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Stumpf-Srentan?) Karl Friedrich 197 Swmpf-Drentan0) Karl Friedrich
gliedern er bald zählte. S tummer , der
im schönsten Mannesalter von erst 49 Jahren
starb, galt als ein inniger Freund Kar l s
Ritter von Mayrhofer . welcher Präsident
der Creditanstalt und einer der muthigsten
Anbänger der Verfafsungspartei war und
nur wenige Wochen vor S t u m m e r
<am l. Octobec 1874) aus dem beben
schied. sSchramm-Macdonald (Hugo
Dr.), Die Urne. Jahrbuch fĂĽr allgemeine
Nekrologie. (Leipzig 1876. C. G. Theile 8°.)
11. Jahrg. (<874) S. 173). — 3. Therese
S t u m m e r . Diese Dame beschickte die
Wiener Weltausstellung 1873, zehnte Gruppe
12. Section. Wcichsarbeiten). mit einem
nach der Natur und aus fr?ier Hand ohne
Modell angefertigten Wachsblumenbouquet.
Die KĂĽnstlerin hatte zu jener Zeit ihr
Atelier zu Wien, Wieden, Kettenbrücken»
gasse Nr. 4.
Stllwpf' Nrentllno, Karl Friedrich
(Geschichtsforscher, geb. in W i e n
43. August 4829). FrĂĽhzeitig verwaist,
fand er in seinen Pstegeeltern (von Li.
l i en) seine zweiten Eltern. Seine Kind»
heit brachte er abwechselnd in Wien und
Pefth zu. Bei der durch schwere Krank»
heit geschwächten Constitution des Kna«
ben muĂźte fĂĽr seine Gymnafialzeit, 1839
bis 4843. auf einen Aufenthalt Bedacht
genommen werden, der sich
seinem physi«
schen Gedeihen als besonders zuträglich
erweisen sollte, und so kam er in das
Convict zu Totis bei Komorn. Auf den
geistig und körperlich sich entwickelnden
JĂĽngling blieb das rege politische Leben
Ungarns nicht ohne Eindruck; es mag
ihn wohl zunäckst auf die geschichtliche
Richtung hingewiesen haben, welche er
später in seinen wissenschaftlichen For-
schungen und Studien einschlug. Zu sei«
ner weiteren Ausbildung, wobei die
Rechtswissenschaft als Fachstudium ins
Auge gefaĂźt wurde, besuchte er in den
Jahren 1843—4834 die Universitäten
in OlmĂĽh und Wien. I n dieser Zeit ver-
band ihn mit dem (als Professor an der Wiener Hochschule am 9. Sevtember
4878 verstorbenen) l)r. Karl Toma-
schek innige Freundschaft, die sich auch
fĂĽr seine weitere Zukunft von nachhaltig-
ster Wirkung erwies: denn beide Freunde
trieben neben ihrenrechtswiffenschaftlichen
Berufsstudien mit besonderem Eifer ge>
schichtliche und wurden in diesem Bestreben
durch den damaligen Professor der Ge>
schichte Adolph Ficker — gegenwärtig
Präsident der k. k. statistischen Central»
Commission — auf das wirksamste unter»
stĂĽtzt. Mit der im Jahre 1849 unter
Leo Grafen Thun begonnenen Reform
des Unterrichtswesens im Kaiserstaate
faĂźte S t u m p f zugleich mit seinem
Freunde den EntschluĂź, sich ganz dem
Lehrfache der historischen Disciplinen zu
widmen. Um sich nun nach dieser selbst
gewählten Richtung auf das gründlichste
auszubilden, trat er in das neu errichtete
historisch «philologische Seminar ein, an
welchem Gelehrte, wie Bonitz ^Bd. I I ,
S. 33^ Grauert ^Bd. V, S. 349),
Iaeger j^Bd. X, S. 331, wirkten, und
betrieb daselbst in den Jahren 1831 bis
4832 die erfolgreichsten Studien. Schon
im Sommersemester 1833 sehen wir ihn
ander UniversitätOlmütz in akademischer
Wirksamkeit. Vor der dauernden Ueber«
nähme eines Lehramtes wollte er jedoch
die Pflanzstätten deutscher Gesckichts«
forschung. die damals leider noch auĂźer-
halb Oesterreichs lagen, besuchen und
ihre Träger persönlich kennen lernen.
So weilte er Juni 1834 bis April 1836
in Berlin und trat daselbst mit Männern,
wie Giesebrecht, I a f f s . Köpke,
Pertz. Ranke, Wattenbach,in an>
regenden wissenschaftlichen Verkehr; den
Sommer 4836 und von December 1838
bis April 4860 verbrachte er in Frank-
fürt a. M. bei I . F. Böhmer und setzte
daselbst seine in Berlin begonnenen For«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Streeruwitz-Suszncki, Volume 40
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Streeruwitz-Suszncki
- Volume
- 40
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 394
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon