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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38
Page - 173 -
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Page - 173 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38

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Stellmag, Karl 173 Stellwag) Karl dem Schilde ist auf einem mit den beiden Enden auswärtsflatternden, blauen Bande die Devise: „Treu und beharrlich" in goldenen Lapidarbuchstaben angebracht. Ein Fräulein S te l l n , ein Wiener Kind. mit dem wahren Namen Stern, sang im Jahre l865 im Scala.Theater zu Mailand in Verdi's „Naduchodonoser" mit großem Erfolge, f r emden-B la t t . Von Gustau Heine (Wien. 4«.) l863, Nr. 287.) Ttellwag von Canon Karl (Augen. arzt und Fach sch riftstell er. geb. zu Lange ndorfj Herrschaft Eulenberg in Mähren am 28. Jänner 1823). Sein Vater war Hoch« und Deutschmeister'' scher Justitiar zu Eulmberg, wo säon der Großvater und der auS Mergent» heim an der Tauber eingewanderle Nr« großvater eine lange Reihe von Iah» reu Amtsuorstehec gewesen sind. DaS Nähere über die Famille siehe S. l76 in den Quellen. Noch im Herbste 1823 kam S. nach Freudenchal in k. f. Schlesien, wohin sein Vater als Justiz.Oberami, mann versetzt worden war. Hier besuchte er die Plansten« Hauolschule, vollendete sodann das Gymnasium zu Olmütz. die philosophischen Studien zu Olmütz und Prag und bezog im Jahre 1841 daselbst die Hochschule. Im October 1843 ging S. an die Universität Wien. wo er am 9. Mär; 1847 die medicinische Doctor« und innerhalb Jahresfrist die Magister- würde der Geburtshilfe und das Doc- torat der Chirurgie erlangte. Nun mel« dete er sich zum Spitaldienste im f. k. allg. Krankenhause zu Wien und wurde als Eriernist der internen Abtheilung des Primararztes Dr. H. B i t tner zu« geldeilt. Ursprünglich halte S. die Ab« sicht. sich der gerichtlichen Medicin zuzu- wenden, und hatte auch im Hinblick auf dieses Vorhaben eine ziemlich umfang- reiche Dissertation: .Die Körperverletzun. gen als Gegenstand der gerichtsärztlichen Begutachtung" (Wien 1847) verfaßt, welche in juridischen Kreisen günstige Aufnahme fand. Am l3. Juli 1847 wurde Ste l lwag zum Internisten und am 1. October 1848 zum ersten Secun- dararzt der Augenfranken«Abtheilung ernannt. Tüchtig geschult in der vatho« logischen Anatomie, welche zu jener Zelt unter NokitanSky sBd. XXVI, L. 288) und KolletschkasBand XII , Seite 332^ mit wanrem Feuereifer von Schülern und jungen Aerzten betrieben wurde, und ganz erfüllt von den fort» schrittlichen Ideen der neuen Wiener Schule, welche damals im hellsten Ruh. meSglanze strahlte, mußte sich S. bald in hohem Grade beengt fühlen von den starren dogmatischen Formeln, in welche die Ophthaltnologie von den unmittel- baren Schülern des Reformators I . B eer ^Bo. I) S. 222^ eingezwängt worden war. Eifriges Studium der Vorhände, nen älteren und neueren Fachliteratur erweiterte wesentlich seinen Gesichtskreis, offenbarte >hrn aber auch die kolossalen Lücken, die Schwäche so vieler als felsen« fest ausgegebener Fundamente und damit die Nothwendigkeit deS Umbaues der ganzen Lehre auf neu ;u beschaffenden naturwissenschaftlichen Grundlagen. S. ging nun mit Eifer an die Erwerbung möglichst ausreichender mathematischer Kenntnisse und widmete einen großen Theil seiner Zeit der feineren Untersu« chllng kranker Augen, welche er. sich unter jahrelang fortgesetzter täglicherMusterung der im k. k. allgemeinen Krankenhause vorhandenen Leicdrn und durch Geschäfts- verbindung mit den Gehilfen deS städti» schen Abdeckers zu verschaffen wußte. So halte sich bald ein ganz außerordentlich großes Material an fachwissenschaftlichen Auszügen, an mikroskopischen Befunden und an klinischen Beobachtungen gehäuft.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Volume 38
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Stehlik-Stietka
Volume
38
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1879
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
398
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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