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Vorbereitungsstudien beendete er in 3em
berg, alsdann begab er sich nach Wien,
wo er an der dortigen Hochschule die
medizinischen Studien hörte, den Doctor-
grad und 1819 insbesondere das Magi
sterium der Augenheilkunde erlangte.
Früher schon war er als Assistent an
Seite des berühmten Wiener Augen«
arztes Dr. G. I . Beer Md. I> S. 222^
thatig. Die Verhandlungen wegen einer
im Jahre 1819 ihm angebotenen Pro»
fefsur an der Universität Wiln.i zer-
schlugen sich. Nun kehrte S. nach Lern«
berg zurück, wurde dort Assistent und
zugleich Secundarius an der Klinik und
Abtheilung für äußere Krankheiten, spä-
ter PhysikuS im Spital der barmherzigen
Schwestern und im Gefängnißspital und
während der Cholera Physikus des 3em-
derger Kreises. Im Jahre 1810 erfolgte
seine Ernennung zum Augenarzt für ganz
Galizien, in welcher Eigenschaft er sich
bald cinen ausgebreiteten Ruf erwarb.
Außerdem übte er die unentgeltliche
Praris für die Tauben und Blinden aus.
Das Blinden.Institut in Lemberg ver-
dankt fein Errichtung vornehmlich den
Bemühungen S iaw iko w s ki's. Als
endlich an der Hochschule in Krakau eine
besondere Lehrkanzel für Augenheilkunde
festgesetzt wurde, folgte S. im Jahre
1831 der an ihn ergangenen Berufung
dahin und versah in einer seinem voraus«
gegangenen Rufe entsprechenden Weise
dieses Lehramt. Als Schriftsteller, auf
medicinischem Gebiete thatig, hat S.
nachstehende Werke veröffentlicht: „Nb-
Handlung über die Würmer in Menschen" (Wien
1819, 8o.); — „Ueker die (5tilllerll in Dm-
berg uniü dem Amberger Kreise" (Iemberg
1832): — „Ueber die epidemische Zngen-
Gichündung" (Wien 1849)' — „FaHanea
o/btt5l's^csns") d. i. Oculistischc Beob-
achtungen (Warscbau 1833, 8<>.); — ml'n sl's e^o^s^l/", d. i.
Rathschlage bei Herannahen der Cholera
(Lemberg 1848); —
a", d. i. Ver-
gleichender Neberblick auf die Entwick-
lung des beginnenden grauen Staars
^Ätaraota), schwarzen Staars <
515) und grünen Staars
(Krakau 1814, 80.).
d. i. Lemberger Wochenblatt. Literaturblatt.
Iahra. 1830. N. 3l. T. 2S5.
8lechta sprich: Schlechta^, Johann
(Maler , Geburtsort und Jahr unbe-
kannt), Zeitgenoß. Die unten bezeichnete
Quelle nennt ihn rinen Maler aus Chru-
dim in Böhmen, und berichtet von ihm,
daß er im Jahre 1842 den Hochaltar in
der Kirche zu Ostrodov auf der ehe-
maligen Herrschaft Richenburg ftafsirt (?)
und ebendaselbst das Altarbild: „Der
h. Karttillllllniins" gemalt habe. Weitere
Nachrichten über diesen Künstler fehlen.
I^ a.6. Nie^65 a ^. HI kl)', d. i. Conoer»
sationö'Lerikon. Redi^irt von vi-. Franz Lad.
Riege:,- und I. Mal>- lPraq l872. Koder,
3er,.8<>.) Bd. XI, 2. 214.
8!echta, siehe: Echlechta v. Wschehrd,
die Freiherren s^iehe Bd. XXX, 5. 39
und in den Quellen S. 6l u. f.^.
8lechta, Anton, siehe: ^chlechta von
Wschehrd M . XXX, S. 67. Nr. 2^
8leczkowski, Andreas (gelehner
Theolog, geb. in Galizien, Geburts-
jahr unbekannt, gest. zu Krakau im
Jahre 1786). Widmete sich der theolo-
gischen Laufbahn und war Professor der
Homiletik an der Krakauer Hochschule,
an welcher er auch das Magisterium der
Philosophie erlangt hatte, dann wurde
er Kanonikus an der Collegiatkirche zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Sinacher-Sonnenthal
- Volume
- 35
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1877
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 388
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon