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, Stephan (III.) 423 Aabä (Militärs)
6?t...", d. i. Lob« und Dankrede au!
Mar ia Theresia, nach der glorreichen
Besiegung der Bayern im Jahre 1743
(Oedenburg 1743. Fol.); —
Istsv. Iß^sröl sto."> d. i. Predigten für
die Fastenzeit u. s. w. (ebd. 1743, Fol.).
auĂźerdem mehrere Leichenreden, und zwar
auf Elisabeth Reviczki (l?30). auf den
General Ios. Festetics (1744) und auf
dessen Gemalin, eine geborene Horväth
(1744). dann mehrere Festreden, u. a. a-uf
die Uebertragung des wunderthätigen Ma
rienbildes in den von dem Erzbischof von
Gran Emerich Cszterhazy erbauten Dom
(l742). auf die Kaiserwahl (1746). auf den
h. Stephan, Schutzpatron Ungarns (I73l),
u. d m. ^KtosFsT' <^o
(ViONuay 1833, I^sx. 80.) p. 343. ,—
Oso^.» Historie ^.oaäsmi^o LoisntiKrum
v»NiHtz i-yzmy 1it«ig,riH (^ ncl,g,H 1335, 4<>.)
tiZ notorurn (?o«orli 1777, ^ . I^oo^o, 8«.
Loluus IH, v. 30^. - 27. Stephan (III.)
Szab6 von Kis. G eresd (geb. in Un<
gärn im Jahre 1825. gest. in London
23. Juli 1862). Er kam 1839 in die k. k.
Ingenieur-Akademie. wo er seine militärische
Ausbildung erhielt. Bei Ausbruch der Re<
bellion im Jahre 1848 trat auch er in die
Honvsd'Armee ein. wurde Oberst und machte
sich im Sommer t849 ourch das Geschick,
das er bei der Belagerung Temesuärs an
den Tag legte, einen Namen. Der kaiserliche
General Rammina, damals noch Odelst»
lieutenant im Geni«»Corps, der nach der
entscheidenden Schlacht bei Szörög (3. August
1849) unaufhaltsam zum Cntsatze des hart«
bedrängten Temesoär herbeieilte, nahm keinen
Anstand, dem Talente, das Szal?6 bei
dieser Gelegenheit bewiesen, Bewunderung
zu zollen. Szab<5 rettete sich später durch
die Flucht in die TĂĽrkei, kam <83t1 nach
London, wo er ein Kaufmannsgeschäft unter«
nahm und zu Vermögen gelangte, das er
jedoch in Genf im Spielhause des berĂĽch<
tigten James Fazy verlor, worĂĽber er
wahnsinnig wurde. Cr starb im Irrenhause
zu London und wnrve auf dem Abney'Park'
Gottesacker begraben. Die ungarischen Ne-
volutionsgenerale Vetter und Klapka.
der damalige türkisch«'General Kwety und vr. H. Ronay. zu jener Zeit Lehrer im
Hause der Herzogin von Sutherland, nach«
mals Lehrer Sr. k. Hoheit des Kronprinzen
Rudolvh, gaben dem Verstorbenen das
letzte Threngeleite. Kertbeny in dem in
den Quellen angefĂĽhrten Schriftchen nennt
ihn kurzweg »englischen Schriftsteller". WaS
Stephan Szabä geschrieben und in
Enaland herausgegeben, konnte ich nicht
auffinden. ^Presse (Wiener polit. Blatt)
1862. Nr. 2ltt im Abendblatt in der Ru»
bril: Kleine Chronik. „Aus London." —
Frem den.Blatt. Pon Gustav Heine.
<862. Nr. 2l1. - Kertbeny (K. M.), Die
Ungarn im Auslande. I. Namensliste unga,
rischer Emigration seit 1848—1864 (mit Ein«
schluĂź der auĂźerhalb Ungarns internirten).
2UU0 Nummern mit biographischem Signale»
ment (BrĂĽssel und Leipzig 1864. KieĂźling
und Comp., kl. ii».), S. 61, Nr. ittlO.) —
2s. Ein Stephan (IV.) Szabo widmete
sich in Wien der Historienmalerei. Als der
Pesther Kunstverein in seiner Generaluer»
sammlung vom 31. Mai l836 den BeschluĂź
gefaĂźt hatte, daĂź in jeoem zweiten Jahre
einungarisch'geschichtlicheS Gemälde,
in den Zwischenjahren aber entweder ein
ungarisches Lebensbild oder eine u n»
garische Landschaft als Prämienblalt
ausgegeben und für das historische Preis»
stück regelmäßig ein Concurs ausgeschrieben
werden solle, rang Szab<5 gleich im ersten
Ioncurse mit seinem Entwürfe.- „Tttus Du»
gonics bei der Belagerung von Belgrad"
mil Franz Ujhäzy und Moriz Thlln.
einem SchĂĽler Rahl's, um den Preis von
ilwo fi^ welcher dem letzteren Bewerber fĂĽr
dessen Entwurf ,Könfg Emerich nimmt
seinen aufständischen Vrudrr Andreas im
Jahre 1204 gefangen" zuerkannt wurde.
lZellner's Blät ter für Theater. Musik
und Kunst (Wien. kl. Fol.) 2l. November
1865. Nr. 93: „Kunst uno Kunstverein in
Ungarn".) — 29. Noch sind zwei Ofsiciere
des 3. HuszarewRegiments. Neide des Namens
Szadö zu nennen. Der Eine von ihnen
zeichnete sich als Rittmeister am 30. October
1792 bei der Eroberung von Marchiennes
aus, wo er in der von Oberst Deoay ge.
fühlten Colonne rühmlichst kämpfte. —
30. Der Zweite that sich als Lieutenant im
Regimente am 8. August !796 bei Dillingen
hervor. Der in starken Colonnen gegen die
Unseren angerückte Feind attakirte mit Heftig»
tigkeit. Da drang General Deuay mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon