber des Meisters Namen H, ^, L, S, fĂĽr
das volle Orchester gearbeitet, als OuvertĂĽre,
und zum Finale den majestätischen Doppel«
Chor „Heilig, heilin, heilig" bei. Außerdem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon