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Siejkowski 236 Siemianoroski
gisterwürde besaß und zuletzt die
eineS Priors im Dominikanerkloster zrr
h. Dreifaltigkeit in Krakau bekleidete
von welchem er selbst die ausführlichst
und genaueste Beschreibung verfaßt hatte
Außec ciner großen Anzahl unter dem
Namen der Panegyriken bekannten Ge
legenheitsschriften in lateinifcher Sprache,
welche später unter dem Titel:
nss ^?-sli^ato?-i'as" (^rai^au 1748) ge
sammelt erschienen, ist S. noch Verfasse
der nachstehenden. auf Quellenforschung
beruhenden und für die Kirchen« und Ge
lehrtengeschichte Polens im Allgemeinen
Krakau's aber insbesondere wichtigen
Werke: „ OH^onieo« ^nl'psT'sl'ztati
1733, 4"); —
^'s" (idiä. 1743
viensis« (id. 1747,4<>.);— „
Jahrestage der gottseligen Männer aus
dem Predigerocden, mit Beschreibung der
Kirchen und Klöster der polnischen Or-
densprovinz (ebd. 1743. 4".), mit reichen
Materialien zur Geschichte des Domini»
kanerordens in Polen; — „Fwlalniea
Fa/iska", d. i. DaS Festhaus des Herrn
(ebd. 1743, 4".). eine quellenmäßige Ge«
schichte der Kirche zur h. Dreifaltigkeit,
einer der ältesten in Krakau, welche eben
das Dominikanerkloster ist, mit Biogra«
vhien der heiligen und gelehrten Man«
ner dieses Klosters. daS zur Zeit als
Siejkow ski'S Werk erschien, nicht we-
niger denn <04 Ordensmitglieder in sei-
ncm Hause zahlte. In Handschrift hin-
lerließ S. eine Bibliothek ausgezeichneter
polnischer Kanzelredner.
N2e?k!op66ii'2 Z)o^22sckua, d.i. All.
gemeine (polnische) Encyklopädie (Warschau
l865, Orgelbrand, gr. L".) Bd. XXIII, S, 4l5. SielllillNowski, Franz Xaver Ritter
von (Maler. geb. in Galizien im Jahre
1811. gest. zu Lemberg 8. Jänner
1833). FranzAaver und fein Bru-
der Max imi l ian traten beide nack be«
endeten juridischen Studien in den kaiser-
lichen Staatsdienst und bekleidete Franz
Xaver, zur Zeit als er starb, dic Stelle
eines k. k. BezirkScommissars. Die Brüder
waren beide geschickte Aquarellmaler und
haben in der Iahres-Ausliellung 1838
in der k. k. Akademie der bildenden Künste
bei St. Anna eine Reihe von Aquarellen
mit Ansichten aus Niederösterreich, dem
Salzkammergut und Bteiermark auSge»
stellt, als deren Maler beide Brüder g e-
meinschaftlich bezeichnet waren. Die
ausgestellten Aquarelle stellten dar: eine
„Ansicht des inneren Schln5slillfe5 i>rr Anine
Agy5trin und Kl8 Nonauthalez"; — , Aussicht
ans den Ruinen non Nnrnztein" ; — „Ansicht
des Ml5tlldttr-ZerZ"; — „ZlnZicht nun Salz-
bnrg"; — „Zlnsicht eines Theiles llcin Nrems
nebst stein und Muntern"' — „Aussicht von
der Höhe uun Scheiuenhak über die Auine Zürn-
stein, in der Ferne die österreichisch-steierischen
Gebirge"; — „Parthie uan Hallstadt". Seit
dieser Zeit haben die Brüder nicht aus-
gestellt. Im Jahre 1853 starb Franz
Xaver zu Lemocrg im Alter von 42 Jah-
ren und sein Bruder Max imi l ian
brachte die Nachricht von dem Ableben
seines „innigstgeliebten BruderS" selbst
zur öffentlichen Kenntniß. Max imi l ian
war damals k. k. Ministerialconcipist.
Im Jahre 1860 befand er sich als Comi-
atSvorftand zu Leutsckau in Ungarn und
war zugleich Conservator für Erforschung
und Erhaltung der Baudenkmale für die
Zips. Ob er noch lebt oder bereits sei«
nem Bruder nachgefolgt, istnicht bekannt'
ie Staatshandbücher weisen ihn nicht
mehr als im Dienste stehend nach.
Kataloge der IahreS,Ausstellungcn in der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Volume 34
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Seidl-Sina
- Volume
- 34
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon