Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38
Page - 150 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 150 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38

Image of the Page - 150 -

Image of the Page - 150 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38

Text of the Page - 150 -

Steinmüller 180 Steinringer er so Hervorragendes leistete, und die von ihm noch manches herrliche Werk zu erwarten berechtigt war. S t e i n - mü l l e r muß in seiner Jugend starke Kämpfe zu bestehen gehabt haben, denn m seinem Wesen sprach sich herbe Leiden» schaftlichkeit und Unduldsamkeit aus. Seine lange, hagere Gestalt, sein fin- steres Antlitz mit dem meist wirren schwarzen Haare. feine nichts weniger als geordnete Kleidung stießen von dem Künstler ab, der auch fast gemieden und wohl auch selber meidend, ganz abge» sondert von den übrigen Künstlern, ein» sam und zurückgezogen lebte. I n seiner nur mit dem Nöthigsten dürftig verse« henen, unsauberen Wohnung herrschte eine babylonische Unordnung. Ueber seine Verhältnisse schwieg er hartnackig und insbesondere über sein Geburtsjahr — das aus den Taufbüchern gesucht werden mußte — verweigerte er mit auffallender Absichtlichkeit jede Auskunft, so daß man glauben mochte, er sei außer der Ehe geboren. Hingegen als Künstler nahm er die Sacke sehr ernst, und ging an seine Werke mit dem vollen Ernste, den sie verlangten. Seine Arbeiten in Li> nienmanier gehören zu den vollendetsten ihrer Art; sein Strich ist schwungvoll und sicher, seine Behandlung der ver» schiedenen Töne ungemein rein und wahr, seine Zeichnung peinlich genau, ohne hart zu sein. I n der Behandlung der Ge> wnnder, in der Zartheit der Fleischtöne, die er wunderbar abzustufen verstand, kommen ihm wohl Wenige nach. Stein» mül lers Todesjahr wird verschieden, bald 184t, bald 1843 angegeben; das erstere ist richtig. Oesterreichische National . Encyklo. pädie uon Gräffer und Czikann (Wien l837. so.) Bd. V, S. !45. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler- Lexikon (München 1839, E. A. Fleischmann, 8«.) Bd. XVII, S. 301. — Oesterreich!, scher Zuschauer, herausgegeben von I . S. Ebers berg (Wien. gr. 8o.), Jahrg. 1338, Bd. I, S. 264, im „Rückblick in die Vergan- genheit". — (Hormayr's) Archiv für Ge, schichte, Statistik. Literatur und Kunst (Wien, 40.) x v m . Jahrg. (1827), Nr. 9t, S. 503. — Meyer (I.) Das große Conversations. Leriton für das gebildete Publicum u. s. w. (Hilddurghausen. Bibliographisches Institut, gr. 80.). Zweite Abtheilung. Bd. X, S. 240. — Handbuch für Kupferstichsammler Auf Grundlage der zweiten Auflage von Hellet's praktischem Handbuch für Kupfer» stichsammler neu bearbeitet von Dr. xküos. Andreas Andresen. Nach des Her» ausgeders Tode fortgesetzt und beendet von I . E. Wessely (Leipzig 1873. Weigel, Ler.'s".) Bd. I I , zweite Hälfte. S. 548. — Die Künstler aller Zei tenund Völ» ker Begonnen von Prof. Fr. Mül ler, fortgesetzt und beendigt von Dr. Karl Kl u n« zinger und A. Seubert (Stuttgart 1860, Ebner und Seubert, gr. 8".) Bd. I I I , S. 598. — Kunst. Blatt (Stuttgart, Cotta. 4°.) l828, S. 188 lin einer Besprechung deö Haas'schen Gallene«Werles, wonn es heißt: „Das Werk würde gewonnen haben, wenn Stein müller mehr geliefert hätte" (als die zwn oben genannten Blätter)). Steinringer, Ferdinand (A b t des Benedictinerordens St. Paul in Kärn- then. geb. zu K lageufur t 9. Juni 1796, gest. ebenda 2. Mai 1866). Der Sohn eines Klagenfurter Bürgers, er» wählte er nach beendeten Vorbereitungs» studien den geistlichen Stand, und wurde Capitular der Benedictinerabtei St. Paul. Diese Abtei unterhält am genannten Orte ein Gymnasium und besetzt mit den Lehrkräften des Stiftes das Lyceum in Klagenfurt. Steinr in« ger. der sich nack beendeten theolo» gischen Studien dem Lehramts zuge» wendet, kam im Jahre 1820 als Pro« feffor an das Lyceum nach Klagenfurt, lehrte daselbst im Anbeginn in den Gram. maticalclaffen, dann aber von 1826 bis
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Volume 38
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Stehlik-Stietka
Volume
38
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1879
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
398
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich