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Sokolovich 243 Solar
Concert, dessen Reinerträgniß sich auj
1000 Rubel belief. Ueber Sokol'S mu
sikalischen NachlaĂź ist nichts bekannt ge
worden. Von seinen sonstigen durch den
Druck veröffentlichten Arbeiten sind noch
zu nennen: Zwei Lieder-Compositionen,
beide in dem musikalischen Sammelwerke
„VsQko", d. i. Der Kranz, abgedruckt,
u. z :^ „0blÄ2 ins ruilsnk^", d. i. DaS
BildniĂź meiner Geliebten. Von Georg
Hlavao. Lied fĂĽr eine Tenorstimme
stV. Jahrg. (1838)^, und „8Iavw n oli-
las") d. i. Nachtigall und Wiederhall.
Von Maria An ton ie. Für ein Sopran»
Stimme ^ebd.^.
validor. Huäodui t^äsniiik, l>. z Dali»
bor. Musikalisches Wochenblatt (Prag. 4".)
I. Jahrg. (!8S8). Nr. 6.- „Sokol Joseph".
Von E. Melis. — Ambros (Aug. Wilh.
Di-.), Das Conoersatonum in Prag, Eine
Denkschrift (Prag 1838, Gottl. Haase Söhne
so.). S. "9. — Magazin für die Literatur
des Auslandes i868, Nr. 18. S. 263: „Zur
Geschichte derĂĽechen in Deutschland. I. Naive
Darstellungs weise".
Sokolovich, Paul von (k. k. Haupt»
mann und Ritter des Maria Theresien«
Ordens,geb.zu W e rsch etz in der Militär«
Grenze im Jahre 175^. gest. am 10. März
1789). Trat 1775, 21 Jahre alt, als
Cadet in das 9. Grenz-Regiment. in
welchem er bald darauf zum Unterlieute.
nant vorrĂĽckte. Als im Jahre 1788 das
serbische Freicorps zum größten Theil aus
tĂĽrkischen Unterthanen errichtet wurde,
erhielt S. eine HauptmcmnSstelle in dem-
selben. Als solcher focht er im Türken»
kriege und zeichnete sich bei dem Sturme
auf die Palanka vor Schabacz am
23. April g. I . so aus, daĂź ihm in der
18. Promotion (vom 13. November 1788)
das Ritterkreuz deS Maria Theresien»
Ordens verliehen wurde. Er hatte nämlich
mit 60 regulären und 129 irregulären
Soldaten oberhalb Schabacz einen Streif. zug unternommen und dabei die Wei-
sung erhalten, die durch unsere GeschĂĽtze
in Brand gesetzte Palanka zu stĂĽrmen.
Als ihm auf dem Wege dahin der damals
bei der Armee befindliche Kaiser Io«
seph I I . begegnete, rief der Monarch
dem Officier die ermunternden Worte zu:
„Machen Sie, daß Sie in die Palanka
kommen und den Wall erstĂĽrmen".
Hauptmann S. lieĂź die kaiserlichen Worte
sich nicht umsonst gesagt sein. Mit eini«
gen Freiwilligen und dem Regiments«
Ciplan Basilius Bosniak erstieg er zu
gleicher Zeit mit dem Genie»Major Prinz
Karl de Ligne M . IV, S. 212) den
Wall und behauptete sich auf dieser im
Sturm genommenen Stelle, bis zu der
am nächsten Tage erfolgten Kapitulation.
Vier Wochen später, am 22. Mai. griff
S. mit seinem Freicorps die feindliche
Furagiöre bei SelleSnik an und ergriff
ĂĽberhaupt jede Gelegenheit, dem Feinde
Abbruch zu thun. Aber schon im näch-
sten Jahre, im Alter von erst 33 Jahren,
starb S. im Felde.
Hirtenfeld (I.). Der Militär.Maria The.
resien-Orden und seine Mitglieder (Wien
1857, Staatsdruckerei, kl. 4".) S. 236 und
S. 1732.
Solar, Hieronym Johann Nepomuk
(öechischer Schriftsteller, geb. zu N o u«
haus in Böhmen 3. Mai 1827). Nach-
dem er die Ortsschule besucht, bezog er
daS Gymnasium in Budweis, wo er auch
die philosophischen Studien beendete. I n
dieser Zeit lag er auch mit besonderem
Eifer der Erlernung seiner Muttersprache
ob. Am 2l . September 1847 trat er zu
liv in den Pramonstratenserorden und
nahm den Klosternamen Hieronymus
an. Am 28. September 1830 legte cr
das KlostergelĂĽbde ab und verblieb bis
zum 28. Juli 1832 in Königgrätz. wo er
die theologischen Studien beendete, die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Sinacher-Sonnenthal
- Volume
- 35
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1877
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 388
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon