Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38
Page - 172 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38

Image of the Page - 172 -

Image of the Page - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38

Text of the Page - 172 -

Stell«) Joseph Georg 472 Stella, Joseph Georg a, Joseph Georg Ritter von sHum anist, geb. zu Plumenau in MĂ€hren 4. April 1804). Sein Vater. AloiS S te l l a , war 'Zuletzt fĂŒrstlich siechten stein'scder Wirthschaftsrath in S<5warzkosteletz. Der Sohn widmete sich nach in Prag beendeten rechtSwifsen» schaftlichen Studien der Advocatur und war zuletzt mĂ€hrisch.schleslscher Landes, advocat in Brunn. Neben seinem Be« rufe als ReĂ€>tsanwalt richtete er sein Augenmerk auf die humanitĂ€ren Anstal« ten der mĂ€hrischen Hauptstadt, welche er ebenso durch pecuniaie Beitrage, wie durch eifrige Mitwirkung in der Aufsicht ihrer Verwaltung nach KrĂ€ften unter« stĂŒtzte. Seiner unermĂŒdlichen ThĂ€tigkeit ist grĂ¶ĂŸtentheils die GrĂŒndung des mĂ€h- risch'schlesischen Blinden-Institutes zu danken, welches nur wenige Jahre nach seiner BegrĂŒndung ĂŒber einen Fond von mehr denn 6l).0l)l) fl. verfĂŒgte, in einem neum, zweckmĂ€ĂŸig erbauten GebĂ€ude- untergebracht wurde, worin eine nam- hafte Anzahl von Zöglingen Lebens» unterhalt, sorgfĂ€ltigen Unterricht und die Mittel zu weiterem Erwerbe fand. In dem zur Errichtung dieser gemeinnĂŒtzigen Anstalt aufgestellten Comils war l)r. Ste l la das thĂ€tigste Mitglied und spĂ€ter als Leiter derselben fĂŒr deren ent» sprechende Entwicklung und Vervoll» kommnung rastlos thĂ€tig. I n der Folge nahm er wieder wesentlichen Antheil an der GrĂŒlidlMg eineg WaiseN'Instilutes fĂŒr die Stadt Brunn, worin seine Be- mĂŒhungen gleichfalls vom besten Erfolg?, begleitet waren. Aber auch an dem poli» tischen und am Gemeindeleden der Stadt Brunn wirkte S. thatigst mit. Das Ver- trauen seiner MitbĂŒrger berief ihn 1848 in den durch Abgeordnete der StĂ€dte verstĂ€rkten mĂ€hrischen Landtag, in wel- chem er. der gemĂ€ĂŸigten Paltet angeho- rend. fĂŒr die Sache der gesetzlichen Ord. nung wesentliche Dienste geleistet hat, Bei der Organisation des neuen Gc« meinderatkieS der Stadl Brunn wurde auch S. zum Mitglieds, spĂ€ter zum Vor« stĂ€nde desselben, desgleichen zu jenem des BrĂŒnner politischen Magistrates ge» wĂ€hlt. Ihm zunĂ€chst verdankt Brunn, daß der Bezirksausschuß der inneren Stadt die erste mĂ€hrische Sparcaffe grĂŒn- dete, welche er auck als erster Ober>Direc- tor leitete; noch wirkte er als Curator der k. k. priv. mĂ€hrisch.schlefischeii roech- selseitigen Brandschaden-Affecuranz- An» stalt fĂŒr das Gedeihen dieses Institutes auf das ersprießlichste. I n allen diesen Stellungen leistete S. Wichtiges und war bemĂŒht, die Interessen der Commune im EinklĂ€nge mit jenen des Staates nach KrĂ€ften zu fördern. Auch mit der Er« richtung des mĂ€hrischen Invalidenfonds steht als Förderer sein Name in Verbin- dĂŒng, so daß ihm in WĂŒrdigung seiner zahlreichen Verdienste um die Stadt BrĂŒnn, um den Staat und um die lei- dende Menschheit von Seiner MajestĂ€t im Jahre 4830 der Orden der eisernen Krone dritter Classe und demgemĂ€ĂŸ der erblĂ€ndischi Ritterstand verliehen wurde. Rittersta nds 'Dip lom uom Jahre l83«. Wiener Zeitung l8li«. Nr. 7?, S. l324. — Bohemia (PrĂ€ger polit. und Unter» haltungsblatt. 4".) 1860. S. 676. Wappen. Ein silberner Schild, »velchen ein blauer und mit einem goldenen Sterne be« legter Querbalken durchzieht. Auf dem Schilde ruhen zwei gegeneinander gekehrte, gekrönte Turnierhelme. Aus der Krone des rechten Helmes wĂ€chst nn goldener und goldgekrow ter Löwe mit nner ausgeschlagenen rothen Zunge empor; auS der Krone des linten Helmes aber ragt ein uon Silber und blauer Farbe quergetheilter, mit dem Sachse ein« wĂ€rtSgetchrter AdlerflĂŒgel hervor. Die H e l m< decken beider Helme sind durchwegs blau, die des rechten HelmeS mit Gold. jene deS linken mit Silber unterlegt. Devise. Unter
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Volume 38
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Stehlik-Stietka
Volume
38
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1879
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
398
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich