Page - 250 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38
Image of the Page - 250 -
Text of the Page - 250 -
Sternbach (Genealogie) 250 Sternbach (Genealogie)
Bravour St? rnback's waren, konnten
nicht umhin, dem tapferen Officiere Ge»
rechtigkeit widerfahren ;u lassen und
einzugestehen, wie durch seine Waffen«
that ihnen in einem Momente sc> wesent»
liche und bereits errungene Vortheile
seien entrissen worden. Feldmarschall
Fürst Schwarzenberg schlug, als«
dann selbst den mittlerweile zum Haupt-
mann im 2. Iagerbataillon vorgerückten
Frecherm von Sternbach zu einer
wohlverdienten ah. Auszeichnung vor.
und im Ordenscapitel des Jahres 1813
wurde ihm einstimmig das Ritterkreuz
des Maria Theresien«Ordens zuerkannt.
In der Folge diente Baron Stern«
dach mehrere Jahre bei den Kaiser»
zagern, trat im Mai 1828 in den
Ruhestand und erhielt im Februar 1840
den Majors'Charakter. In dieser Eigen-
schaft starb er im Alter von 38 Jahren.
Major Sternbach^war zweimal, und
zwar mit seinen zwei Cousinen Cres»
zenz und Mar ia Anna, Töchtern des
Freiherr» Ludwig Franz von Stern»
bach vom Bludenzer Aste vermalt, sein
Zweig blüht noch in seinen Enkeln, den
Kindern stines Sohnes Leopold, fort.
Thürbeim (Andreas Graf). Die Reiter.
Regimenter drr k. k. österreichischen Armee
(Wien llj«>>. Oeitlrr. 8'.) I. Bd.. Die Küras.
siere u»d Diagol-er. S. !3«'». — Hirten«
feld ( I . ) , Der Militär.Maria Theresien«
Orden und seine Mitglieder (Wien l857,
StaatSdruckrrri. kl, 4" ) S. !23o und 1?4U.
Znr Genealogie der Freiherren von Sternbach.
Dirses Grschlrcht. daü sich Sternbach zum
Stock und Lurtack schreibt, ist ein Tiroler
Geschleckt, dessen ursprüüglicher Name Wen»
zel «Wenzl. Wcntzlj war. Durch den
von der Familie erfolgreich betciebenen Berg.
bau zu Ähren nächst Täufers in, Pusterthale
und uorlheilhafte Pfandschaften für darge«
liehene Gelder an die Landesre^itrung haden
sich allmälig Glanz und Bedeutung dieses
Geschlechtes gehoben. oaS noch zur Stunde
in zwei Aesten und mehreren Linien fort» blübt. Im Jahre l57l erhielten die Wentzl
einen Wappenbrief und mit Diplom des
Kaisers Leopold I. 6äo. Regensburg
!2. November 1664 wurde Johann Bap-
tist Wentzl, Doctor der Rechte, Canonicus
der Hockstifte Freissng und Briren, erzbischöf.
lich salzburgischer Geheim«2ecreiär und Con.
sistorialrath, für seine Verdienste zugleich
mit seinen Brüdern Stephan, Herrn auf
den adeligen Ansitzen Kircheag und Getreuen,
siein, sowie auf Ragen in Bruneck An-
dreas, Herrn auf dem adeligen Ansitz Stock
zu Uttrnbein, ()etzt ein Senioratsgut), Chri-
stoph u»d Jacob, und mit seinen Vettern
Wilhelm und Kaspar Wentzl in den
rittermäßigen Adelstand des heiligen römischen
Reiches und der österreichischen Erblande
erhoben. Laut Diplom des Fürstbischofs
Pau l in zu Briren äüo. l8. November
1684 wurde dein Anton Wentzl, Sobn
des obengenannten Anoreas. uno seinen
Brüdern erlaubt, sich von ihrer in der oberen
Vorstadt zu Bruneck gelegenen und unter
Einem zu einem adeligen Ansitze erhobenen
Behausung St er npach, Wentzl zu Stern«
pach zu nennen. Im Jahre 16!w wurden
die Wentzl zu Sternbach in die Tiroler
Aoelsmatlikel eingetragen und mit Diplom
d?S Kaisers Leopold I. ääo^ Wien 26. März
1698 eihielten die Vettern Anton Wentzl.
lmsillichrr Ratb. und Franz Andreas
Wentzl mit dem Prä?icate ,von Stern»
bach" die Reiäsfreiherrenwürde mit dem
vermehrten Wappen. Am 23. September
t?0ij erhielt auch Christoph Andreas
Wentzl von Kirchegfj und Sternbach,
k. k. Oderkriegscommissär in Schlesien, von
Kaiser Leopold I. die königlich böhmische
Frriherrenwmds. Seit dieser Standeserhe-
bung ließen die Wentzl ihren ursprünglichen
Familiennamen fallen, indem sie sich von
nun an Stern dach zum Stock und Iut»
tach" schrieben. Nachdem im Jahre l?89
durch das ohne männliche Descendenz er»
folgte Ableben des Karl Grafen von S o n<
nenberg, Freiherrn von Heindl das
Oberst'Erbland'Falkenmeisteramt in der gefür»
steten Gras'ichaft Tirol erledigt woroen war,
erhielt mit Diplom des Kaisers Leopold I I .
ääa. Wien 7. Februar 179l Freih^r Karl.
Mathias oonSternbach. vom Mühlauer
Aste. in Würdigung seinerund der Verdienste
seiner Vorfahren daö obengenannte Oberst«
Eroland.Falt'enmeistframt für sich und seine
männlichen Nachkommen, und zwar so. daß
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Volume 38
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Stehlik-Stietka
- Volume
- 38
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon