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) August 251 Sieges Wenzel
Nch durch eigenen Fleiß zum Lehrer empor,
der seit dem Jahre 1318 bis an seinen Tod
nahezu ein halbes Jahrhundert hindurch in
verdienstlichster Weise das Lehramt versah
und viele Tausende Knaben und Mädchen an
den Schulen zu Wteln (l8l6—1823), Dau<
bitz (l823—t828). Khaa (1828—1833), Krei'
bitz'Neudörfl (1833 — 1842) und Schönlinde
(1843—1856) herangebildet hat. Alles stimmt
überein in der Anerkennung seiner Tüchtig-
keit im Lehrfache und seines eifrigen Be»
mühens um Emporbringung der Kirchen«
musik, in welcher er selbst treffliche theore«
tische und praktische Kenntnisse besaß. Nack
der bischöflichen Visitation im Jahre 185«
wurde der damals schon 54jährige Lehrer in
Würdigung seiner Verdienste um Schule
und Schuljugend zum Musterlehrer für
den Böhmisch-Kamnißer Schulbezirk ernannt.
Die unten genannte Quelle enthält seinen
ausführlichen Nekrolog. ^No rd böh misch er
Gebirasoote (Rumburg. Fol.) 22. Octo»
ber .1864, Nr. 43: „Wenzel Siegel".) —
3) Eines. S i rge l , ohne Angade seines
Taufnamens, gedenkt in aphoristischer aber
doch bemerkenswerther Weise Kertbeny in
dem unten bezeichneten Büchlein, Nach die»
sem ii't Siegel ein geborener Wiener.
.Prälatensohn, war im Jahre 1848 Student
in Wien, ging dann nach Ungarn, wo er
Honvud wurde. Nach Bewältigung der
Revolution flüchtete er in die Türkei, trat
zum Islam über und wurde Hauptmann in
der türkischen Armee. Im Jahre l8Zi be>
gleitete er Kossuth nach Amerika. Kerl«
beny nennt ihn nun „Verbessern' der Näh»
Maschinen durch Magnetism". Im Jahre
1833 errichtete er eine (Nähmaschinen- ?>
Fabrik in Paris, kehrte aber l838 wieder
nach Amerika zurück lKertbeny (K. M.).
Tie Ungarn im Auslande. I. Nan^'nsliste
ungarischer Emigration sett l848. 2UU0 Num<
mern mir biographischem Signalement (Brüs<
sel und Leipzig 1864. Kießlmg uno Cump.,
kl. ko.) S. 37. Nr. t3l2.^
Siegenthal, siehe: Nersina von Sie-
genthlll, Eduard und Heinrich Freiherren
. I, S. 334, 333^.
Sicgerist. Moriz, siehe: Eigrist^
Franz sin den Quellen Nr. 3).
Siegl, Anton, siehe diese Seite oben
Nr. 2.
Noch sind crwahnenswerth: <) Alois Siegl ,
ein Zeitgenoß, Bildnißmaler in St. Polten,
von dem <870 in der Juni-Ausstellung des
österreichischen Kunstvereins ein in Oel ge.
maltes Bildniß zu sehen war. sMonats-
Verzeichnisse des österreichischen Kunst-
vereins (Wien. 8«) Monat Juni 1870
(214. Ausstellung) Nr. 144/Z — 2) Anton
Sieg l (geb. im Jahre 1763. gest. zu Wien
6. Mai 1846), ein Wiener Bildnißmaler.
von dem in der Iahres'Ausstelluna 1838 in
der k. k. Akademie der bildenden Künste zu
St. Anna in Wien zwei in Oel gemalte
Bildnisse ausgestellt waren. Dem Heraus»
geber dieses Lexikon» dünkt es, daß dieser
Künstler und der folgende eine und dieselbe
Person seien und daß in. den Taufnamen,
welche vielleicht aus dem einfachen A in
Anton und August inte» prrtirt wurden, der
Irrthum zu suchen sei. sKata log der
Iahres'ÄuSstellung in der k. k. Akademie
der bildenden Künste bei St. Anna in Wien
(80.) l838. S. 26. Nr. 39l und 392.) —
3) August S ieg l . ew Bildnißmaler in
Wien aus der Zeit zu Ende des 18. und
zu Anbeginn des 19. Jahrhunderts, der um
l?90—1810 in Wien seine Kunst ausgeübt
hat. Er war ein seiner Zeit gesuchter Künst-
ler, der verschiedene ausgezeichnete Person-
lichkeitrn gemalt hat, deren Bildnisse dann
mitunter oon verschiedenen Künstlern in
Kupfer gestochen wurden, so z. B. jenes tes
Rathes August Vei th uon Schitt lers.
berg, gestochen von I . Keller; des k. k.
Consistorialrathrs Johann Christian von
Engel, das Samuel Czetter 1803 in
Wien stach, und jenes des Recktvgelehrten
yran; Edler von Zei l ler , gestochen uon
Karl Hermann Vfei ff er Nagler in seinem
„Allgemeinen Künstlcr<Lerikon" schreibt unseren
Künstler Siegel. Auf dem Bildnisse Johann
Christian von Engel's, das Herausgeber
in seiner eigenen Bildnißsammlung besitzt, er»
scheint er Siegl geschrieben, und zwar lautet
die um Engel's Medaillon ausgeführte
Umschrift wörtlich,- sisFl xiux. — souixs.
Visrmao l l>(»3 Iain. Ossttsr ttuu^ai'UL. Also
hicße auch der Kupferstecher des BildeS nicht,
wie Nagler ihn nennt, Zeltner, sondern
Samuel Czetter. Nebenbei bemerkt, ist
mir cin Kupferstecher Namens Zel tnr r
unbekannt. — 4) Wenzel Siegel (geb. zu
Preschen bei Osseg in Böhmen 6. Jänner
1802. gest. 28. September 1864). Der Sohn
eines mittellosen F-. ldgärtners, arbeitete er
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon