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Stel)h«mer, Franz ) Franz
kränze steht: „ F r a n z S t e l z h a m e r l geb.
zu Piesenham 29. Nov. <802 j gest. zu
Henndorf d. 1^. Juli 1874." Eine Ansicht
des Denkmals und Darstellung der Ent«
hülllingsfeier enthält die „Neue illustrirte
Zeitung" (Wien. Zamarski). !8?3. Nr 30.
Die feierliche EnthĂĽllung fand am i i . Juli
l873 statt. ^Vergleiche darüber die „Neue
freie Presse" l8?5. Nr. 3908^.
VII. Gedichte an StelHamer. Oesterrei»
chisches Bürger .V la t t (Linz. 4<>.) l83«,
Nr. 252: „Geleg.'nhrits »Gedicht an Franz
Ttelzhamer." Von Ios. Bauchin ger. —
Der. Alpen« Bote (Lokalblatt von Steyr
und Hall. 40.). 4 December 1862. Nr. 43:
„Zu Franz Stel^amrr's 60. Geburtstage."
Von Hermann Hil l isch. — Warte am
I n n (Nieder Localblatt). !863. Nr. 33:
„Unserem vaterländischen Dickter Franz
Stelzhamer." Von August Radnitzky aus
Mattsee (in Salzburger Flachlands«Mund>
art). — Dieselbe. t863. Nr. 4«: „Pfürt
Gott." Von August Radnitzky. — Salz<
buraer Zei tung. 1872. Nr. 26l, im
Feuilleton: „Vier S". sVierzeiliae Gstanzln
in Salzburger Volksmundart. Von einem
Ungenannten. Die vier S bedeuten.- Salz,
ourg — Schlier s>er Componist. Band
XXX, S. 99) —Baurath Baron Schwarz
l.XXX1I, S. 302^ und Stelz hamer). —
^ Brief von Franz vo Piesenham an die
„Schlappgesellschaft" in Mülln, worin er
beschreibt, worum er glei in Himmel iS
kemma. Verfaßt von dem Gesellschaftsmit«
gliede Karl Seeberger. Salzburg. 26. Juli
t874 (im Verlage der Gesellschaft, gedruckt
bei Franz Endl), — Neue i l lustr i r te
Zei tung (Wien. Zamarski) 1873. Nr. 20:
„Festgedicht anläßlich der Enthüllung des
Grabdenkmals zu Henndorf." Von August
Radnitzky (in Salzbur^er VolkSmunoart).
VIII. Kritische Urtheile ĂĽber den Dichter Stelz-
hamer. Ludwig August Frankl über Stelz«
hamer.- „Die originelle Lebensanschauung,
die naive Gemüthsentwicklung neben ätzen-
der Ironie, die blitzende WelterkenntniĂź seines
Verstandes und die Weltvergessenheit seines
Herzens machen Stelz hamer zum echten
Dichter. Was ihm an Umblick bei einem
bearänzteren Horizonte seiner Gedanken fehlen
mag, ersetzt er reich durch eine originelle
Individualität in seineln Kreise und durch
daS Frappante der Wendung, der Bezrich«
nung in seinem durch ihn zur Sprache ge» schassenen Dialekte. Er dürfte, wie er auch
durch sein Leben an ihn mahnt, zumeist
Burns gleichzustellen sein. Es thut wodl.
eine gesunde, kräftige, poetisch schaffende Per-
sönlichkeit auä dein Volke erstehen zu sehen,
die, kein Muster kennend oder anerkennend,
frisch vom Herzen singt und klagt, weint
und lacht, Stelzhamer gibt aber nicht
sich allein, und das ist sein national bedeu,
tenoec Vorzug: er gibt das Volk, den Kreis,
in dem er geboren ist; er ist das Volk selbst,
durch ein Individuum repräsentirt. Darum
sind auch jene seiner Lieder die gelungensten,
die von seiner ihm später gewordenen allge-
meineren Biloung unberĂĽhrt find. Lind sie
es aber. so machen sie den Eindruck, den die
Bewohner einer Grenze, die zwei durch
Sitte. Gewobnheit, Glauben und Sprache
geschiedene Vülkerstämme in sich zu vereini-
gen pflegen, hervordringen. Um aber Stelz»
hamer in seiner ganzen Bedeutung kennen
zu lernen, um das Volk ob der Enns auf
dem Kirchhofe und auf dem Tanzboden, daS
Mädchen in Liebe und den Burschen auf
der Kegelbahn, den Hausivirth ini Felde
das Mütterchen am Spinnrocken, den Sol«
daten und den Vagabunden, das Vo>k in
der Kirche und im häuslichen Kreise zu sehen,
höre man. die Lieder S t elzham er's lesend,
von Stelz hamer. Er fĂĽhlt, denkt und
singt wie sein Volk; er spricht aber auch,
betont und pausiit, jetzt ĂĽberraschend, dann
nachdrĂĽcklich langsam, wie sein Volk, und wie
als Dichter, so repräsenlirt er es als Spre»
cher, und als solcher ist er wenigstens ebenso
bedeutend und originell drnn als iener. und
eine Erscheinung, wie ste selten empoctaucht."
— Freiherr von Feuchtersleben über
Stelzh am er: „ . . . Ein tiefer, verborgener
Ernst weht, bald mild, bald scharf, durch
diese naiv tändelnden Gesänge, und es ist
merkwĂĽrdig, zu sehen, wie der Dichter das
Allgemeinste an'g Iocalste unmittelbar zu
knĂĽpfen, das Tiefste mit BauernauSdruck
auszusprechen, den bitteren, dunklen Ernst
mit naiver Ironie zu bringen, zu verbergen
versteht. Nie geht er zu weit und oft, wo
man deutlich sieht, daĂź seinem Talente
manche Pointe nahe und leicht gewesen
wäre, mäßigt er sich und zieht den einfachen
Gedanken vor, der fĂĽr den Bauer die echte
Pointe ist. DaS Höchste weiß er sehr glück-
lich in der hier angemessensten Form alt»
väterlicher Frömmigkeit, die an Bild und
Wort festhält, zu bringen, wie z. B. in dem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Volume 38
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Stehlik-Stietka
- Volume
- 38
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon