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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38
Page - 174 -
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Page - 174 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38

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Stellwag, Karl 174 Stellwag, Karl als E. am 30. September l831. nach Vollendung der gesetzlichen Dienstzeit, sich mit einem Male dienstlos und auf sich selbst angewiesen sah. Ohne Mittel glaubte er nicht hoffen zu dürfen, den eingeschlagenen Forschelweg weiter ver» folgen und daS angesammelte Material verwerthen zu können. Er entschloß sich demnach zur Ausübung der Praxis. Dock schon nach einem Halden Jahre befand er sich wieder anf dem alten Geleise und griff, von den Koryphäen der Wiener Schule mächtig angeeifert und auch weik« thätig unterstützt, zu seiner gewohnten wissenschaftlichen Thätigkeit. S. ueröf' fentlichte nun mehrere kleinere Aufsähe und l833 die im 3. Bande der Denk- schriften der mathematisch-naturwiffen- schaftlichen Classe der k. k. Akademie der Wissenschaften zn Wien enthaltene Ab- Handlung: „Ueber doppelte Brechung und davon abhängige Polarisation deS Lichtes im menschlichen Auge". Dock war die hauptsächlichste Thätigkeit auf Sich' tung und Verarbeitung des von ihm angesammelten wissenschaftlichen Mate' riales gericktrt. AlS Frucht derselben er« schien in den Jahren 1853 bis 1858 seine „Ophthalmologie vom naturwiffen» schaftlicken Standpuncte". (Die Nrel von Stel l , wag's wissenschaftlichen Ar> betten folgen auf S. 173). DaS Weik wurde auf das umfangreichste angelegt und sollte eine Art Repettorium für das gesammte ophthalmologlsche Wissen der damaligen Zeit werden, nebenbei aber auch mittelst des erhofften Buchhändler« Honorars dem Verfasser die Subsistenz- mittel schaffen. Der Erfolg entsprach nach beiden Richtungen nicht ganz den gehegten Erwartungen und konnte, was ersteren Punct betrifft. auch kaum ent- sprechen, da die Oculistik damals selbst noch nicht zelten Höhepunct erreicht hatte, auf den sie später durch den Fort- schritt der übrigen Disciplinen in der Medicin gelangen sollte. Immerhin darf das umfangreiche Werk (2l32 Seiten) als eines der wichtigsten Fundamente des ophthalmologiftden Neubaues und als eine der reichsten Fundgruben für Jene bezeichnet werden, welche ihr Wis. sen nicht bloß auS den Ephemeriden der jüngsten Tagesliteralur construiren, son> dern tiefer greifen und auch der Ent> wicklnng deg Faches die gebührende Auf« merksamkeit schenken. Auf Grundlage des ersten Bandes wurde Ste l l wag am lO. Juli l834 vom hohen k. k. Un» terrichtsministerium znm „Privatdocen« ten über die Lehre von gesunden und kranken Augen, soweit diese auf ana« tomischen und physikalischen Untersuchun- gen fußt" ernannt. Aber erst in der Wiedererrichtung des höheren CurseS der medicinisch.chirurgischen Iosephs'Aka. demie fand S. den lange gesuchten Weg zu einer gesicherten Existenz. Rasch war der Entschluß gefaßt. Von den Spitzen der feldärzllichen Branche freundlichst aufgenommen, war S. am l6. Juli 1834 in das feldärztliche Corps über« getreten, wurde mit der Leitung der Augenkranken. Abtheilung deS Garni« sonsspitales Nr. 1 nnd weiter als Do« cent der Iosephs«Akadenüe einstweilen mit dem oculistischen Unterrichte der Zog» linge des niederen Curses betraut. S. fand in diescr Stellung wieder Gelegen- heit zu fortgesetzten klinischen Beodach« tungen nnd zur Abhaltung sehr besuch» ter Priuatcurse. nachdem ihm von sei- nem Collegen Dr. E n d l i c h e r das reiche Augenspiegelmaterial des städti» schen VersorgungshauseS am Alser» bache zugänglich gemacht worden war. Am 12. April 1833 trat S te l lwag mit den ,AccommodationSfehlem deS
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Volume 38
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Stehlik-Stietka
Volume
38
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1879
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
398
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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