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Stumpf, Joseph 499 Stumpfegger
und Fol.). — Stumpf's kleinere Auf.
sätze und Abhandlungen sind erschienen:
in der „Wochenschrift für Wissenschaft
und Kunst", Beilage zur „Wiener Zei
tung": „Zur Kritik der Karolinger Nrkun»
den" ^862, Nr. 8^; — in Sybel's
„Historischer Zeitschrift": „Neber die
Merovinger Diplome" j^Band XXIX,
1873^; — in der „Oesterreichischen Gym>
nasial.Zeitschrift".inMiklosich's „Sla>
vischer Bibliothek", in den „Forschungen
zur deutschen Geschichte" u. s. w., wäh
rend eingehende Besprechungen der oben
genannten Werke Zarncke's ,3iterari«
sches Centralblatt". die „Göttinger Ge-
lehrten Anzeigen", die Augsburger „All«
gemeine Zeitung", belgische und französi.
sche Revuen brachten. Die Arbeiten des
Gelehrten fanden sowohl in Regierungs-
kreisen, als auch von Seite gelehrter
Korporationen mehrfache Würdigung:
1873 wurde er an die Hochschulen in
Bonn und Wien berufen; am 10. April
1874 erhielt er den Orden der eisernen
Krone dritte Classe; die Gesellschaft für
ältere deutsche Geschichtsforschung er«
nannte ihn im Jahre 1863 zu ihrem
Mitgliede, die Akademien der Wissen»
sckaften zu München 1866. zu Siena
1869, zu Wien 4872. zu Göttingen 1874
zum correspondirenden Mitgliede, das
germanische National»Museum wählte
ihn 1877 in seinen VerwaltungS-Aug.
schuß und die Wiener kaiserliche Akade-
mie der Wissenschaften in die Central«
Direction der Nonulliynta OermaniHO.
Seit Mai 1862 ist S t u m p f mit der
Tochter Louis Brentano'S in Frank«
fürt a. M. vermalt und erhielt im Sep»
tember1873 die kaiserliche Genehmigung,
mit seinem Familiennamen jenen der
Brentano verbinden zu dürfen.
Noch ist ein Bildhauer Joseph Stumpf aus
Kufstein in Tirol zu erwähnen, dessen die „Tirolischen Monatsblätter", 1838, S. 450,
gedenken. Daselbst werden nämlich mehrere
denkwürdige Männer genannt, welche in
Kusstein das Licht der Welt erblickt haben,
und neben dem Maler Johann Va umg art«
n er l^Bd. I, S. 192) dem tunstreichen Bild»
Hauer Caspar Bichler auch der Gyps» und
Holzaltäre'Verfertig Joseph S tumpf
angeführt. Ueber seine Werke fehlen jedoch
alle näheren Angaben.
Stumpfegger, Lorenz (Stuck,
a r b e i t e r , geb. im Herzogthume
Salzburg). Er lebte im 18. Jahr-
Hunderte. Die Nachrichten über diesen
in mancher Hinsicht denkwürdigen
Mann, der nach Einigen Lorenz. nach
Anderen Sebas t ian genannt wird,
sind so verworren, daß sich in dieselben
kein Einklang bringen läßt. Alle meine
Nachfragen in Salzburg bei Männern,
deren Localkenntniß Aufschlüsse oder doch
Hinweise, wo solche zu finden waren,
erwarten ließ. blieben erfolglos, und so
erübrigt mir nichts weiter, als durch ein»
fache Anführung aller dieser Wider,
sprüche einen künftigen Forscher zur
Aufhellung derselben anzuregen. Nach
Benedict P i l lwe in wurde Lorenz
Stumpfegger — welcher, nebenbei
gesagt, auck S t u m p f ö g g e r oder
Stumpfogger geschrieben erscheint —
1632 geboren, segnete das Zeitliche
am 13. September 1709 zu Salzburg
und wurde auf dem St. Peter»Fried'
Hofe, außen an der Margarethencapelle
in der Gegend des HochaltareS auf der
Epistelseite begraben. Nach genanntem
Autor war er Bürger zu Salzburg und
Maurermeister des Domcapitels daselbst,
und hat die Stuccaturarbeiten in der
St. ErhardSkirche im Nonthale ver-
fertigt. Nach Nag ler hatte er auch um
1688 die Kirche deS Salzburger Dom-
spitals ausgeschmückt. Aus einer anderen
Quelle, und zwar der „Linzer Zeitung"
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Streeruwitz-Suszncki, Volume 40
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Streeruwitz-Suszncki
- Volume
- 40
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 394
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon