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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38
Page - 226 -
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Page - 226 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38

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Stepischnegg 226 Stepischnegg dete. Da er. erst 2l Jahre alt, daS vor. geschriebene Alter ;ur Priesterweihe noch nicht erreicht hatte, wurde er in das Allgllsiineum nach Wien gesendet, um dort höhere theologische Studien zu machen. Daselbst erlangte er auch das theologische Doctorcü. Nun empfing er die Priesterweihe und trat als Caplan in der Pfarre Neukirch bei (äiM in die Seel sorge; aber bald berief ihn Fürstbischof Elomsek I M . XXXV, S. l43) als Hoscaplan an seine Seite. I n dieser Stellung verblieb er mehrere Jahre, worauf er d^e Professur der Pastoral, theologie und Kirchengeschichte, später des Kircbenrechies. der theoretischen und praktischen Exegese deS neuen Testaments an der theologischen Anstalt zu Zavant erhielt. Im Jahre 4844 wurde S. Consi- storialrath, drei Jahre später. 1847. Domherr des Lavanter BisthumS, in welcher Stellung er durch fünfzehn Jahre verharrte. I in Jahre 186l kam er als inkulirter Dorndechant der Salzburger Kathedrale nach Salzburg, worauf ihn nach Ableben des Bischofs Slomsek von savant, der Metropolit von Salz« bürg. Erzbischof von Ta rn oczy. dem dem Salzburger Metropoliten und Erz» bischofe feit dem elften Jahrhunderte zu- stehenden Besetzungsrechte gemäß. !863 zum Fürstbischöfe von Lavant ernannte. Am 2. Februar, dem Feste Maria Reim« gung 4863, fand zu Marburg die feier» liche Inthronisation des neuen. Fürst« bischofS Statt. Diese Feier gewann noch dadurch besondere Bedeutung, daß es die erste kirchliche Feier dieser Art in Mar- bürg war, seit der Lavante^ Bischof« sitz von St. Andre in Kärnthen dahin verlegt worden war. Man vergleiche darüber die Biographie des Fürstbischofs Slomsek. Band XXXV, Seite 145.) Bezeichnend bei dieser Feier sind zwei Momente: daß der neue Bischof in« mitten einer fast slovenifchen Diöcese in deutscher Sprache seine Predigt hielt, und daß er darin — der slovenischen Agitation von vornherein einen Riegel vorschiebend — besonders hervorhob: „mein HauS wird stets Jedermann offen stehen, der bei mir einen Rath, eine Hilfe oder einen Trost suchen wolle; zugleich aber erwarte ich vertrauensvoll, man werde von mir nie etwas verlangen, was dem Eide. den ich Seiner Heiligkeit dem Papste und Seiner Mafestat dem Kai« ser geleistet habe, entgegen wäre." Bei dem Festmahle brachte der Fürstbischof gleich nach dem Toaste auf Papst P i u s IX. einen gleichen auf Seine Majestät den Kaiser Franz Joseph, «den Begründer und Beschützer der kirchlichen und bürgerlichen Freiheit", auS und schloß die Reihe der Toaste mit dem herrlichen auf sein engeres Vaterland: „Und hoch das schöne Steirerland j Von Nord zu Süd ein einig Land j Durch keine Scheidewand getheilt s Ob deutsch, ob Wende, wer drin weilt j Uns all' um« schlingt dasselbe Band, I Die gleiche 3ieb' zum Vaterland." I n seiner Eigenschaft als Fürstbischof von Lavant ist S. seit 63 Mitglied des Herrenhauses deS österreichischen ReichSrathes und des steierischen Landtages. Fürstbischof S. ist ein gelehrter Prälat. Noch als Dom« capuular betheiligte er sich zugleich mit seinem damaligen Bischöfe Slom- sek alS Mitarbeiter an der von Dr. P o g a z h a r herausgegebenen „Lai' bacher theologischen Zeitschrift"; in den „Schriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften philosophisch, historischer Classe" veröffentlichte er seine geschicht- liche Abhandlung: „Georg I I I . S t o» baeus von Palm bürg. Fürstbischof von Lavant". wovon auch ein Sonder-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Volume 38
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Stehlik-Stietka
Volume
38
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1879
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
398
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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