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maticalische Abhandlung, aber die Cen»
sut, in ihrer väterlichen Besorgniß. daß
diese ABC-Kriege endlich dann auf ein
anderes, minder harmloses Gebiet über-
tragen und dadurch noch viel gefähr»
lichere Reibungen hervorgerufen werden
könnten, verweigerte dieser Arbeit die
Druckbewilligung. Außer den oben er-
wähnten im Druck erschienenen Dichtun»
gen verfaßte 8 t ep n i c ka noch das
Werk: „^i^Mae^ ^onsns a vH^?'Hsns
FT-o n^ackss", d. i. Belehrende und war»
nende Beispiele für die Jugend, wovon
aber nur Bruchstücke im Jahrgange 1820
des öechischen Blattes „ösokoZiav« ab-
gedruckt wurden. Auch sammelte er na»
tionale Volkssagen, wovon eine 1828
im „öaso^is 06si5. ^luLkiiui", d. i.
Zeitschrift des böhmischen Museums, er-
schien. Nock sei bemerkt, daß 8 t s p-
n i c k a vom Jahre 1823 ab bis zu
seinem Abgänge nach Brunn beständiger
Referent der öechischen Bühne in Prag
war, worin ihm dann S. Mackäoek
und I . Chmelensky folgten. Ztsp-
nicka hatte sich im Jahre 18l3 mit
Johanna Stäche vermalt. Als er im
Sommer 1832 in den Heilquellen zu
Baden nächst Wien Linderung seiner Lei-
den suchte, begleitete ihn die Gattin da'
hin und starb daselbst einen Tag vor
ihrem Gatten.
<Voss/), Historie Iltsi'atur? L62K6,
d. i. Geschichte der böhmischen Literatur (Prag
<849. lii^Qäö, schm. 4«.). Zweite, von W.
Tomek besorgte Ausgabe. Seite 637. —
81ovliik Q3,u6n>-. Leäaktol'i Dr. V'lll.ut.
I^aä. Itie^si- ». .7. ^lal^, d. i. Conver»
sations'Lerikon. Redigirt von I>r. Franz
Ladisl. RiegerundI. M al^ (Prag l8?2,
I 3. Kober. Lex.«8".) Bd. IX, S. liä.
Sterber, Johann (Landschafts.
maler. Geburtsort und Jahr unbe«
kannt). Lebte in den Zwanziger» und Dreißiger-Iahren dieses Jahrhunderts in
Wien. Wo er seine künstlerische Ausbil-
düng erlangt hatte, ist nicht bekannt. Die
verschiedenen Werke über österreichische
Kunst und Künstler geben über ihn keine
Nackricht. I n der Iatires - Ausstellung
1826 in der k. k. Akademie der bildenden
Künste in Wien trat er zum ersten Male
mit zwei Aquarellen auf. deren eines die
.Ansicht des alten schlaues FalKenZtein",
daS andere die „Ansicht des Pkarrhansez in
FalkenLtein" darstellte. Nach einer nahezu
zehnjährigen Pause beschickte er im Jahre
1834 ebendieselbe Ausstellung mit zwei
in Oel gemalten Landschaften, deren eine
die „Ansicht nun Nerchthulüsdari", die andere
die «Ansicht uan Nadaun", zweier in Wiens
nächster Umgebung durch ihre landschaft-
lichen Reize bekannten Ortschaften, dar«
stellte. Seit dieser Zeit ist deS Künstlers
Name velschollen.
Kataloge ter Jahres« Ausstellungen in der
t. k. Akademie der bildenden Künste bei
St. Anna in Wien (3«.) 1826, S. 3. Nr. l3U
und 13l; 1834. S. <8. Nr. 103 und lft4.
— Pietznigg. Mittheilungen aus Wien
(Wien. 8".) l834. S. 208.
Lterio, Karl (Maler, gcb. zu
SaSka im Banate im Jahre 1822).
Sein Vater war bei einem Steinkohlen-
bergwerke als Director bedienstet. Der
Sohn, der Talent für die Kunst zeigte,
wurde in die k. k. Akademie der bildenden
Künste nach Wien geschickt, welche er im
November 1838 bezog. Bald machte
stch derKünstler, der rasch und mit vielem
Geschicke malle, als Genre« und Bildnip
maler bekannt. Am bekanntesten wurde er
durch die farbigen Illustrationen, womit
er verschiedene voil ungarischen Magnaten
herausgegebene Prachtwerle schmückte,
so des Freiherrn Gabriel von Pronay
„Skizzen aus dem Volksleben in Ungarn",
welche im Jahre 13.^3 bei Ge ibe l in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Volume 38
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Stehlik-Stietka
- Volume
- 38
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon