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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
Page - 224 -
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Page - 224 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Volume 35

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) Franz Joseph 224 Sober ihn Kaiser Leopold I. zum geheimen Rath, 1660 wurde er der erste Bischof von König, grätz und nach dem Tode des Fürsterzbischofs Johann Wilhelm Graf Kolowrat-L i eb< stein sky ^Bd. X I I , S. 632, Qu. 36) im Jahre l669 Erzbischof von Prag. I n dieser Stellung war er besonders als Leiter des Reformaiionswerkes (zur endlichen Ausrot» tung der Ketzer) thätig, beförderte zur Star. kung und Bekräftigung der katholischen Ge- sinnung die Gründung von Bruderschaften, von denen die Heredität deS h. Wenzel zu seiner Zeit, 1670, entstand. Seine verdienst« lichste That ist sein Beschluß, die Herstellung und Vollendung des Prager Domes, an welchem er, 1671, aus seinen Mitteln die St. Wenzelscapelle renooirte, 1673 den Grund zum neuen Kirchenschiff legen und indemselben, Mitte 1674, die Capelle des h. Adalbert er» bauen ließ. Ausführliche Darstellungen über sein Leben geben die in den Duellen genann- ten Werke. Anton Fr ind in seiner „Ge> schichte der Bischöfe und Erzbischöfe von Prag" berichtet: Sodek sei auch Propst des Filialklosters in seinem Vaterorte Raigern gewesen, was doch wohl ein Irrthum sein möchte, denn ein Sobek erscheint unter den Nebten des StifteS Raigern nicht, l s r ind (Anton). Die Geschichte der Bischöfe und Erzbischöfe von Prag (Prag 1873. Caloe. 8».) S. 223. — H/onss sVos. sp>ai.^> Inllilae üoetau Alorkvias (Vi-unnas 4790).) — 2. Franz Joseph Sobek (geb. zu Krippau bei Ludiß in Böhmen zu Anbeginn des lau, fenden Jahrhunderts). Nachdem er in der Musik eine tüchtige Allsbildung erlangt, unter» nahm er im Jahre 1836 durch Sachsen, Preußen, Hannover und Oldenburg eine Neise nach der Insel Wangeroge in der Nordsee, an bedeutenderen Orten Concerte gebend, und dann weiter nach Bremen. Dort schiffte er sich Mitte November 1836 nach Amerika ein. landete Anfangs Februar 1837 in New-York, von wo er seine Künstlerfahrt nach Phila- delphia, Baltimore, Washington, Boston, Albany, Saratoga, dann auf dem Ohio nach Pittsburg, Cincinati, Louisville, und auf dem Mississippi nachSt. Louis. Natchez. Wigsburg und New'Orleans ausdehnte. Von Nordame« rika begab er sich AnfangS Februar 1838 über den Meerbusen von Mexiko nach Westmdiln, landete auf der Insel Cuba, wo er mit einem Theil seiner Gesellschaft blieb, während der andere sich dem Norden zuwendete. Im Jahre l841 übernahm S. eine Cavellmeisterstrlle im königlich spanischen Infanterie-Regimente Vigo del Havanna in der Stadt Isidor del Holguin. Dort lernte er Maria Ianatia. Toch- ter des Kaufmanns Moner kennen, warb um ihre Hand und führte sie im April 1843 zum Altar. Nun legte er bald seine Capellmeister» stelle nieder, und verließ, vom Heimweh ge» trieben, mit seiner Gattin Anfangs Juni 1843 Westindien. Nach mehrwöchentlicher Fahrtkam er in Europu an, erreichte bald darauf sein Vaterland Böhmen und ließ in Luoitz sich bleibend nieder. S. soll Mehrerrs componirt und für die Eapelle, die er geleitet, arran« gilt, auch über seine große Neise Aufzeich« nungen niedergeschrieben haben, welche bei der Unmittelbarkeit der Anschauung und der Menge der besuchten Lander und Städte nicht ohne Interesse sein möchten. sEgerer Anzeiger 1861. Nr. 35.) Sober, Johann (gelehrter Jesuit , geb. zu Preßburg 4. December 1741, gest. zu Novi 7. Juni 1809). Er trat zu Trentschin in Ungarn in jungen Iah» ren in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er zu Tyrnau die Philosophie, dann zu Gratz die Theologie vortrug, worauf er als Präfect und Professor der deutschen und französischen Sprache im Adeligen Convicte zu Tyrnau thätig war. Nach Aufhebung deS OrdenS berief ihn der Primas Fürst Ba t thyän i , der ihn kennen gelernt, als Lehrer der adeligen Jugend an die in seinem Palaste befind» liche Anstalt und ernannte ihn alsdann um Prafecten der in den Ortschaften nächst der Theiß vorhandenen Volks- schulen. Bald nachher erfolgte seine Ernennung zum Domherrn an der Col» legiatkirche in Preßburg und zugleich zum Stadtpfarrer, worauf ihn Kaiser Leo- pold I I . zum Abt zu St. Aegyd de S i - miglio machte. Nach einiger Zeit bestieg er den Bischofsttz von Novi — eigentlich Zengg, doch ist Novi die standige Nest- den; des Zengger Bischofs — und starb daselbst im Alter von 68 Jahren. Seine GeschäftStücktigkeit und Welterfahrung
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Sinacher-Sonnenthal
Volume
35
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1877
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
388
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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