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Smolik 197 Smol.k.2
einem Gymnasium abgelegt, brachte er
sein Probejahr in Prag zur Hälfte an
dem Gymnasium auf der Kleinseite, zur
anderen Halste in jenem der Altstadt zu
und wurde zu Anfang des Schuljahres
4867 zum supplirenden Professor am
Neustädter Gymnasium ebenda ernannt,
in welcher Stelle er durch sieben folgende
Jahre thatig blieb. Nun erfolgte im
Jahre 1864 seine Ernennung zum Pro-
f^fsor der Mathematik an der höheren
Realschule inPardubitz, von wo er im
Jahre 1871 in gleicher Eigenschaft an
das öffentliche Realgymnasium auf der
Prager Kleinseite kam. Seit dem Jahre
4872 wirkte er zugleich als provisorischer
Professor der Mathematik und Physik an
der öechoslavischen Handelsakademie in
Prag, in welcher Doppelstellung er zur
Stunde noch thätig ist. Seine schrift-
stellerische Wirksamkeit beschrankt sich auf
Arbeiten im Gebiete der Mathematik und
Archäologie, welche zum Theil selbststän»
dig, zum Theil in den periodischen Schrif-
ten „Hivg.^ d. i. Ceres, und „?a,inä.t1;^
arob.eoIoFiQiv6" abgedruckt erschienen
sind. Von den selbstständig herausge«
gebmen sind zu nennen: „Aanknos^o/ilii
L?-o F?/?n?la6z'a a ?-sa?Hi/^ d. i. Die Lehre
vom Styl für Gymnasien und Realschu«
len (1838); — „^oe^n/ HniHa ^?-o
nz'Fsz'L^nznttsl'«m^, 2 äi l^, d. i. Rech«
nungsbllch fĂĽr Untergymnasien, 2 Theile
(1838)' — „^0^)«<?6H)7'V/!//^«^'l^6^O
sfn^ns", d. i. Gleichungen des ersten und
zweiten Grades, bildet auch den ersten
Theil des Werkes: „
H^) d. i. Die Mathematiker in Böhmen
seit GrĂĽndung der Prager Hochschule
(Prag 1363. gr. 8".), worin S. mit
Meister Havel (Gallus). im Jahre 1346
erzbischöflicher Vicar, beginnend, bis auf
Daniel 'Basi l von Deutschenberk (geb. zu Leipzig 1383. gest. 1628) die
literarischen Lebensskizzen von 40 Mathe«
matikern, welche in Böhmen geschrieben
haben, mittheilt. Die Schrift ist ein
Separatabdruck aus der
d. i. Buchstaben-Rechnung für Ober»
Gymnasien und Realschulen (1870); —
„^l/konns FOStä/^v/", d.i. Praktische
Rechnungskunst (1872); — „U^eus
I/«)'«?^ und „ 73"tt?'a?nll6? !V ^oö^Ov/o".
Zwei Sonderabdrücke aus dem Pro»
gramme des Realgymnasiums auf der
Prager Kleinseite 1872 und 1873. I n
Vorbereitung zur Herausgabe hat S.
eine kaufmännische Rechnungskunde für
den Gebrauch der öechischen Handels»
Akademie in Prag. Auch arbeitet er an
dem böhmischen Conversations« Lexikon
(älovink nauöQ^) mit. Die königlich
böhmische Gesellschaft der Wissenschaften
in Prag hat S. im Jahre 1863 unter
ihre correspondirenden Mitglieder auf«
genommen.
cs3!:o5iov6Q5ke, d. i. Geschichte der öecho»
slavischen Sprache und Literatur (Wien 1868)
S. 288.
s Franz (Abgeo rdne te r
des österreichischen Reichsrathes, geb. zu
Kalusz in Galizien im Jahre 1810).
Sein Vater Vincenz, von polnischer
oder vielmehr slavischer Abstammung,
diente ursprĂĽnglich in der kaiserlichen
Armee, wie dieĂź aus einem Briefe ersickt-
lich. den er als Lieutenant im2.Huszaren-
Regimente von den Vorposten bei Schaff»
hausen am 10. Mai i799 an seinen
Schwager V o lkmer, Zolleinnehmer zu
Krautenwalde in Oberschlesien, geschrie»
ben, worin er ĂĽber den Sieg unserer
Waffen in der Schlacht an der Adda be-
richtet. Der „Mährische Correspondent"
(1861. Nr. 46) theilt dieses Schreiben
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Sinacher-Sonnenthal
- Volume
- 35
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1877
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 388
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon