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ä) Samuel 122 , Stephan (II.)
von 200.000 fi nach America durchbrannte.
Pau l vonSzabo soll später nach Europa
zurĂĽckgekehrt, nach Paris gekommen sein uno
daselbst ein Journal, ,1.» NonZrio", heraus,
gegeben haben. sHelfert (Ios. Alex. Frei»
Herr von), Geschichte Oesterreichs vom Aus»
gange des Wiener October»Aufstandes 4343
(Prag l876. F. Tempsky. 8«.) Bd. IV
(Der ungarische Winter»Feldzug und die
ootroyirte Verfassung. Erster Theil). S. 231
und Anhang. S. l04. Nr. ^84.) — 23. Ein
wohl von dem obigen verschiedener Pau l
S zab6 ist es. t«r die landwirthschaftliche
Schrift »Der Repsbau oder praktische au
dreißigjährige Erfahrung gegründete Anlei«
tung zur Erzeugung deö Repses und zu dessen
Bewahrung vor allen Widerwärtigkeiten und
Schaden, hauptsächlich vor dem Erfrieren"
(Pefth 1330. G. Geibel. gr. 8".) herausgege
den hat. — 24. Samuel, Szab6 (geb. zu
Felsö'Eörsön im Zalaer ComUat im Jahre
1813). Sein Vater war evangelischer Pastor
zu Felsö « Eörsön. Der Sohn besuchte die
Schulen in Päpa und wurde nach been
deten Studien Erzieher. Durch eine unter
dem Titel „Aönsm" veröffentlichte Ieichew
rede lenkte dcr junge unterrichtete Mann die
Aufmerksamkeit auf sich. so daĂź er eine
Stelle an der evangelischen Kirche zu 2s6r
erhielt. Von da wurde er nach Hajmäsksr
übersetzt, später kam er nach Tilzavärkony.
Schon als Studiosus schrirb er fĂĽr die
„1'uäom.lm^os sz'iiZtowsn^", 0. i. Wissen,
schaftlich« Sammlung, später als Cr«
zieher und evangelischer Priester arbeitete er
sehr fleißig für verschiedene Blätter, inS.
besondere fĂĽr das ungarische protestantische
Kirchenblatt, ohne sich jedoch zu nennen.
Auch gab er des Seniors der evangelisch,
reformirten Kirche in Ungarn Stephan Pap
l^Bd. XXI , S. 27S) W.-rt: „H. Ksr682tsn7i
valläs«, d. i. Die christliche Religion (Pestd
1848), auf eigene Kosten heraus. — 25. Im
Jahre 1864 berichtete der „Pesther Lloyd"
von dem in den letzten Tagen des Jahres
1863 zu Torda in SiebenbĂĽrgen erfolgten
Ableben eines Samuel Szab 6, der sich
durch sehr gelungene metrische Uedersetzungen
lateinischer Classiker, namentlich Virg i l 's
und Ouid's. auf dem Gebiete der unga«
rifchen Literatur einen geachteten Namen
erworben hat. Im Jahre 1849, in welchem
er die Stelle eines Tordaer Magistrats«
rathes bekleidete, verlor er Amt und Vermö»
gen und er konnte sich nicht wieder zu seiner früheren wohlgeordneten Cristenz empor»
arbeiten. Dem Verfall seiner materiellen
Stellung folgte der moralische, denn er
ergab sich dem Trunke. vornehmlich dem
BranntweingenuĂź in solchem MaĂźe, daĂź
sich allmälig alle seine früheren Bekannten
von ihm zurückzogen. So war er ganz vrr»
kommen, und in den letzten vier Tagen vor
seinem Ableben brachten ihm einige in seiner
Nachbarschaft wohnende Zigeuner etwas zu
essen und nachdem er im Clend gestorben,
sorgten sie auch für sein ärmliches Be,
gravniĂź. Die ungarische illustrirte Zeitung
yH.2 orsL^s tükr«" (Der Reichsspiegel)
brachte im Jahre 1862 S. 232 eine Litho.
graphie von H. Veber mit der Unter»
schrift.- »82206 8a.muol 65 Nl^välF^ius«.
lPe sther 8 l 0 y 0, lS64. Nr. 6). —
26. Stephan ( I I ) Szab6 (geb. zu Erlau
28. Juli 1695, gest. zu Tyrnau .3. März
l?53). Nachdem er zu Kaschau bereits im
neunzehnten Jahre die philosophische Ma»
gisterivĂĽrde erlangt hatte, trat er in die Ge-
sellschaft Jesu und wurde bald zu Klausen»
bürg als Lehrer für die Fächer der Poetik
und Rhetorik verwendet. Nach abgelegten
OrdensgelĂĽbden kam er nach Kaschau, wo
er vier Jahre lang in Philosophie ĂĽnterrich,
tete. Vei seiner vortrefflichen KenntniĂź der
ungarischen Sprache und vermöge seiner
groĂźen Vorliebe fĂĽr das Predigtamt konnte es
nicht fehlen, daß er als magyarischer Kanzel»
redner bald einen ausgezeichneten Ruf er»
langte. Nachdem er mehrere Jahre alS
solcher thälig gewesen, ersahen ihn ftine
OrdenSobern zum Rector des allgemeinen
Kleriker« Lollegiums in Tyrnau , später
schickten sie ihn nach Oedenvurg, sodann nach
FĂĽnfkirchen, endlich wurde er Regens deS
Seminars zum h. Adalbert in Tyrnau, in
welcher Stellung ihn der Tod ereilte.
Szab 6 schrieb in lateinischer und unga»
rischer Sprache und hat in beiden mehrere
Wirke veröffentlicht. Ihre Titel finc>: „ä.r-
touts» ab iuooljg o^usäom
Nlusis vraskxas" (Olauciiopoli l720, t?p.
^.eas., 12«.) elegische Dichtung; — „^eaäs-
ini«kru.iQ tu>!mlnaiiuru styrnwk" (edd. 1721,
120.); — „Vinäiolas Klariani Oonoopwä"
(T^rQkvias 1723, 40^. — ^Oa^govia vstu»
st novH« (Ibicl. 1732, 12".); — in unga«
lischer Sprache: Märia-?k<zrs2ia^.. oroZ
^522on^äll»t, kiv.sk sröZssF^
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon