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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Volume 40
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Stupan. Anton Maria 202 StUPllN) Anton Maria Nagler Künstler.Lerikon Bd. XVII , S. 521 ldieser nennt ihn Johann Joseph). Stupan von Ehrenstein, Anton Maria Freiherr (k. k. S taa ts ra th . Geburtsjahr unbekannt, gest. in W i e n 12. December 1776). Der Sprosse eineS alten Adelsgeschlechtes (s. S. 204 die Quel- len), ist er wahrscheinlich derselbe Anton Stupan von Ehrenstein, welcher am 2. September 1726 im steirischen Landtage aus der Zahl der Rechts- gelehrten zum Regierungsrathe gewählt und am 29. November 1749 in die stei« rische Lcindmannschaft aufgenommen wurde. Vermöge seiner Kenntnisse und sonstigen vorzüglichen Eigenschaften in den am 30. December 1760 ins Leben getretenen Staatsrath berufen, spielte er in demselben unter der Kaiserin Maria Theresia eine hervorragende Rolle, und ist er schon einiger seiner Vota wegen bleibender Erinnerung würdig. Bei Um» gestaltung der Länderstellen im Jahre 1763 suchten die früher ausschließlich mit der Landesregierung betrauten adeligen Mitglieder der Landstande ihre alte Bevorzugung wieder zur Geltung zu bringen. Von Böhmen ging gar der Antrag aus, das alte ständische Regi« ment auf'S neue herzustellen, um die Landesofficiere abermals zu Gebietern des Landes, zu Vorsitzenden der hohen politischen Finanz, und Justizbehörden zu machen. Da erhob sich Freiherr von S t u p a n entschieden gegen dieses An« sinnen und vertheidigte die im Jahre 1749 eingeführte Ordnung der Dinge, mit welcher das Dirsotorium, in poli- tiois st o2,rQ6rg.1idu8, daS in sich alle inneren Verwaltungsangelegenheiten der Erblande vereinigen sollte, ins Leben trat, und neben welchem die 1747 ge- schaffene vereinte böhmisch «österreichische Hofkanzlei für politische Verwaltung, ferner die ungarische, die fiebenbürgische und die illyrijch Banater Hoskanzlei wirkten. I n einer 1763 abgehaltenen Berathung über den Jesuitenorden, dessen staatsgefährliche Privilegien und Grundsätze der Discussion unterzogen wurden, war es aber S tupan . der auf den exemplarischen Lebenswandel und die nützlichen seelforgerlichen Leistungen der Ordensmitgliedcr hinwies. Die Staatsrathe waren getheilter Meinung, so daß eine Entscheidung in der Sache vorderhand unterblieb. — Doch als im Jahre 1767 mehrere Bischöfe zur Aus- rottung des eingeschlichenen Unglaubens auf die Einführung von Bücher- und Hausrevisionen, von Freiheits» und Leibesstrafen drangen, erklärte sich Stu> van, der strenggläubige Freiherr, dagegen. „Wolle man nicht die Verderb- liche spanische Inquisition einführen", sprach er, „so wisse er kein Mittel, der Strömung der Zeit zu widerstehen. Es bestehen Gesetze und Strafen gegen Religionsspötterei und Ketzerei, aber die Behörden vollziehen sie nicht, die Uni« verfitaten bekämpfen sie." Die Ver« Handlungen über diesen Gegenstand hatten gleichfalls keinen Erfolg, und die Sache blieb unerledigt. — Eine im Jahre 1770 eigens eingesetzte geistliche Hofcommission stellte im Mai g. I . den Antrag, daß es den jungen Theologen verboten werde, vor Erreichung des rei« feren Alters (worunter sie das 21. bis 22. Jahr verstand) in einen geistlichen Orden einzutreten, die Gelübde adzu« legen und höhere Weihen zu empfangen. Auch sonst noch trat sie mit wichtigen Forderungen hervor, stand für das Recht desMegenteniQ ScolOLiHLtiois ein u.d.m. Diesen Anträgen schloß sich der Staats» rath völlig an. der alte S. unterstützte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Volume 40
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Streeruwitz-Suszncki
Volume
40
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
394
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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