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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41
Page - 118 -
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Page - 118 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41

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) Emerich ^ Ida Lehrer der' Mathematik und Physik. Nach' dem er als solcher einige Jahre thätig ge> wesen, legte er sein Lehramt nieder un begab fich auf die Universität Götiinaen. u neuerdings den Studien obzuliegen. Kur vor seiner Wiederanstelluug als Lehrer zu Särospatak veröffentlichte er die „Oratio »»tnr^irliQ in oinvi vite^ ntNita.tidU8, rsoi tata pudUes 8. ?Kt«kiiii 1792 ^unui oi-äi 6t ^K^Lio Im Jahre t803 legte er sein Amt niede und lebte zu Särospatak in stiller Zurück- gezogenheit bis an seinen im Alter von 66 Jahren erfolgten Tod. Noch hat er fol gende Werke veröffentlicht: »H, tnäomän rQkßnarlil", d. i. Die Wissenschaften im Ungarischen (Preßburg 1792, 8«.) und »L dol ni237H?r2. xsr 822,k25L", d. i. Sig wart, eine Klostergeschichte. Aus dem Deut- schen ins Ungarische übersetzt. Zwei Theile (ebd. l?87, 8o.). Eigentliche Bedeutung ge winnen diese letzteren Schriften erst durch den ihnen beigefügten Anhang, welcher ein Verzeichniß neuer ungarischer Wörter enthält, von denen ein großer Theil seither in der Sprache Aufnahme gefunden hat. David Szab6 ist es auch, der den Harmoniegefang in der Särospataker Hauptschule einführte. Ferner redigirte er die Zeitung „HlKF Nilwouüo", d. i. Der ungarische Bote, dessen Redacteur vor ihm der Dichter Rico laus Rsvay ^Bd. XXV, S. 3?^ gewesen. — 9. Emerich Szabä sgeb. im Jahre 1820. gest. in London im Mai 1865). Aus der ungarischen Familie Szabo de K iZ. Gereso. Emerich begann die militari» sche Laufbahn in der vormaligen ungarischen Leibgarde, in welcher er i343 als Garde und Unterlieutenant zugleich mit Görgey und'Ktapta diente. Nach Ausdruch der Revolution trat er auch in' die Neihrn der Honvsd'Armee ein. Bald wurde er Oberst, dann Staatssecretar und Kriegsminister 26 intsrim. Zur Z<it der Erhebung begab er sich mit einer Mission ins Ausland, wie man sagte, um Bundesgenossen für die Re< volution zu gewinnen, befand sich aber ini Jahre 1849 schon wieder in der Heimat und machte den Krieg mit bis zur Waffen» strecküng von Vilagos. Als Görgey die Capitulation abschloß. Ward"e-ß S z a b 6 gestattet, dirfcn nach Großwardein zu ge« leiten, wo es ihm gelang — man erzählt sich, mit Hilfe der Russen — ins Ausland zu flüchten. Er sollte die Heimat nicht wieder» sehen. Tr lebte in London. Im Jahre 1836 unternahm er eine Badereise nach Deutsch, land. Als er fich unterwegs in Franksurr am Main aufhielt, wurde er von einigen kaiserlichen Officieren im Theater erkannt, in Folge dessen verhaftdt, aber auf Requisi. tiön des englischen Gesandten von den dor« tigen Behörden sofort wieder freigegeben. Bei Ausbruch des Krieges im .Jahre 1889 begab er sich auf den italienischen Kriegs, schauftlah, kehrte aber nach Beendigung des Feldzugrs wieder nach England zurück. 1864 lebte er als Kohlenhändler in London, doch schon 1365 starb er. erst 45 Jahre alt. (Neue Freie Presse. !365, Nr. 273. in den „Personal. Nachrichten".; — 10. Georg Szab<5 (geb. zu Totis in Ungarn um das Jahr 184t). Ein ungarischer Bauernsob». der trotz inständigen Verlangens, die Schule zu besuchen, von seinem Vater unerbittlich beim Landbau zurüsgehalten wurde. Im November 183? sollte er eines Tages wieder zur Feldarbeit gehen, und schon standen Pferd und Waaen bereit, als er dem Vater ein Blatt Papier in die Hände drückte. Dieses Blatt aber enthielt in ungarischen Versen — voll Sinnigkeit und Innigkeit — seinen Herzenswunsch, die Schule besuchen zu dürfen. Er erklärte in diesem Gedichte, welches die unten bezeichnete Quelle in wörtlicher Uebersetzung mittheilt und das ganz vom Geiste einfacher, aber sehr wirksamer Naturpoesie durchweht ist. daß sich sein Geist, wie der Obstbaum, wie die Knospe der Sonne sich zuwende, nach dem Lichte der Wissenschaft sehne. <3r verlange nicht Grab» scheit und Sense, er verzicht« auf sein ganzeg Erbe, aber er wolle leinen, und wenn ihm oi« Eltern diesen Herzenswunsch versagen, werde er zeitlebens unglücklich sein. Zum Glücke kamen einige Magnaten zur Kennt» nih dieses Wunsches des Knaben, und eS wurden nun Mittel getroffen, daß der junge Naturdichter auf dem Kollegium zu Plipa seinen Wissensdurst befriedigen konnte. Wie ßch seither die Geschicke dieses lernbegierigen Georg Szavä entwickelt haben, ist nicht bekannt. sOesterreichisches Morgen, blatt. Herausgegeben von Isidor Gaiger (Prag, Fol.) l858. Nr. 4. in der Rubrik „Miscellen": „<5in Naturdichter«.)— ü . I d a Fekete»Szab<5, eine zeitgenössische unga.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Volume 41
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Susil-Szeder
Volume
41
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
340
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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