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) Georg 244 igl) Georg
ausgezeichnet wurde. Sie ist auch im
VIII . Saale deS k. k. österreichischen
Museums für Kunst und Industrie durch
eine Collection Seidenvelourtapeten.
Alpenblumendecorationen für Wände
und Plafonds vertreten. Der obige, in
Prag ansaßige Künstler Bernhard
Sieburger, dürfte wohl einer der
Firmatrager dieser Tapetenfabrik sein.
Debatte (Wiener polit. Parteiblatt) !868.
Nr. 244, im Feuilleton: ,. Vom Künstlerfest".
Von C. Abani. — Neues Fremden»
Blat t (Wien. 4«.) 1863. Nr. 264: „Die
I I I . allg. deutsche Kunstausstellung im neuen
Künstlerhause zu Wien". — PragerZei«
tung i868, Nr. l!4. im Feuilleton.- „Die
Gemälde.Ausstcllung von t848". Von C. M.
Sauer.
Siegel, Siegl, Sigel und Sigl.
Unter dieser vierfachen Schreibart er-
scheint der Name Siegel. Aus der
Aussprache ist die Schreibart nicht zu
erkennen. Ich lafse somit hier alle Per»
sonen dieses Namens in der alphabeti«
schen Ordnung ihrer Taufnamen, mit
Beibehcilt ihrer wirklichen Schreibweise,
folgen, und die Ruckweise an betreffender
Stelle ermöglichen unter allen Umständen
das Auffinden deS Namens.
Siegel, AloiS, siehe: Siegl, Johann
sin den Quellen S. 23t. Nr. 1).
Eiegl, Anton, siehe: Siegl, Johann
» den Quellen S. 23l. Nr. 2^.
Siegl, August, siehe: Siegl, Johann
»den Quellen S. 231, Nr. 3^.
Stgl, Georg (Industriel ler, geb.
zu Brei tenfurth nächst Kalksburg
bei Wien im Jahre 4811). I n einer
reizenden, aber auch ziemlich armen
Gegend an den Auslaufen des Wiener»
Waldes, in dem von den Wienern auf
Sonntagsausfiügen hausig besuchten Breitenfutth geboren, verbrachte ^>. in
den allerbescheidensten Verhältnissen seine
Jugend. Seine Eltern hatte er frühzeitig
verloren und kam dann in eine Schlosser,
werkstätte, wurde Geselle und ging darnach,
wie es im alten Handwerk eine schlichte,
aber gute Sitte war, auf Wanderung.
Siebenzehn Jahre alt. verließ er seine
Heimat und durchwanderte die Schweiz,
Bayern, Würtemberg, überall Erfahrun-
gen für daS Handwerk, das er übte,
sammelnd. Im Jahre 1832 kehrte er
nach Oesterreich zurück, ließ in Wien sich
nieder und trug das Seinige dazu bei,
die Buchdruck'Schnellprefsen in Schwung
zu bringen. Seine Bedeutung machte
sich in Kürze geltend und bald erhielt er
Anträge von auswärts, Schnellpressen
einzuführen. So kam er 1840 nach
Berlin, wo er dann sofort eine Fabrik
von Schnellpressen einrichtete, den Markt
in diesem Industriezweige beherrschte,
und mit seinen Erzeugnissen nach allen
Richtungen der Windrose Eingang fand.
Mit erfolgreichen Ergebnissen seiner Thä-
tigkeit kehrte S. im Jahre 1846 in seine
Heimat zurück und ließ sich nun bleibend
in Wien nieder. Daselbst legte er zuerst
im Baron Purho n'schen Hause am
Alserbach eine Fabrik an. welche nebst
Schnellpressen auch Perrotinen und
Rouleaux erzeugte. DaS Geschäft kam
in immer höheren Aufschwung, bis Ende
t860 hatte eS nicht weniger denn
721 Schnellpressen geliefert, darunter
39 von Sig l construirte lithographische
Schnellpressen, von welch' letzteren sechs
Stück ihren Absatz nach England fanden.
Von der oben genannten Zahl waren
328 in Oesterreich, Preußen und den
deutschen Bundesstaaten in Thätigkeit,
193 vertheilten sich nach Rußland, Italien.
Dänemark. Schweden, Norwegen, Eng.
land, Holland, Belgien, nach der Türkei,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon