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Smrökll 210 Smräka
Sohnes auch dem Vater zugeschrieben
wird. I n den dem Verfasser des Lexikons
damals zu Gebote stehenden Quellen
war, von einer Doppel.Persönlichkeit,
8 m o ran6Vater und 3mo rano Sohn
nie die Rede, sondern es wird dort nur
von einem Architekten 8 moran 6 berich
tet. der in wohl zu entschuldigender Weise
immer für eine Person angesehen wurde,
was noch um so leichter geschehen konnte,
da sowohlVater als Sohn den Taufnamen
Franz führen. Also der Sohn Franz,
der unter der unmittelbaren Leitung sei»
nes Vaters und im Prager Polytechnikum
sich ausbildete, begab sich nach im Jahre
4868 beendeten Studien auf Reisen in's
Ausland, wo er seine Architectur>studien
an den Meisterbauten verschiedener Lan-
der und Zeiten fortsetzte. Auf diesen Rei-
sen kam er nach Egypten. trat dort in
dieDienstedesVice-Königs und bewährte
durch verschiedene daselbst ausgeführte
Bauten bald seine Geschicklichkeit als
Architekt. Was nun im oberwähnten
Artikel über Franz Schmoranz Vater
auf Seite 337. zweite Spalte, von der
letzten Zeile: „Spater t rat S. als
Architekt" weiter berichtet wird, gilt
von Franz Schmoranz dem Sohne.
Im Uebrigen vergleiche die Vorrede zum
XXXI. Bande auf Seite XX.
Smröklt, Joseph Christian (Vio lon-
cel l -V i r tuo s, geb. zu Müh thau-
sen in Böhmen 23. März 1766. gest. zu
London 28. April 1793). Sein Vater
war Syndicus und städtischer steuerein-
nehmer in Mühlhausen, der für eine gute
Erziehung des Sohnes sorgte. Dieser
kam im Alter von neun Jahren als Sän-
gerknabe in das Stift der Kreuzherren
mit dem rothen Sterne nach Prag. Da-
selbst setzte er die Studien fort, und in
der Musik wurde der berühmte Johann Kozeluch M . XI I I , S. 90 j^ sein Lehrer.
Alsdann trat er in die Hauscapelle des
Grafen Czernin mit ansehnlichem G»-
halte und aus dieser als Concertmeister
bei dem Grafen La m be rg ein. Als ihn
Kaiser Josep h I I . eines Tages spielen
gehört, ernannte er ihn zum k. k. Hof.
Kammer.Violoncellisteu. Bis zum Aus-
bruche des Türkenkrieges blieb er in die.
sein Dienste. Als aber nun die Kammer»
Musik des Kaisers aufgelöst wurde, erhielt
auch S. gleich Anderen seine Entlassung.
Aber Fürst Kaunitz nahm sich des jun«
gen. talentvollen Musicus an und er»
wirkte ihm ein Reisestipendium. Im Jahre
1788 trat er seine Reise an. besuchte
Brüssel, wo er ein halbes Jahr am Hofe
des dortigen Gouverneurs Alber t Her.
zog von Sachsen'Teschen verweilte. Dann
ging er nach PariS, von wo ihn 1792 die
Revolutionswirren vertrieben. Im Jahre
1793 reiste er nach London, wo er aber
schon nach wenigen Monaten im Alter
von erst 27 Jahren starb. Auch als
Compositeur war S. thätig gewesen und.,
hatte er außer einigen Concertstücken und
Sonaten für sein Instrument, das Vio»
loncell, auch eine kleine Oper geschrieben,
welche ungedruckt gebliebenen Arbeiten in
den Besitz seines ihn überlebenden Va-
ters gelangten. Mit S. verlor die Ton»
kunst vor der Zeit einen Künstler, der zu
den schönsten Erwartungen berechtigte.
Oesterreich! s
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die uon (Hräffer und (5z ikann (Wien
<837. «" ) Bd. V, S. l'6, - Dlaöacz
(Gottfried Johann), Allgemeine,.' historisches
Künstler«Lexikon für Böhmen und zum Theile
auch für Mähren und Schlesien (Vrag l815,
Goitl. Haase. 4".) Bd. l l l . Hp. lu?. —
Neues N n i u e r >' a l > Lerikon der Tun»
kunst. Angefangen von Dr. Iuliu6 S cklad e-.
dach. fortgesetzt von Ed. BernSdorfs
(Dresden. Rob. Schäfer, gr. ä".). Vo. I I I ,
S. »86. — Mener (I.), Da5 glvße Con>
uersationS'.3el.-ikllN für die gebildeten Stände
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Sinacher-Sonnenthal
- Volume
- 35
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1877
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 388
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon