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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
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Page - 251 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Volume 35

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) Angelo SoUmaN) Johann Franz einer Neise nach Mailand fand er bei dem damaligen General-Gouverneur der 3om bardei, dem Erzherzog Ferd iand, die huldvollste Aufnahme. So l iman er reichte ein Alter von 70 Jahren und selbst in seinen späteren Jahren blieb er sich in seiner äußeren Erscheinung fortwahrend gleich, so daß Personen, die ihn vor zwan- zig oder dreißig Jahren gesehen hatten, ihn für einen Sohn von sich selbst hielten und darnach behandelten, was zu man« chen Mißverständnissen und komiscben tzui pro yuo's Veranlassung gab. Im 70. Jahre machte ein Schlagfluß auf der Straße seinem Leben ein Ende. AuS seiner schon erwähnten Ehe hinterließ er eine einzige Tochter, welche die erste Frau eines Freiherrn von Feucb ters leben wurde und demselben den nachmaligen Sudhüttenmeister in Aussee, Eduard Freiherrn von Feuchte rs l eben, Stief« bruder des Poeten und philosophischen Schriftstellers Ernst sBd. IV, S. 210), gebar. So geachtet in allen Kreisen So l iman im Leben war, so konnte er im Tode doch nicht einem den Menschen an und für sich entwürdigenden Schick, sale entgehen. Er wucde nämlich ausge« stopst und plastisch in seiner natürlichen Gestalt im Wiener naturhistorischen Mu- feum aufgestellt, wo er im vierten Stock, werke in einer besonderen, nicht Jeder« mann zugänglichen Localität zu sehen war — oder wohl noch zu sehen ist. S o l i m a n war von mittlerer Größe, schlank und schön gebaut und selbst seine Gesichtszüge besaßen eine sonst Negern nicht eigene Schönheit. I n allen körper« lichen Uebungen gewandt, bewegte er sich mit Anmuth und Leichtigkeit. Er besaß nicht gewöhnliche Kenntnisse, sprach ita. lienisch, französisch und deutsch vollkom. men, vermochte aber auch lateinisch, böh> misch und englisch sich auszudrücken. Ueber seinen Charakter laßt sich aus der vor. stehenden Lebensskizze ein Urtheil fallen. Streng sittlich, hielt er mit orientalischer Zähigkeit unabänderlich an feinem gege« benen Worte. Seine Tracht war orien» talisch, einer Art türkischer weiter Klei» düng, meist blendend weiß, wodurch die glänzende Schwärze noch schärfer abstach. nöFl68 012 l6ok6rok63 8Nl Ieui-5 kaloultög intsNootuoUsL,leurLHUkUtöL morklOZ otlsnr Uttöraturs (karis «808, klaraclan, 8".). ^Die darin enthaltene Biographie Ang e l o Soli» m an's stammt aus der Feder der berühmten Karoline Pichler und gelangte durch Vrr» mittlung einer anderen Daine an Henn Grägoire, nachmaligen Bischofvon Blois.) Soll'MllU, Johann Franz (Histo» rienmaler, geb. in Dalmat ien im Jahre 1716, gest. in Venedig imIahre 1784). Auffallend ist es, daß weder Nagler in seinem „Neuen allgemeinen Künstler.Lerikon", noch Francesco Za- notto in seiner „^uoviZLimg. Auiäa, cli. Venesia." (VenS^ia. !836, Vri2eAkOi> l2".) dieses Künstlers gedenken. Soli« man entstammt einer alten und hoch angesehenen dalmatinischen Familie und beschäftigte sich als Dilettant mit der Malerei, wclche er von TiePolo erlernt hatte. Er lebte meist zu Venedig, wo er auch im Alter von 63 Jahren starb. Von seinen Arbeiten in Venedig sind folgende bekannt: in der Kirche S. Pietto di Ca» stello auf der Insel Quinta Vak>, in denn Pfarre Sol iman lebte, zwei Altarbilder: „OhriZinö am Krknze, zn dessen Fii25rn Maria nnd Magünlena", und „Nlr ZuhaniltZ Evangelist nun himmlischem Feuer beleuchtet ni,l> unter ihm die HZH.Prter nntl Pllnl in schöner Waldgegend". Beide Bilder sind im Jahre 1744 gemalt. Zanot to, welcher in seiner oberwähnten „Auiäa. äi Veme-ia" auf S. 232—238 die Kirche S. Pietro di Castello ausführlich be»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Volume 35
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Sinacher-Sonnenthal
Volume
35
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1877
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
388
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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