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Z3»bö, Johann (I.)
rische Lehrerin, welche sich in ihrem Fache
auch schriftstellerisch versucht hat. Sie gab
ein historisches Handbuch unter dem Titel
heraus:
I. 65 I I . lcätst«, d. i. Weltgeschichte. Für
Mädchenschulen und zum Privatgebrauche
für Frauen. Zwei Bände (Pesth t865. Fer.
dinand Pfeifer, 8".); diese zwei Bände ent
halten das Alterthum und das Mittelalter.
Die Neuzeit dürfte wohl mittlerweile (»863
u. f.) im Druck erschienen sein. — 12. Ignaz
Szab6, ein ungarischer Schullehrer der
Gegenwart, der sich bisher durch nachfolgende
ungarische Schulfchriften bekannt gemackt hat:
„H, töläisms alaxvovaiai. ^ s^rnuHsiumi
ss rellltauoäa,i itjusäs s^äiuäi-H", d. i.
GrundzĂĽge der Geognosie fĂĽr die Jugend
der Gymnasien und Realschulen (Erlau 1861,
Ientsch, 80.); — ^^.2 ^sv^n>- orssäs tsr-
d. i. Naturgeschichte deS Mineralreiches (Pefth
l863, G. Heckenast, 8«.); — ^H, ns^
lusltaQ GiOivsi...", d. i. GlundzĂĽge der
geometrischen Anschauungslehre (Pesth 1868,
G. Heckenast, s".); — ^ osiliasKs^Hti ss
Xo2sptHQ0<16k d,»H2Qäl^tHlH", d. i. Kurzes
Lehrbuch der astronomischen und physikali
schen Geographie. FĂĽr Mittelschulen, zwei
Hefte (ebd. 1869 und 187l. Heckenast, mit
Abbildungen, 8<>); — „I'ermösssttani tölä>
äalom tsi-inss^stt vi220U?KlrH. i^V uiüvolt
I:ö2äQ3sF L2iäinär»", d. i. Physikalische Geo
graphie mit besonderer RĂĽcksicht auf die
physikalischen Verhältnisse Ungarns (ebd.
1869. mit Holzschnitten und Karten). Der
Name des durch Herausgabe gediegener
Werte bekannten Buchhändlers G. Hecken«
ast bietet Gewäbr für die Trefflichkeit der
angeführten Schriften. — <ö. Ignaz Szab 0,
ein ungarischer Poet der Gegenwart, der
bisher folgende Weite herausgegeben hat:
„A«t sZ törtsust. Vs52sl?ek*, d. i. Leben
und Geschichte. - Novellen (Erlau 1860,
G. Ientsch, 80.); — «NFi-! ir6k üidnnia.
^ru<lomän?as ss ssspiroöalm.j svIcönT-v",
d. i. Trlauer Schriftsteller.Album. Wissen«
schaftliches und belletristisches Jahrbuch. 1861
und 1862 (Eclau, Otto Violet, kl. 8".).
Spätere Jahrgänge sind nicht erschienen und
auch andere Arbeiten Sza bä's nicht bekannt
geworden. - ^14 . Johann (I.) Szabö
(geb. in Ungarn 27. Jänner 1767, gest. am , Johann (ll.)
!6. März 1858). Entstammt der ungarischen
Adelsfamilie Szabo von Iakab fa lva .
Nachdem er die theologischen Studien zu
Pest beendet hatte, rourde er am 2. Jänner
t79l fĂĽr SiebenbĂĽrgen zum Priester geweiht.
Er trat zunächst als HilfsPriester in Maros»
Väsärhely in die Seelsorge, vertauschte aber
diese Stelle bald mit der eineS Erziehers in
der Familie des Grafen Eszterhäzy. Nach
mehrjähriger Thätigkeit daselbst kam er als
Professor des Kirchenrechtes an das Lyceum
in Karlsburg, von da aber als Pfarrer nach
Klausendurg, wo er spater zur Domherrn«
und PropstwĂĽcde aufstieg. Auch wurde er
seiner priesterlichen Gediegenheit wegen im
Jahre l819 vom dortigen Gubernium zum
Rath und Referenten in der katholischen
Commission ernannt, und er führte in ge«
wissenhaftefter PflichterfĂĽllung dieses Amt
28 Jahre lang. bis 1847. wo ihm die Alters
halber erbetene Enthebung uon demselben
gewährt wurde. Szabö, der auch als
ausgezeichneter Kirchenredner gerĂĽhmt wird,
!var in seinem Berufe, namentlich auf horni»
letischem Gebiete, schriftstellerisch thati».
Mehrere seiner geistlichen Vorträge find in
dem von Vmerich S z a l a y herausgege.
denen Sammelwerke „VF>-Kä2i 0282s6.ek
37Ht«Nsu?6«, d. i. Sammlung geistlicher
Reden, erschienen. Seine vollständigen Kir»
chenreden, mit seinen Sonntags «HuMilien
an dei Spitze, kamen in Karl Veszely's
Sammelwerk „Vräsl^i kkttkottkus tnrL2o-
n»k", d. i. Siebcnbürgisch« katholische Vre-
diger (Klausenburg <863, Stein. gr. 8°.>
heraus. Seine ĂĽbrigen kirchlichen Schriften
wurden von dem Weltpriefter V i tos ge.
sammelt und zu Klausenburg durch den
Druck veröffentlicht. Unter denselben befindet
sich auch fein bedeutendstes Werk ^ e i -
insssst ss Rslisio". d. i. Natur und Re.
ligion. IRsNsio (Pesther Kirchenblatt.
40.) 1838, Nr. 46 und 47: „Das Andenken
des Johann Szabä aus Siebenbürgen".) —
l3. Johann (II.) Szabo betrieb im Vor«
märz technische Studien und bildete sich zum
Ingenieur aus; als daS Jahr 1848 mit
seinen Wirren hereinbrach, betheiligte er sich
gleichfalls an der Erhebung, diente als Hon.
vso und entzog sich nach Nfwältigung des
Aufstandes durch die Flucht der Verantwor«
tung. Er fioh nach England, begab sich von
da nach den Vereinigten Staaten, wo er
eine Stelle im MĂĽnzamte versah, dann
reiste er nach Califormen und machte sich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon