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Qski, Felix 138 i) Felix
Erricbtang einer Creditgesellschaft in Ga>
li^ien (Lemberg 1833); —
(ebd. 1833): —
4", d. i. Lemberger Festbuch oder
Kalender auf das Jahr 1834 (ebd. 1834).
I n Handschrift hinterließ er eine „Ge-
schichte des westlichen und sĂĽdlichen Polen
in den ersten zehn Jahrhunderten der
christlichen Aera"; die metrischen Ueber-
setzungen in polnischer Sprache mehrerer
Werke Shakespeare's und BYro n's
und eigene Poesien, darunter ein Ge»
dicht in 21 Gesängen, betitelt: „Ads^vio-
ni.6 Ln-ikta", d. i. Die Erlösung der Welt,
u. m. A.
Nuc^'ki ox» eä)'H 2. pc>^v526c1m a , d. i.
Polnisches Conuersations-Lerikon (Warschau,
Ol-gelbrcmd. Lex,<8".). Bd. XXIII, S. 6t8.
ElotwinZki, Felix (staats- und rechts-
wissenschaftlicher Schriftstelle r, geb. ;u
Borow im Tarilower Kreise Galizien's
am 17. Mai 1788, gest. zu Krakau am
9. März 1862). Gin Bruder des Vorigen.
Die Normalschule besuchte er im galizischen
Städchen Iaslo bis zum Jahre 1798.
in welchem er das Gymnasium in Tar«
now bezog, welches er im Jahre 1803
verlieĂź, um in Lemberg Philosophie zu
hören, worauf er an der Universität zu
Krakau den Nechtsstudien oblag und die»
selben im Jahre 1808 beendete. Im
Jahre 1809, in der Epoche der Einver»
leibungWestgalizien's in dagHerzogthum
Warschau, wurde S. zum Professor in
den Krakauer Schulen ernannt und ver-
blieb in dieser Dienstleistung volle drei
Jahre. UeberdieĂź trug er im Jahre 1811
Naturrecht an der Universität in Krakall
vor. Nachdem er noch im nämlichen
Jahre die philosophische DoctorwĂĽrde
erlangt, erfolgte im Jahre 1812 seine
Ernennung zum wirklichen Professor deS
Naturrechtes -und der politischen Oekono» mie an der Iagellonischen Universität.
Im Jahre 1813 wurde er zum Doctor
der Rechte promovirt, erhielt ĂĽberdieĂź
eine Stelle beim Civil-Tribunal erster
Instanz des Krakauer Departements,
welche Stelle er bis an seinen im Alter
von 74 Jahren erfolgten Tod bekleidete.
AuĂźerdem versah S. wahrend seiner viel-
jährigen Dienstzeit noch verschiedene an«
dere öffentliche Aemter und Würden: so
war er feit 1822 Kronfiscal. während der
Jahre 1818-183? Mitglied des gesetz.
gebenden Körpers der Krakaller Repu»
blik, dann Decan der juridischen Facul»
tät an der Krakauer Hochschule und seit
i 833 Professor des römischen und Kirchen-
rechtes, welche Fächer er bis zum Jahre
1848 vortrug, worauf er die Professur des
Natur» und Kriminalrechtes übernahm
und diese letztere bis an sein Ableben be»
hielt. Dann wurde er auch in den
Jahren 1818. 18l9. 1820, 1821, 1822
und 1833 bald von Seile der Hoch-
schule, bald von Seite der Gemeinde als
Abgeordneter in den Landtag des Frei»
staates Krakau gewählt. Als Fachschrift-
steller viele Jahre hindurch thätig, hat
er folgende Werke veröffentlicht: „Oe
kau 181 l) 4".); — „0 /^/^<?,-///^>?'a
s«.?'36io", d. i. Von der Geschichte des
Naturrechtes und dcn verschiedenen Sy»
stemen seiner Autoren (ebd. 1312, 4".);
/e^'^a?')?«!?/". d. i.
Von der mathematischen Methode i.m
Allgemeinen und vom Unterrichte der
Elementarmathematik im Besonderen
(ebd. 1813, 8".); — „N-awo n « i ^
F»?'i/^<2^6 ^?'^en ^?'. H5s///s?'tt". d. i.
Naturrecht, von Franz Zeiller, in's Pol.
nische übersetzt (ebd. 18l3. 8".); — ,F?-6-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Sinacher-Sonnenthal
- Volume
- 35
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1877
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 388
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon