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abdruck erschien, und selbständig gab er
heraus: „Abhandlungen iiblr Religiün und
Kirche" (Laibach 1869, Giontini,. 80.).
worauf nach längerer Pause seine Schrift
„Nie christliche Ghe nach katholischer Aehre.
Zlbhandlnng, Leinen Niöcesanen gewidmet"
Warburg 1868, Leyrer, 8".) folgte.
Wald Heim's i l lustr i r te Zeitung (Wien.
kl. Ful.) I I . Bd. (l363), Nr. 63. S. 730.
— Hahn (Sigmund). Neichörath6«Almanach
für die Session «867 (Prag t«67. C. I .
Satow. 8".) S. 76. — Derselbe für die
Session l873/74. S, 93. — Hermann
(Heinrich), Handbuch der Geschichte des Her»
zogthums Kärnthen in Vereinigung mit den
österreichischen Fürstenthümern (Klaaenfurt
186U. Leon, 8<>.) I I I , Bd.. 3. Heft: »Cultur«
geschichte Kärnthcns vom Jahre l?9U—1837".
S. t?4. — Wiener Zei tung vom 6. Oc»
tober 1863. S. 370: „Inthronisation des
Fürstbischofs von Lauant".
Portrate. <) Unterschrift: „Dr. Jacob
Maximilian Stepischnegg. Fürstbischof von
Iaoant, inthronistrt am 2. Februar 1863".
Nach einer Lithographie von Kr iehuber
(Holzschnitt) in der W a ld h e im'schen „Illu«
stritten Zeitung" 1363. Nr. 63. — 2) Nach
diesem Bildnisse von Kriehuber's Meister«
Hand erschien von Friedrich Leyrer in Mar<
bürg anläßlich der daselbst im Jahre 1863
stattgehabten bischöflichen Consecration eine
lithographiere Vervielfältigung als Festgabe,
Etepling, Joseph (gelehrter Iesui t,
geb. zu Regensburg 29. Juni 1716.
gest. zu Prag 11. Juli 1778). Sein
Vater, Weftphale von Geburt, war Se>
cretärbei der kaiserlichen Gesandtschaft in
Regensburg. DieMutter war eine geborene
Vöhmin. Als der Vater bald nach der
Geburt des Sohnes starb, kehrte die
Mutter in ihr Vaterland Böhmen zurück
nnd ließ sich in Prag nieder. Dort be-
suchte der Sohn die Iesuitenschule. Der
Lehrer, den ihm überdieß die Mutter
hielt, beschäftigte sich viel mit mathema«
tischen Studien, wodurch dem Zöglinge
Gelegenheit geboten ward. mathematische
Werke kennen zu lernen, welche ihn sofort namentlich durch darin enthaltene Zeich<
nungen fesselten. Als ihn eines TageS
der Jesuit Sykora bei solchen Werken
antraf und des Knaben mathematische
Vorliebe erkannte, riech er ihm, Euklid's
Buch zur Hand zu nehmen und sich dar-
aus mit den mathematischen AnfangS«
gründen bekannt zu machen. Diesen Rath
ließ der Knabe nicht unbenutzt und so
geschah es, daß er ohne weiteren Unter»
richt, nur durch sich selbst die Elemente
der Mathematik erlernte. Mathematik
wurde nun seine Erholung; während
seine Kameraden mit jugendlichen Spie«
len sich ergötzten, beschäftigte sich S. mit
seinem Eukl id , schliff Glaser und ver«
fertigte Teleskope. Nackdem er die unte«
ren Schulen beendet hatte, verlangte er
in den Orden der Gesellschaft Jesu auf.
genommen zu werden. Seine schwache
Gesundheit aber war Ursache, daß seinem
Verlangen nicht willfahrt wurde. So
begann S. die philosophischen Studien;
als aber sein öehrer, ein Jesuit Namens
Palecek, bald die ungewöhnliche Be>
gabung Stepl ing's erkannte, der, da«
mals erst 16 Jahre, die Mondessinster-
niß. welche am 28. Mai l733 ;u Prag
gesehen wurde, nach den Tafeln deS de
la Hi re ausgerechnet hatte, empfahl er
ihn dem neuen Provinzial seines Ordens,
welcder ungeachtet der schwächlichen Lei-
besbescwffenheit Stevl ing'S densel«
ben im Jahre 1733 in den Orden auf«
nahm. Wahrend der Zeit seines Novi-
ciateS beschlicken ihn öfter religiöse Zwei«
fel über die geoffenbarte Religioll, die
wohl zunächst durch seine eracten mathe«
malischen Studien hervorgerufen worden
sein mochten. Von Brunn, wo er wät>
rend deS RoviciatS sich befand, kam er
nach Olmüh und lag dort den philoso»
phischen Studien ob. Aber die Vorträge
nach dem Aristoteles sagten dem ma<
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Volume 38
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Stehlik-Stietka
- Volume
- 38
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon